Aktuelles zum Klimawandel

Brasilien erlebt extreme Waldbrand-Saison

1283506494i9832Gefahr für positive Entwicklung im Regenwaldschutz

Waldbrand: Auch Brasilien macht ein besonders trockenes Jahr zu schaffen (Foto: WWF)

Brasilia/Frankfurt (pte/03.09.2010/12:10) - Brasilien erlebt derzeit eine Saison mit besonders vielen Waldbränden. Deren Zahl hat sich von Jänner bis August im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt, berichtet die brasilianische Luft- und Raumfahrtbehörde INPE http://www.inpe.br. Dahinter stehen vor allem Brandrodungen von Waldflächen für die Landwirtschaft. "Das Jahr war sehr trocken, was die Grundbesitzer nutzen, um Wälder zu roden oder bereits gerodete Flächen zu säubern. Viele Brände geraten dabei außer Kontrolle", erklärt Robert Maldonaldo, Amazonasexperte beim WWF Deutschland http://www.wwf.de, gegenüber pressetext.

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Ökologen fürchten Krill-Rückgänge

Antarktische Krebstierchen leiden unter boomenden Aquakultur1283438068i20106en

Krill: Die kleinen Krebstierchen sind bedeutend für die Nahrungskette (Foto: Brit. Antarctic Survey)

Oslo/Hamburg (pte/03.09.2010/11:25) - Antarktischer Krill spielt in der Nahrungskette eine wichtige Rolle, denn er ist Nahrung für zahlreiche andere Lebewesen. Experten gehen davon aus, dass Krill aufgrund der riesigen Menge zu den größten Proteinquellen der Erde zählt. Nun warnen Ökologen davor, dass der Druck der globalen Fischindustrie dem nur sechs Zentimeter großen Krill stark zusetzen könnte.

"Krill spielt in der weltweiten Aquakultur eine immer größere Rolle", so Meeresbiologe Volker Siegel vom Hamburger Institut für Seefischerei http://www.bfa-fish.de gegenüber pressetext. Fischmehl aus Krill ist hochwertiger als jenes, das aus anderen Fischen gewonnen wird. Siegel schätzt das Gesamtvolumen des weltweiten Krills auf etwa 60 Mio. Tonnen. "Es gibt jedoch große Verbreitungsschwankungen. In den Gewässern um die Südshetland-Inseln ist die Dichte an Krill besonders hoch."

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Klimawandel: Durchschnittstemperaturen steigen, mehr heiße Tage

Allgemeiner Erwärmungstrend zwingt zur frühzeitigen Anpassung an extreme Wetterereignisse

Deutscher Wetterdienst und Umweltbundesamt sehen die Prognosen der Klimaforschung durch die Entwicklung der Wetterdaten bestätigt. Extremwetterereignisse wie Starkniederschläge oder Hitzeperioden haben in den letzten Jahrzehnten messbar zugenommen. Aller Voraussicht nach wird ihre Anzahl und Intensität weiter ansteigen. „Die aktuellen Überschwemmungen in Pakistan, die lang anhaltenden Hitzewellen in Russland und Japan und das Hochwasser in Sachsen entsprechen den Erwartungen der Klimaforschung über die Zunahme von Extremwetterereignissen. Sie alle verdeutlichen, wie wichtig es ist, uns auf die Folgen vorzubereiten“, sagt Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes. Zwar lässt sich keines der extremen Wettereignisse allein dem globalen Klimawandel zuordnen.  Gleichwohl bestätigt sich der Trend einer Zunahme solcher Wetterextreme.

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Klimawandel: Spanien trifft es EU-weit am schlimmsten

1283252907i12946Tage heißer, Nächte bringen keine Abkühlung mehr

Strand: Spaniens Hitze lässt Urlauber und Einheimische stöhnen (Foto: pixelio.de/manwalk)

Salamanca/Zürich (pte/01.09.2010/06:10) - Spanien spürt den Klimawandel schon heute stärker als das restliche Europa. Das berichten Klimatologen der Universität Salamanca http://www.usal.es im "Journal Climatic Change". Die Forscher beziehen sich nicht auf den extremen spanischen Hitzesommer dieses Jahres, sondern auf Daten seit 1950. "Im südwestlichen Mittelmeerraum gab es seither die größten Temperaturveränderungen Europas, was jeweils die Tages- und Nachttemperatur betrifft", erklärt Studienleiterin Concepcion Rodriguez Puebla im pressetext-Interview.

