Aktuelles zum Klimawandel: Ökologie

Ökologen fürchten Krill-Rückgänge

Antarktische Krebstierchen leiden unter boomenden Aquakultur1283438068i20106en

Krill: Die kleinen Krebstierchen sind bedeutend für die Nahrungskette (Foto: Brit. Antarctic Survey)

Oslo/Hamburg (pte/03.09.2010/11:25) - Antarktischer Krill spielt in der Nahrungskette eine wichtige Rolle, denn er ist Nahrung für zahlreiche andere Lebewesen. Experten gehen davon aus, dass Krill aufgrund der riesigen Menge zu den größten Proteinquellen der Erde zählt. Nun warnen Ökologen davor, dass der Druck der globalen Fischindustrie dem nur sechs Zentimeter großen Krill stark zusetzen könnte.

"Krill spielt in der weltweiten Aquakultur eine immer größere Rolle", so Meeresbiologe Volker Siegel vom Hamburger Institut für Seefischerei http://www.bfa-fish.de gegenüber pressetext. Fischmehl aus Krill ist hochwertiger als jenes, das aus anderen Fischen gewonnen wird. Siegel schätzt das Gesamtvolumen des weltweiten Krills auf etwa 60 Mio. Tonnen. "Es gibt jedoch große Verbreitungsschwankungen. In den Gewässern um die Südshetland-Inseln ist die Dichte an Krill besonders hoch."

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Plastikmüll ist schlimmster Meeresverschmutzer

1282572730i554Forscher verfolgen Kunststoffabfall 22 Jahre lang

Plastikmüll aus dem Meer: Mengen sind etwas zurückgegangen (Foto: sea.edu)

Washington DC/Wien (pte/23.08.2010/16:35) - Plastikabfall ist der schlimmste Meeresverschmutzer überhaupt. Zu diesem Schluss kommt ein US-Forscherteam im Fachmagazin Science. Die Wissenschaftler haben die Menge von Plastikabfall im Atlantik über einen Zeitraum von 22 Jahren hindurch untersucht. Ihrer Meinung nach hat die Abfallmenge in den vergangenen Jahren zwar ihren Höhepunkt erreicht, dennoch schwimmt in den Meeren immer noch zuviel Plastikabfall.

Was die Forscher allerdings am meisten interessiert hat, waren die im Meer schwebenden Plastikteilchen, die Hinweise auf die Meeresströmungen an der Oberfläche geben. "Die meisten Plastikteilchen, die wir gefunden haben, ind nicht mehr als ein paar Millimeter groß", berichten die Wissenschaftler. Das traf auf mehr als 60 Prozent der insgesamt 6.136 Teilchen zu, die mit feinmaschigen Oberflächennetzen gesammelt wurden. Beteiligt an der Untersuchung waren neben der US-basierten Sea Education Association http://www.sea.edu auch das Woods Hole Oceanographic Institution und die Unversity of Hawaii.

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Gentech-Lachs wächst doppelt schnell

1282312949i1523Große Abneigung gegen "Frankenfisch"

Gentech-Lachs: Erreicht in 18 Monaten rund 3,6 Kilogramm (Foto: aquabounty.com)

New York (pte/21.08.2010/13:50) - Mit der ständig wachsenden Weltbevölkerung wird auch der Nahrungsmitteldruck immer stärker. Besonders Fisch wird zu einem knappen Gut, da die Weltmeere längst nicht mehr jene Ausbeute ermöglichen wie noch vor Jahren. Die Lösung soll ein genetisch veränderter Atlantischer Lachs vom US-Unternehmen AquaBounty Technologies http://www.aquabounty.com sein. Dieser wächst doppelt so schnell wie sein wilder Artgenosse und erreicht nach 18 Monaten - doppelt so schnell wie ein Wildlachs - ein Gewicht von rund 3,6 Kilogramm. Sollte die US-Food and Drug Administration (FDA) den Gen-Lachs zulassen, wäre es das erste kommerziell hergestellte und zugelassene gentechnisch veränderte Tier.

