Arktis-Klima kurz vor Kippe
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"Eisfreier Ozean schon in weniger als 20 Jahren möglich"
Arktischer Ozean: Sensibelste Stelle des Planeten (Foto: CSIC)
Barcelona (pte004/01.02.2012/06:15) - Nirgendwo auf dem Planeten tritt die Erderwärmung deutlicher in Erscheinung als in der Arktis. Die Anzeichen dafür häufen sich, dass in dieser Region bereits ein "gefährlicher Klimawandel" vor sich geht, wenn man die Definition des Weltklimarates IPCC heranzieht. Kritische Punkte seien hier bereits in Reichweite, bei denen kleine Veränderungen das gesamte System verändern können, schreiben spanische Polforscher vom Consejo Superior de Investigaciones Científicas http://csic.es in der Zeitschrift "Nature Climate Change".
Öl statt Klimaschutz?
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Ecuador will den Regenwald versteigern
München (ots) - Der Yasuní-Nationalpark in Ecuador und das ITT-Projekt haben in den letzten Jahren weltweit für heftige Diskussionen gesorgt. Schließlich galt es, ein winziges Stück des Regenwaldes für die Welt zu retten. Jetzt will die ecuadorianische Regierung in der "XI RONDA PETROLERA Y TERRITORIOS INDÍGENAS" (11. Runde über Erdöl und indigene Territorien) insgesamt 21 Lizenzgebiete im Regenwald an Ölgesellschaften versteigern. Dies kommt einem Exodus gleich, denn das Gebiet ist mehr als zehnmal so groß wie das ITT-Gebiet und wird von annähernd 100.000 Waldindianern bewohnt, die ihren Wald schützen und erhalten wollen. Das Land ist sieben indigenen Völkern nicht nur Heimat, sondern auch rechtmäßiges Eigentum, mit vom Staat anerkannten Landtiteln.
Palmöl-Biodiesel schadet Klima am meisten
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Experte: EU schürt CO2-Freisetzung in Tropenregionen
Palmöl-Plantage: verheerende Klimabilanz (Foto: Flickr/Tucano)
Bogor/Wien (pte001/27.01.2012/06:00) - Biodiesel aus den Ölpflanzen Palmöl, Jatropha und Soja schadet dem Klima mehr als fossile Treibstoffe. Diese Anklage, die bereits seit einigen Jahren besteht, haben nun Forscher durch Analysen von zwölf Betrieben in sechs Entwicklungsländern in Zahlen gefasst. "Die Ergebnisse verdeutlichen, dass wir vieles von dem, was wir bisher im Namen des Klimaschutzes betrieben haben, einstellen müssen", sagt Louis Verchot vom Center for International Forestry Research http://cifor.org .
CO2 verändert Verhalten von Meeresbewohnern
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Konzentration steigt bis 2100 von derzeit 380 auf 700 bis 900 ppm an
Fisch: Hoher CO2-Gehalt macht Tieren zu schaffen (Foto: pixelio.de, ich-und-du)
Oristano (pte001/23.01.2012/06:00) - Das zum Nationalen Forschungsrat CNR gehörende Istituto per l' Ambiente Marino e Costiero http://www.iamc.cnr.it hat den Einfluss des Kohlendioxidgehaltes der Meere auf das Verhalten von Fischen untersucht. Dabei wurden bei steigender CO2-Konzentration für das Überleben schädliche Verhaltensänderungen festgestellt.
Artensterben schlimmer als Klimawandel
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Gründung des UN-Biodiversitätsrates IPBES in Zielgerade
Frosch: Weltrat für Biodiversität vor dem Absprung (Foto: Flickr/Lee)
Kopenhagen/Leipzig (pte001/21.01.2012/06:00) - Die Bewahrung der Artenvielfalt und des ökologischen Gleichgewichts ist eine größere Herausforderung als die Dämmung der negativen Folgen des Klimawandels. Das behauptet Carsten Rahbek, Direktor des Zentrums für Makroökologie, Evolution und Klima der Universität Kopenhagen http://macroecology.ku.dk , anlässlich eines Vorbereitungstreffens für den UN-Biodiversitätsrat IPBES (Intergovernmental Panel for Biodiversity and Ecosystem Services), dessen Gründung für April 2012 erwartet wird.