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Lkw-Verkehrslawine überrollt Deutschland

1283334034i5973Experten wollen Güterverkehr sauberer machen

Container-Bahnhof: Schiene statt Straße spart Energie (Foto: ÖBB)

Berlin (pte/01.09.2010/12:05) - In Deutschland wird es zu einer weiteren Zunahme des Lkw-Verkehrs kommen. Derzeit sind mehr als 2,5 Mio. Nutzfahrzeuge im Einsatz. Das sind um nahezu zwei Drittel mehr als 1990. 2008 hat das Güterverkehrsaufkommen in Deutschland bei vier Mrd. Tonnen gelegen, die Güterverkehrsleistung bei rund 670 Mrd. Tonnenkilometern. In einer aktuellen Studie rechnen Experten damit, dass die Verkehrsleistung bis 2030 auf über 1.000 Mrd. Tonnenkilometer ansteigen wird.

"Mit dieser Tatsache verbunden ist die Frage, wie man den Güterverkehr umweltfreundlicher gestalten kann", so Gunnar Knitschky vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt im pressetext-Gespräch. Die Studie , die das DLR-Institut für Verkehrsforschung http://www.dlr.de zusammen mit Shell-Deutschland erstellt hat, kommt zum Schluss, dass sich die Fahrleistungen von schweren Lkw bis 2030 nahezu verdoppeln werden.

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Atlantis taucht wieder auf!

atlantisDas international bekannte Atlantis Natur- und Umweltfilmfest taucht mit packenden Umweltthrillern, international prämierten Dokumentationen und spektakuläre Tierfilmen wieder auf. Wer mehr zu aktuellen Themen wie Atomkraft oder das Sterben der Meere erfahren möchte, wer nach Hintergrundinfos zum Klimawandel sucht oder einfach nur eintauchen möchte in atemberaubende Naturfilme, sollte sich die letzte Woche im September vormerken und nach Wiesbaden kommen. Am Freitag, den 27. August, präsentierten Stadträtin Rita Thies, Projektleiter Uwe Stellberger und Katja Wiese von Naturefund e. V. das diesjährige Festivalprogramm der Öffentlichkeit.

Atlantis Natur- und Umweltfilmfest, 24. September bis 1. Oktober 2010

An acht Festival-Tagen werden in der Wiesbadener Caligari FilmBühne über 20 Filme gezeigt. Bei vielen Filmvorführungen werden Regisseure, Autoren, Kameraleute, Produzenten oder Redakteure zu Gast sein. Somit bietet sich den Zuschauern und Zuschauerinnen die Möglichkeit, direkt mit den Menschen hintern den Filmen ins Gespräch zu kommen.

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Baby-Boomer lässt der Klimawandel kalt

1282927406i21410Experte: "Klimaschutz bisher nur auf Junge ausgerichtet"

Golfspieler: Die Rentner von morgen werden beim Klimaschutz übersehen (Foto: pixelio.de/Sturm)

York (pte/30.08.2010/06:10) - Klimawandel ist ein Problem, das besonders alten Menschen zu schaffen macht. Gleichzeitig gehört die Baby Boomer-Generation, die bald in die ältere Gesellschaftsgruppe vorrückt, zu den größten Mitverursachern des Klimawandels. Zu diesem Schluss kommt eine schwedisch-britische Forschergruppe in einem Bericht. "Die Überalterung der Gesellschaft wird den Klimawandel zusätzlich verschärfen", so der Berichtsautor Gary Haq von der Universität York http://www.york.ac.uk im pressetext-Interview.

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Egal, was wir tun: Der Meeresspiegel steigt

1282730482i994030 bis 70 Zentimeter-Anstieg bis 2100 ist schon vorprogrammiert

Atoll in der Südsee: Meeresspiegelanstieg mit verheerenden folgen (Foto: W. Weitlaner)

Kopenhagen/Washington DC (pte/25.08.2010/13:50) - Drei internationale Klimaforscher kommen zum Schluss, dass der Meeresspiegel weltweit bis 2100 um 30 bis 70 Zentimeter ansteigen wird. Selbst die aggressivsten Methoden wie große Geo-Engineering-Projekte, die einem solchen Anstieg entgegenwirken sollen, werden darauf keinen Einfluss haben, berichten die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins PNAS.

"Steigende Meeresspiegel durch die globale Erwärmung werden mindestens 150 Mio. Menschen, die in Küstenregionen leben, das Leben schwer machen, schreibt Studienleiterin Svetlana Jevrejeva vom National Oceanographic Centre. "Selbst, wenn wir sofort alle Treibhausgasemissionen herunterfahren, wird es zu einem Anstieg kommen", ergänzt Studien-Co-Autor Aslak Grinstein vom Centre for Ice and Climate http://www.glaciology.net am Niels Bohr Institute der Universität von Kopenhagen gegenüber pressetext. "Dabei spielt die Klima-Trägheit eine entscheidende Rolle."