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Bienensterben durch Pestizide geht weiter

Imker und BUND fordern Reform der Zulassungspraxis

Berlin (ots) - Zwei Jahre nach dem großen Bienensterben in Süddeutschland, bei dem etwa 20000 Bienenvölker durch das Insektizid Clothianidin getötet oder schwer geschädigt wurden, werden in der Landwirtschaft beim Raps-, Mais-, Gemüse- und Getreideanbau weiter bienengefährdende Pestizide eingesetzt. Nach Auffassung des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes (DBIB) und des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) brachten die 2008 verordneten Maßnahmen zur Begrenzung der Gefährlichkeit von Schädlingsbekämpfungsmitteln für Bienen nicht das gewünschte Ergebnis. Die Verbände haben weiterhin vor allem das von der Firma Bayer CropScience hergestellte Clothianidin im Visier, das zur Gruppe der sogenannten Neonicotinoide gehört.

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Gentech-Raps wuchert ungebremst

1281088321i11742Pflanzen können nicht mehr aus Umwelt zurückgeholt werden

Rapsfeld: Gen-Raps wächst auch entfernt davon weiter (Foto: Madlen Reichel/pixelio.de)

Pittsburgh (pte/06.08.2010/13:50) - US-Forscher haben erstmals Beweise dafür gefunden, dass gentechnisch veränderte Pflanzen auch in den USA in freier Wildbahn überleben können. Ein Team der University of Arkansas http://www.uark.edu hat in North Dakota nach wildwachsendem Raps gesucht. Dabei haben die Forscher in 80 Prozent der gefundenen Wildpflanzen Transgene entdeckt. Die Studienergebnisse wurden beim Treffen der Ecological Society of America in Pittsburgh vorgestellt.

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Ölkatastrophe: Horror für Familien vor Ort

1280920924i29265-1Küstenbewohner im Golf: Viele überlegen Umzug

Plakat vor Haus in Louisiana: Verzweifelte Hilferufe über Ölkatastrophe (Foto: greenpeace.com)

Washington DC (pte/04.08.2010/13:50) - Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hat verheerende Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung. Forscher der Mailman School of Public Health an der Columbia University http://www.mailman.hs.columbia.edu haben mehr als 1.200 Menschen befragt, die innerhalb von zehn Meilen von der Küste entfernt leben. Das Ergebnis ist erschreckend, denn für die Menschen der Region ist kein Stein auf dem anderen geblieben.

Mehr als 40 Prozent der Befragten litten an Hautirritationen und Atemproblemen - eine unmittelbare Folge des Ölaustritts bzw. der Beseitigung der Spuren. Mehr als ein Drittel der Befragten gaben an, dass ihre Kinder entweder unter physischen oder psychischen Symptomen nach der Katastrophe litten. Die meist ohnehin ärmliche Bevölkerung entlang der Küste Louisianas und Mississippis erlitt durch die Ölkatastrophe zusätzliche finanzielle Einbußen. Acht Prozent von ihnen verloren den Job.

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Hodenkrebs: Gefahr von Plastikmüll auf der Spur

1280906772i27582Zahl der Erkrankungen in den letzten 35 Jahren verdoppelt

Plastikmüll: Enthaltene Chemikalien sollen Hodenkrebs fördern (Foto: Carsten Raum/pixelio.de)

Edinburgh (pte/04.08.2010/10:00) - Wissenschaftler der Human Reproductive Sciences Unit des Medical Research Council http://www.hrsu.mrc.ac.uk untersuchen, ob Chemikalien, wie sie etwa in Plastik enthalten sind, für das Ansteigen der Hodenkrebs-Erkrankungen verantwortlich sind. Das Team um Richard Sharpe geht davon aus, dass der Kontakt damit bereits im Mutterleib erklären kann, warum sich die Anzahl der Erkrankungen in den letzten 35 Jahren verdoppelt hat.

Die Wissenschaftler betonen in Human Reproduction http://humrep.oxfordjournals.org, dass eine derartige Studie auch heute nur durch ein neu geschaffenes Modell möglich ist, um so die Entwicklung der Krankheit zu beobachten. Mäusen werden für die Überprüfung der aufgestellten Theorie menschliche Zellen eingepflanzt.

