Mittwoch, 10. März 2010

Aktuelles zum Klimawandel: KlimaNews

5. ExtremWetterKongress mit Besucherrekord

Neue Erkenntnisse zum Klimawandel vorgestellt


Bremerhaven (ots) - Mit über 800 Teilnehmern aus Wissenschaft, Medien, Wirtschaft und Politik verzeichnet der ExtremWetterKongress am letzten Tag einen Besucherrekord. "Das Interesse an den Themen auf dem ExtremWetterKongress zeigt auch, dass die Bedeutung in der Öffentlichkeit zugenommen hat.", so Veranstalter Frank Böttcher, Leiter des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation. Neben der Analyse und der Folgen von extremen Wetterereignissen ist der vom Mensch versursachte Klimawandel Konsens auf dem Kongress, der in diesem Jahr im Bremerhavener Klimahaus 8° Ost stattfindet. In vier Bereichen wurden dabei neue Ergebnisse präsentiert.

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Fossile Korallenriffe überlebten große Hitze

1267627906i2545Experte warnt vor verfrühten Hoffnungen

Untersuchungen an der Huon Halbinsel (Foto: John Pandolfi)

Brisbane/München (pte/04.03.2010/06:05) - Fossile Korallenfunde von vor 500.000 Jahren deuten darauf hin, dass die riffbildenden Organismen im Laufe der Zeit größeren Hitzestress vertragen haben, als bisher angenommen. Demnach hatten die Korallen offensichtlich nicht nur höhere Temperaturen, sondern auch große Meeresspiegelschwankungen überlebt, berichten Forscher des ARC Center of Excellence for Coral Reef Studies http://www.coralcoe.org.au der Universität Queensland.

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Klimawandel stellt Ballungsräume vor große Herausforderungen

Bremerhaven (ots) - Auf dem 5. ExtremWetterKongress diskutieren Wissenschaftler intensiv über die Folgen des Klimawandels für die Ballungsräume in Deutschland, einem der großen Themen auf dem diesjährigen ExtremWetterKongress. Im Rahmen der Pressekonferenz äußerten sich die Teilnehmer zu den erwarteten Entwickliungen. Frank Böttcher, Leiter des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation: "In den Sommermonaten müssen Ballungsräume in Zukunft vermehrt mit Starkregenereignissen rechnen, deren Wassermengen größer sind, als die Kapazitäten der Kanalisation."

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Wiederbewaldung klüger als CO2-Abscheidung

1267024679i7701Waldschutz: Vermiedenes Treibhausgas kostet 12 Cent pro Tonne

Der Regenwald und seine gigantische Artenvielfalt (Bild: Pekny/Schickhofer)

Wien (pte/27.02.2010/06:05) - Die großtechnische Abscheidung von CO2 in Kraftwerken ist viel teurer als der einfache Waldschutz. Zu diesem Schluss kommt der Humanökologe Peter Weish von der Wiener Universität für Bodenkultur http://www.boku.ac.at im pressetext-Interview. Die Kostenschätzungen einer solchen Abscheidung bewegen sich im Bereich von 50 bis 150 Euro pro Tonne, wobei bei manchen Angaben Transport und Lagerung nicht enthalten sind. Die Bewahrung eines Hektars Regenwald - dessen Zerstörung der Freisetzung von rund 600 Tonnen CO2 gleich zu setzen ist - kostet pro Tonne lediglich 0,12 Euro.

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Die 3000 weltgrößten Konzerne verursachten 2008 Umweltschäden in Höhe von 2,2 Billionen Dollar

Würde man den 3000 größten Unternehmen der Welt, die von ihnen verursachten Kosten an Umweltverschmutzung und anderen Schäden an der Umwelt in Rechnung stellen, würde das mehr als ein Drittel ihrer Gewinne kosten, so eine bisher unveröffentlichten Studie der Vereinten Nationen.

Der Bericht wird auch von der wachsenden Besorgnis darüber getragen, dass niemand für die Nutzung, den Verlust und die Beschädigung der Umwelt, die mit dem raschen Rückgang an Süßwasser-, Fischerei und fruchtbaren Böden krisenhafte Ausmaße erreicht hat,  zahlen muß.