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Welterschöpfungstag: Menschen leben auf Pump

1282574161i2532Natürliche Ressourcen werden jedes Jahr schneller verbraucht

Feld: Die Weltbevölkerung verbraucht die natürlichen Ressourcen zu schnell (Foto: pixelio.de/jens)

Berlin/Frankfurt am Main (pte/23.08.2010/17:00) - Seit dem Wochenende lebt die Menschheit, was den Verbrauch an ökologischen Ressourcen angeht, wieder auf Pump. Dies ergeben Berechnungen des Ökologischen Fußabdrucks vom Global Footprint Networks, an dem auch der WWF http://wwf.de beteiligt ist. Der diesjährige "Welterschöpfungstag" war der 21. August. Damit rückt er im Kalender weiterhin stetig nach vorn. 2009 fiel er noch auf den 25. September.

"Den Rest des Jahres leben wir auf Kredit und verbrauchen die Reserven der Erde", so Christoph Heinrich, Geschäftsleiter Naturschutz des WWF Deutschland. Die vorhandenen Ressourcen der Erde verbrauche die wachsende Weltbevölkerung immer schneller. "Bis Ende 2010 werden wir voraussichtlich 150 Prozent unserer Ressourcen aufgebraucht haben", so Heinrich weiter. "Die Erde würde eineinhalb Jahre brauchen, um sich von diesem Raubbau zu erholen."

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Plastikmüll ist schlimmster Meeresverschmutzer

1282572730i554Forscher verfolgen Kunststoffabfall 22 Jahre lang

Plastikmüll aus dem Meer: Mengen sind etwas zurückgegangen (Foto: sea.edu)

Washington DC/Wien (pte/23.08.2010/16:35) - Plastikabfall ist der schlimmste Meeresverschmutzer überhaupt. Zu diesem Schluss kommt ein US-Forscherteam im Fachmagazin Science. Die Wissenschaftler haben die Menge von Plastikabfall im Atlantik über einen Zeitraum von 22 Jahren hindurch untersucht. Ihrer Meinung nach hat die Abfallmenge in den vergangenen Jahren zwar ihren Höhepunkt erreicht, dennoch schwimmt in den Meeren immer noch zuviel Plastikabfall.

Was die Forscher allerdings am meisten interessiert hat, waren die im Meer schwebenden Plastikteilchen, die Hinweise auf die Meeresströmungen an der Oberfläche geben. "Die meisten Plastikteilchen, die wir gefunden haben, ind nicht mehr als ein paar Millimeter groß", berichten die Wissenschaftler. Das traf auf mehr als 60 Prozent der insgesamt 6.136 Teilchen zu, die mit feinmaschigen Oberflächennetzen gesammelt wurden. Beteiligt an der Untersuchung waren neben der US-basierten Sea Education Association http://www.sea.edu auch das Woods Hole Oceanographic Institution und die Unversity of Hawaii.

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Macht und Geld statt Rettung des Klimas

1282564093i24430Indios kämpfen gegen Zerstörung - Die Welt schaut weg

Amazonas: Öl- und Holzkonzerne beuten Regenwälder ungehemmt aus (Foto: pixelio.de/Dieter Schütz)

München (pte/23.08.2010/15:30) - Es ist bereits fünf nach zwölf für den Klimaschutz, für die Rettung des Amazonas und anderer Gebiete. Das Überleben der Menschheit hängt vom Erhalt der tropischen Ökosysteme wie dem Amazonasbecken ab. So lagert zum Beispiel ein Drittel aller Süßwasservorkommen im tropischen Waldökosystem des Amazonas. Dennoch wird der Klimawandel jedes Jahr durch Abholzung von über zwei Mio. Hektar Amazonaswald beschleunigt.

Eine weitere Bedrohung stellen die Ölbohrlizenzen dar, die Staaten wie Ecuador, Peru und Brasilien an die großen Ölkonzerne vergeben haben. Ergebnis sind katastrophale Zerstörungen und Verseuchungen der Gebiete, die dem aktuellen Unglück im Golf von Mexiko in nichts nachstehen. Ölpipelines - zum Teil durch Banken wie der deutschen West LB finanziert - lecken immer wieder durch Erdbeben. Um Entsorgungskosten zu sparen, bleiben hochgiftige Stoffe auf dem Land und in den Gewässern zurück.

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