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Alarmstufe Rot im Mittelmeer

1280834813i1805Bedrohung des Artenreichtums stärker als in allen anderen Meeren

Mittelmeer: Artenparadies in arger Bedrängnis (Foto: Wikimedia)

Washington (pte/03.08.2010/13:40) - Die Tiere und Pflanzen im Mittelmeer sind stärker bedroht als in jedem anderen Meer der Welt. Davor warnen Wissenschaftler des "Census of Marine Life" http://www.coml.org in der Zeitschrift PloS ONE. Im bisher umfangreichsten Bericht über die derzeitige Artenvielfalt in allen Meeren der Welt listen sie die Bedrohungen der Natur und ihre jeweilige Bedeutung auf. "Stärker als alle anderen Meere leidet das Mittelmeer an Lebensraumverlust, Überfischung, Umweltverschmutzung und invasiven Arten", erklärt Ron O'Dor, US-Koordinator des Census, im pressetext-Interview.

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Census of Marine Life zeigt: Populäre Tiere sind winzige Minderheit

thumb52439Erste "Volkszählung der Meere" veröffentlicht

Drachenfisch: Erstmals gelang es, alle Meereswesen aufzulisten (Foto: Museum Victoria/Julian Finn)

Washington/New York (pte/03.08.2010/06:05) - Als Ende April die ganze Welt auf den Golf von Mexiko blickte, konnte niemand genau sagen, wie viele Meerestiere von der Ölkatastrophe betroffen sind. Diese Wissenslücke füllt nun der "Census of Marine Life" http://www.coml.org. Diese erste und bisher umfangreichste Auflistung aller Lebewesen, die in den Meeren leben, wird im Oktober 2010 präsentiert. Schon jetzt veröffentlicht die Fachzeitschrift PLoS ONE die wichtigsten Ergebnisse. "Wir können nun etwa sagen, dass an der Stelle, an der das Öl austrat, 8.344 bekannte Arten leben", berichtet Ron O'Dor, Census-Koordinator in Washington D.C., im pressetext-Interview.

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Europäer essen doppelt so viel Fisch wie sie dürften

1280157552i18746Forscher errechnen, wie viel Meeresfrüchte man nachhaltig fangen kann

Fischereihafen: EU-Flotten fahren um die ganze Welt (Foto: Markus Kräft/pixelio.de)

Brüssel/London (pte/31.07.2010/06:15) - Wer in der EU lebt und mehrmals wöchentlich Fisch isst, verhält sich seit dem 10. Juli nicht mehr nachhaltig. Eine Studie des New Ecomonics Foundation Nef mit der Umweltorganisation Pew Environment Group http://www.pewenvironment.eu hat einen EU-Fischkalender erstellt, bei dem die Menge an Fisch, die nachhaltig gefangen oder gezüchtet werden kann, mit der tatsächlichen Konsumation gegengerechnet wird. Demnach essen die Europäer doppelt so viel Fisch wie sie eigentlich dürften.

"Unsere EU-Fischfangflotten fahren um die ganze Welt, um Fische zu fangen. Das führt zu einer ökologischen Verschuldung der EU-Bürger", meint Mike Walker, Communications Manager der Pew Environment Group im pressetext-Interview. Die Umweltorganisation hat den Fischkalender sogar auf die einzelnen EU-Länder übertragen. "In Österreich ist dieses Debit bereits am 15. Jänner erreicht, in Deutschland erst am 5. Mai", so der Experte. "Im Prinzip geht es darum, das EU-Fischereirecht gründlich zu reformieren und Fischerei endlich nachhaltig zu machen."

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Die letzten Delfine in der Nordsee in Gefahr

München (ots) - Während die USA damit beginnen, die Kosten der Umweltbelastung der derzeitigen Ölkatastrophe zu errechnen, hat die Regierung Großbritanniens beschlossen, zwei Firmen zu erlauben, seismische Untersuchungen in Vorbereitung auf eine Öl- und Gasgewinnung im Moray Firth, einem Meeresschutzgebiet in Schottland, durchzuführen.

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