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Berlin (ots) - Zwei Drittel der Umfrage-Teilnehmer aus dem aktuellen Klima-Barometer wollen in 2012 ihr Gebäude modernisieren. Steigende Energiekosten sind dabei eindeutig die Hauptmotivation für eine Modernisierung. Das Interesse am Klimaschutz ist der Kostenfrage nachgeordnet, wie die Ergebnisse des von der gemeinnützigen co2online GmbH veröffentlichten Klima-Barometers aus dem ersten Quartal 2012 zeigen. Gefragt nach dem wichtigsten Anreiz für Modernisierungen, nennen 46 Prozent der Befragten den Anstieg der Energiekosten. Staatliche Förderungen oder steuerliche Anreize stehen mit jeweils 22 Prozent an zweiter Stelle. Bei den für 2012 geplanten Maßnahmen nehmen Dämmung (26 Prozent) und Heizungsoptimierung (25 Prozent) die vordersten Plätze ein. Das Reduzieren der Energiekosten durch Effizienzmaßnahmen ist für die Befragten also auch bei ihrer kurzfristigen Planung am wichtigsten. Den Einsatz von Solarenergie planen 14 Prozent.

Der Index für das öffentliche Interesse am Klimaschutz ist im ersten Quartal 2012 dagegen weiter gesunken. Mit 60 Punkten fällt er auf einen der niedrigsten Werte seit Einführung des Indexes im Jahre 2009 und kann damit nicht von der vor einem Jahr angestoßenen Energiewende profitieren. Im Vordergrund der Diskussion stehen in erster Linie die Stromversorgung und der Netzausbau. Die Rahmenbedingungen für eine Steigerung der Energieeffizienz bleiben dagegen weiter unsicher. Die Bedeutung von Klimaschutz und Energieeffizienz für das Gelingen der Energiewende ist in der öffentlichen Wahrnehmung weniger wichtig. Die durch die Umfrage aufgezeigten positiven Trends schlagen sich dementsprechend auch bisher nicht in einer allgemeinen Steigerung der Modernisierungsrate nieder. Von Experten wird angesichts dieser Entwicklungen bereits jetzt angezweifelt, dass die langfristig angestrebten Klimaschutzziele bis zum Jahr 2050 mit den bisher eingeleiteten Schritten zu erreichen sind.

Das Klima-Barometer 01/2012 mit allen weiteren Ergebnissen sowie aktuelle Grafiken stehen im Internet unter www.klima-sucht-schutz.de/mitmachen/klima-barometer zum Download bereit.

Über das co2online Klima-Barometer

Das Klima-Barometer ermittelt quartalsweise die Einstellung der Bevölkerung gegenüber aktuellen Fragen zu Klimaschutz, Klimawandel und Energiever-brauch sowie das öffentliche Interesse an diesen Themen. Jede Ausgabe besteht aus zwei Bereichen: Besucher der co2online-Webseiten können ei-nerseits an Online-Umfragen zu aktuellen Themen teilnehmen. Außerdem enthält das Klima-Barometer einen quartalsweise fortgeschriebenen Index. Der Index basiert auf einer Auswertung von vier relevanten Indikatoren (1. Experteneinschätzung zum Interesse in der Bevölkerung am Klimaschutz und zur Höhe der Nachfrage nach ihrer Expertise zum Thema, 2. Anzahl der Me-dien-Beiträge im betreffenden Quartal zu den Themen Klimawandel, Klimaschutz und Energiesparen, 3. Interesse der Internet-Öffentlichkeit, gemessen an der Häufigkeit der Suchbegriffe Klimawandel, Klimaschutz und Energie-sparen bei Google, 4. Nutzungsfrequenz ausgewählter Ratgeber der Klimaschutzkampagne zu Energiesparmaßnahmen und Energieeffizienz). Die einzelnen Indikatoren werden in einen Indexwert umgerechnet, der sich um den Durchschnittswert von 100 Punkten bewegt.

Herausgeber des Klima-Barometers ist die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online mbH. co2online setzt sich für die Senkung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes ein. Mit interaktiven Energiespar-Ratgebern, einem Energiesparkonto, Heizspiegeln und Heizgutachten motiviert sie den Einzelnen, mit aktivem Klimaschutz auch Geld zu sparen. Ein starkes Netzwerk mit Partnern aus Medien, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik unterstützt verschiedene Informationskampagnen. co2online initiiert unter anderem die vom Bundesumweltministerium geförderte Verbraucherkampagne "Klima sucht Schutz" (www.klima-sucht-schutz.de) und betreut das deutsche Team im von der Europäischen Kommission geförderten "Energiesparcup" (www.energiesparcup.de).

Quelle: co2online gemeinnützige GmbH