Arktis droht Schicksal des Wilden Westens
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Eisschmelze bringt neue Machtverteilung und Ausbeutung der Umwelt
Tauendes Eismeer: Interesse für Arktis hoch wie nie (Foto: Flickr/Russill)
Toronto/Rovaniemi/Hamburg (pte022/16.01.2012/13:55) - Der arktische Ozean ist reich an Bodenschätzen und Ressourcen, besitzt kaum ergründete Fischereigebiete und liegt zudem strategisch genau zwischen den Weltmeeren. Da er im Zuge des Klimawandels immer mehr auftaut, möchte die ganze Welt von den Ressourcen profitieren. Die Region droht zum "Wilden Westen" zu verkommen. "Der arktische Rat als Sprachrohr der Anrainer muss sich neu orientieren", drängt Tony Penikett, früherer Premier im kanadischen Yukon und nunmehr Advisor im Munk-Gordon Arctic Security Program, im Interview mit pressetext.
Klimawandel bedroht Vögel und Schmetterlinge
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Tiere können sich an Temperaturerhöhungen nicht anpassen
Noch kann der Segelfalter dem Klimawandel folgen (Foto: Chris van Swaay)
Leipzig (pte020/11.01.2012/11:15) - Vögel und Schmetterlinge leiden unter dem Klimawandel. Die Temperaturen haben sich in den vergangenen beiden Jahrzehnten in Europa schneller erhöht als die Tiergruppen sich anpassen konnten. Die Tiere sind langsamer nach Norden gewandert als es ihre klimatischen Erfordernisse für nötig erscheinen lassen. "Einige der Schmetterlingsarten könnten durch den Klimawandel aussterben. Die meisten Arten werden nicht komplett aussterben, nur in bestimmten Regionen", sagt Oliver Schweiger vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) http://www.ufz.de gegenüber pressetext.
Resümee Durban: Klimapolitik gewinnt Dynamik
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China beendet Blockade, EU profiliert sich als Lokomotive
Schmelzendes Eis: Klimadiplomatie bewegt sich endlich (Foto: NASA)
Durban/Hamburg/Berlin (pte016/12.12.2011/12:45) - Der am gestrigen Sonntag beendete UN-Klimagipfel 2011 in Durban hat nur wenige konkrete Fortschritte erzielt: Die Staaten verständigten sich auf einen Weltklimavertrag zur Begrenzung der Erderwärmung, der bis 2015 erstellt und 2020 in Kraft treten soll, sowie auf eine neue Verpflichtungsperiode für das Kyoto-Protokoll. Während Politiker die Ergebnisse rühmen, beklagen Umweltexperten die erneute Verzögerung im Klimaschutz. Der Verlauf des teils chaotischen Verhandlungsmarathons deutet allerdings darauf, dass einige Karten der Klimadiplomatie neu verteilt wurden - besonders was die Rolle Chinas und der EU betrifft.
Löchriger Rettungsschirm fürs Klima: Kyoto-II zu schwach
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Neuer Weltklimavertrag aller Staaten steht in den Sternen. Bremserstaaten setzen Millionen Menschenleben aufs Spiel
Durban/Berlin (ots) - Dem Vorsitzenden des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger, reichen die Ergebnisse des Weltklimagipfels nicht. Zwar hätte alles noch schlimmer kommen können, aber Durban habe den Klimaschutz vertagt, sagte er. "Die Verhandler kommen vom Klimagipfel mit ziemlich leeren Händen nach Hause. Wie ein Kyoto-II-Abkommen aussieht bleibt unklar und ebenso, wie ein neuer Weltklimavertrag gestaltet wird. Der dringend benötigte Klimafonds kommt viel zu spät.
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Durban ist ein Schlag ins Gesicht für arme Menschen
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"Der fehlende politische Wille und Sinn für Dringlichkeit ist unentschuldbar - Klimawandel hat keinen Pausenknopf"
Bonn (ots) - 11. Dezember 2011. In Durban bedeutet das Ende der Klimakonferenz eine bittere Enttäuschung für die ärmsten Menschen auf der Welt, beklagt CARE International. "Die Verhandlungsparteien haben einfach ihre Hausaufgaben nicht erledigt, die sie in Cancún im letzten Jahr bekommen haben. Diese Aufgaben wären durchaus erreichbar gewesen mit ausreichendem politischen Willen. Damit lassen sie Millionen Menschen im Stich, die heute schon unter den Folgen des Klimawandels leiden und die aber am wenigsten Schuld an der Erderwärmung tragen", sagt Tonya Rawe, Policy-Referentin von CARE USA. "Der fehlende politische Wille und Sinn für Dringlichkeit ist unentschuldbar. Denn langfristig gesehen werden die menschlichen und wirtschaftlichen Kosten des Klimawandels jene der momentanen Wirtschaftskrise noch bei weitem übersteigen."
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