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Experte: Atomausstieg ist für Energiekonzerne verkraftbar

Düsseldorf/Berlin (pte031/28.09.2011/15:05) - Der Rückbau der Atomkraftwerke in Deutschland im Zuge des Atomausstiegs wird für die großen Energiekonzerne nicht billig. E.ON, RWE & Co müssen mit Kosten von mindestens 18 Mrd. Euro rechnen, wie eine Studie der Unternehmensberatung Arthur D. Little http://adlittle.de zeigt.

Langfristiger Prozess

"Der Ausstieg aus der Atomenergie im Jahr 2022 wird enorme Kosten verursachen", meint auch Jochen Diekmann, Energieexperte am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) http://diw.de , im Gespräch mit pressetext. Insgesamt stelle der Rückbau eine enorme finanzielle Herausforderung dar. "Für die Stilllegung selbst ist zudem ein hoher personeller Aufwand nötig. Damit sind auch hohe Kosten verbunden", ergänzt Diekmann. Acht Atomreaktoren sind in Deutschland in Folge der Katastrophe in Fukushima bereits endgültig stillgelegt worden.

Die Unternehmensberater haben die Kosten des Rückbaus auf die einzelnen Komponenten und Tätigkeiten herunter gebrochen und für jedes Kraftwerk abgeschätzt, wie viel der Rückbau kosten dürfte. Demnach reicht die Spanne von 670 Mio. Euro bis 1,2 Mrd. Euro je Anlage. Die Experten warnen jedenfalls vor Engpässen und schätzen den Atomausstieg in Deutschland als schwierig ein.

Keine Existenzprobleme

Der Ausstieg aus der Atomkraft schlägt sich jedenfalls in den Bilanzen der großen Unternehmen nieder. "Zwar tragen die Energiekonzerne die Hauptlast, diese werden aber den Atomstopp verkraften", meint Diekmann. Schließlich hätten die Konzerne enorme Gewinne verzeichnet. "Ich sehe keine Existenzprobleme", so der Energieanalyst gegenüber pressetext.

Zudem suchen die Versorger verstärkt nach Alternativen und engagieren sich zum Beispiel im Bereich erneuerbare Energien. "In diesem Sektor tummeln sich aber schon viele, kleinere Akteure, die den großen Konzernen Marktanteile wegnehmen", erklärt Diekmann.

Quelle: pressetext.redaktion