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Unternehmen müssen Risikokapital bereitstellen und mehr investieren

Wien/Berlin (pte009/14.09.2011/10:00) - Erneuerbare Energie ist im Überfluss vorhanden. Allein durch strenge Nachhaltigkeitskriterien und die Anwendung bereits vorhandener Technologien kann annähernd der komplette globale Energiebedarf bis 2050 aus erneuerbaren Quellen stammen. Dies zeigt eine Studie des WWF http://wwf.panda.org und des internationalen Energieberatungsunternehmens Ecofys http://ecofys.de , die im Rahmen einer Veranstaltung der Allianz Gruppe in Österreich http://allianz.at präsentiert wurde.

Optimismus trotz steigender Bevölkerungszahl

Die Studie basiert auf einem entwickelten Szenario, das die technischen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen aller Energieträger, aller Regionen und aller Sektoren des weltweiten Energiesystems untersucht hat. Das Szenario besagt, dass die Energienachfrage durch konsequente Effizienzmaßnahmen bis 2050 um 15 Prozent sinken kann, obwohl die globale Bevölkerungszahl auf neun Mrd. steigt.

"Es gibt genug gute Gründe für diese optimistische Einschätzung: Steigende Preise für fossile Brennstoffe, das zunehmende Bekenntnis zu Umwelt- und Klimaschutz und nicht zuletzt die politischen Rahmenbedingungen schaffen ein positives Umfeld für erneuerbare Energien", so Daniel Kluge, Referent für Medien und Politik beim Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) http://www.bee-ev.de , gegenüber pressetext.

Unternehmen sind gefordert

Eine zentrale Rolle in diesen Entwicklungen spielen laut der Studie die Unternehmen: Entscheidend für den Erfolg sind eine Entwicklung hin zu einem weltweit nachhaltigen Lebensstil und die Bereitschaft für eine umfassende Vorfinanzierung. "Die Wirtschaft ist gefordert, durch die Bereitstellung von Risikokapital, die Investition in Forschung und Entwicklung sowie in klimaneutrale Produkte, 'grüne' Märkte zu kreieren", sagt WWF-Energiepolitikexperte Stephan Singer.

"Unterstützend wirkt, dass neben Ländern und Unternehmen andere Akteure mit ins Spiel kommen. So entdecken Städte und Kommunen die zunehmende Bedeutung und setzen verstärkt auf erneuerbare Energien", ergänzt Kluge im Gespräch mit pressetext. Die hohe regionale Wertschöpfung werde zunehmend erkannt.

Freilich gibt es auch eine negative Seite: Viele deutsche und US-amerikanische Unternehmen machen aufgrund der starken Konkurrenz aus Asien besonders im Bereich der Solarenergie Millionenverluste. "Hier entsteht ein zwiespältiges Bild. China hat im Vergleich zu Deutschland beispielsweise ganz andere Kapitalmarktbedingungen. Insofern ist das ein unfairer Wettbewerb. Global gesehen stellt der Preisdruck jedoch einen beschleunigenden Faktor zugunsten der erneuerbaren Energien dar", sagt Kluge.

Vier Bio. Euro Ersparnis

Die Wege zum sauberen Energiesystem liegen vor allem in moderner und innovativer Technik, den enormen Einsparungsmöglichkeiten bei Gebäuden, im Verkehr und der Industrie, in Energieeffizienz und in intelligent konzipierten Stromnetzen. Erneuerbare, saubere Energien und Kreislaufwirtschaftsprozesse wie Recycling sind weitere tragende Elemente.

Ein nachhaltiges Energiesystem spart laut Studie vier Bio. Euro pro Jahr. Hürden für höhere Investitionen in erneuerbare Energien sind vor allem der hohe Investitionsaufwand und noch immer hohe Subventionen für fossile Energieträger.

Quelle: pressetext.redaktion