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Bücher für den Wandel: Arm durch Arbeit: Ein Undercover-Bericht
 
Titel:      Arm durch Arbeit: Ein Undercover-Bericht
Kategorien:      Analyse
BuchID:      3548373127
Autor:      Markus Breitscheidel
ISBN-10(13):      3548373127
Verlag:      Ullstein Taschenbuch
Publikationsdatum:      2010-02-10
Edition:      Ungekürzte Ausg., 1. Aufl.
Number of pages:      224
Sprache:      Nicht spezifiziert
Bewertung:      0 
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Beschreibung:      Product Description
2010 Ill. Deutschland; Leiharbeit; Arbeitsbedingungen; ErlebnisberichtDeutschland; Leiharbeit; Niedriglohn; Armut; Erlebnisbericht; DDC-Notation 331.257290943 [DDC22ger]; 339.460943 [DDC22ger]; Sachgruppe(n) 330 Wirtschaft kart. 19 cm Berlin 218 S. [Tas
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In einem Selbstversuch und durch persönliche Begegnungen mit Betroffenen überprüfen, welche Wirkungen die neue Wirtschaftspolitik und Sozialgesetzgebung im Sinne der Agenda 2010 einige Jahre nach ihrem Inkrafttreten entfaltet haben. So lautet die neue Aufgabe, die sich Undercoverreporter Markus Breitscheidel, … Jahre nach Erscheinen seines Erstlingswerkes gestellt hat, in dem er den Notstand in deutschen Pflegeheimen enthüllt hat.

Der studierte Wirtschaftswissenschaftler und ehemalige Marketingchef einer Werkzeugfirma schlüpft zu diesem Zweck in die Rolle eines Erwerbslosen, der auf Hartz IV angewiesen ist. Nach der staatlich verordneten Auflösung sämtlicher Rücklagen, die er für seine Altersversorgung gebildet hatte, versuchte Breitscheidel zunächst vergeblich, mit den 345 Euro ALG II im Monat über die Runden zu kommen, die ihm von der so genannten staatlichen Grundsicherung für erwerbsfähige Hilfebedürftige zum Leben übrig blieben. Zur Aufbesserung seiner leeren Haushaltskasse tat es Breitscheidel den Obdachlosen gleich und stöberte Abfall nach Pfandflaschen und -dosen, eine Errungenschaft von Rot-Grün, die er in seiner jetzigen Lage erst richtig zu schätzen lernte. „Fördern und fordern“ lautet das Motto der Schröderschen „Sozialreformen“. Und so blieb es nicht aus, dass er als Empfänger staatlicher Transferleitungen für produktive Aufgaben herangezogen wurde. Und so malochte er im Auftrag einer Leiharbeitsfirma für den halben Stundenlohn der Stammbelegschaft am Fließband bei Opel oder machte sich auf einer Erdbeerplantage für 2,50 Euro den Buckel krumm.

Eineinhalb Jahre dauerte der Selbstversuch. Das Ergebnis ist eine Sammlung von Sozialreportagen in bester Günter-Wallrafff-Manier, das für Furore sorgen dürfte.Arnold Abstreiter