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Luftverschmutzung Asiens stoppt Erderwärmung

1266493370i15220Experten: Kein Grund zum Jubeln

Aerosole aus Kohlekraftwerken stoppen Erwärmung - aber nicht überall (Foto: pixelio/R. Handke)

Washington DC (pte/18.02.2010/12:44) - Dicke, graue Smogwolken über weiten Teilen Asiens haben auch ihre positive Seite. Sie reflektieren das Sonnenlicht ins All zurück. Forscher um Dave Shindell vom vom NASA Goddard Institute for Space Studies haben nun errechnet, wie und wo die Luftverschmutzung von Kohlekraftwerken den Treibhauseffekt verlangsamen kann. Zum Jubel besteht allerdings kein Anlass, denn ausgerechnet gesundheitsschädliche Aerosole tragen dazu bei.

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Schlechte Noten für Geo-Engineering-Projekt

1266410102i15963CO2-Reduzierung durch künstlichen Auftrieb im Meer ungeeignet

Modell der Erwärmung nach Abstellen der Pumpen (Grafik: ifm-geomar.de)

Kiel (pte/17.02.2010/13:59) - Einer neuen Studie des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) http://www.ifm-geomar.de zufolge ist das System der CO2-Reduzierung durch künstliches Hochpumpen von nährstoffreichem Wasser ungeeignet. Computersimulationen mit einem Erdsystemmodell haben gezeigt, dass das System einen relativ geringen Nutzen hat und es zudem mit erheblichen Risiken verbunden ist, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Geophysical Research Letters.

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Grönlands Gletscher verschwinden von unten

1266237489i10150Schmelze geschieht unter der Wasseroberfläche

Grönlands Gletschern geht es an den Kragen (Foto: pixelio.de/MKJune)

Irvine/Wien (pte/15.02.2010/13:55) - Ein Forscherteam der University of California, Irvine (UCI) http://www.uci.edu hat in einer aktuellen Studie im Wissenschaftsmagazin Nature Geoscience bewiesen, dass die Gletscher in Grönland von unten her schmelzen. 75 Prozent des Eisverlustes der Gletscher wird von zu warmen Meerwasser verursacht.

"Es gibt ein Bild in der Öffentlichkeit, das sich eingeprägt hat und das sieht so aus, als würden die Gletscher nur Eis verlieren, wenn Eisberge abbrechen", so Studienautor Eric Rignot von der UCI. "Wichtig ist jedoch, was unter der Wasseroberfläche geschieht." Im Sommer 2008 hat das Forscherteam Salzgehalt, Temperatur und Strömungsgeschwindigkeiten in der Nähe von vier kalbenden Gletschern gemessen und die Daten nun ausgewertet.

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38 Prozent der Erde könnten zu Wüsten werden

1265904449i10787Afrikas grüne Mauer soll Sahara-Ausbreitung stoppen

Wüsten breiten sich immer weiter aus (Foto: Wolfgang Weitlaner)

Bonn/Washington (pte/12.02.2010/12:10) - Forscher des Spanischen Institute of Agro Food Research and Technology (IRTA) http://www.irta.es haben die Ausbreitung der Wüsten weltweit untersucht und erschreckende Ergebnisse geliefert. 38 Prozent der Land-Erdoberfläche sind Trockengebiete. Damit sind sie gefährdet, zu Wüsten zu werden, berichten die Forscher um Montserrat Nunez im International Journal of Life Cycle Assessment.

 

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Hitzestress setzt Meeresbiologie stark zu

1265726251i8216Forscherin untersucht Folgen des Klimawandels auf marine Ökosysteme

Lena Eggers untersuchte den Hitzestress auf benthische Kleinstalgen (Foto: privat)

Kiel (pte/10.02.2010/06:05) - Dass wärmere Temperaturen zahlreichen Meerestieren stark zusetzen können, ist mehrmals bewiesen worden. Nun hat eine Meeresbiologin am Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) http://www.ifm-geomar.de festgestellt, dass auch marine Mikroorganismen, die für das gesamte Ökosystem bedeutend sind, unter starken Stress geraten.

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Nachhaltiges Wachstum braucht Vielfalt und Recht

Umweltexpertin: "Freikaufen von Problemen funktioniert nicht"

Vereinfachende Klimalösungen sind kontraproduktiv, so Christine von Weizsäcker (Foto: Pernsteiner)

Wien (pte/30.01.2010/06:10) - Die derzeit verbreitete Vorstellung eines Wachstums, das sich auf wirtschaftliche Prosperität beschränkt, ist stark vereinfachend und gleicht einer Massenhysterie. Nachhaltig wird Wachstum erst, wenn es Vielfalt, Dialog und Gerechtigkeit berücksichtigt. Das betont die deutsche Biologin und Umweltaktivistin Christine von Weizsäcker im pressetext-Interview anlässlich der Konferenz "Wachstum im Wandel" http://www.wachstumimwandel.at.

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