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Erstes High Level Meeting der Afrika-EU Energiepartnerschaft

Wien, Österreich, 21. und 22. April 2010

Wien, 14. April 2010. Genug Energie für unsere Bedürfnisse bereitzustellen ist die wichtigste Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Die Welt steht am Scheideweg: Woher wird die Energie kommen, um die Wirtschaftsentwicklung anzutreiben und für Millionen Menschen ein tägliches Einkommen und ein Leben in Würde sicherzustellen? Wie verwundbar sind unsere Gesellschaften und Wirtschaftssysteme, wenn die Energiepreise steigen oder der Nachschub an Energie unterbrochen wird? Kriege um Energie – können wir sie eindämmen und in Zukunft verhindern? Wie können wir unsere Art, Energie zu nutzen, verändern, um unseren Planeten nicht weiter zu zerstören und dem Klimawandel entgegen zu wirken?

Energie ist das Herzstück von Entwicklung. Sie ist unabdingbar, damit eines der wichtigsten Millenniumentwicklungsziele erreicht werden kann: die Zahl der Armen und Hungernden auf der Welt bis 2015 zu halbieren. Energie ist eine Grundvoraussetzung für moderne Schulen und Universitäten, für kommunale Dienstleistungen, für Gesundheitszentren, für die gekühlte Lagerung und gesunde Zubereitung von Nahrung. Sie ist auch unentbehrlich für politische Teilhabe durch moderne Kommunikations- und Informationstechnologien. Eine zuverlässige und nachhaltige Energieversorgung ist deshalb zentrale Herausforderung für Afrika und Europa.

Die Zeit ist reif, neue Wege zu gehen: Afrikanische und europäische Staatsoberhäupter und Regierungen haben im Dezember 2007 in Lissabon die Afrika-EU Energiepartnerschaft (AEEP) auf den Weg gebracht. Sie ist eine von acht strategischen Partnerschaften, die im Rahmen der gemeinsamen Afrika-Strategie von Europäischer und Afrikanischer Union geschaffen wurden. In dieser gleichberechtigten Partnerschaft legen die beiden Kontinente ihre Kenntnisse und Ressourcen gemeinsam in die Waagschale, stimmen ihre Interessen ab und koordinieren ihre Politiken, um der Herausforderung auf dem Energiesektor Hand in Hand zu begegnen. Indem Afrika und Europa ein eigenes Netz zwischen beiden Kontinenten knüpfen – auch ganz buchstäblich in Form interkontinentaler Übertragungsleitungen – fassen sie ihre Kräfte zum gemeinsamen Vorteil zusammen.

Die AEEP ist ein langfristig angelegtes Rahmenwerk für politischen Dialog und Zusammenarbeit zwischen Afrika und der Europäischen Union, in dem strategisch wichtige Themen vorangetrieben werden:

- Die Partnerschaft wird den bestehenden Dialog zwischen Afrika und der Europäischen Union über den Zugang zu Energie und Energiesicherheit auf lokaler, nationaler, regionaler, kontinentaler und globaler Ebene stärken.

- Die Partnerschaft wird die Voraussetzungen für mehr europäische und afrikanische Investitionen in Energieeffizienz, Energieinfrastruktur und Übertragungsleitungen innerhalb Afrikas und zwischen Afrika und Europa schaffen.

- Die Partnerschaft wird ein Programm zur gemeinsamen Förderung erneuerbarer Energien auflegen, das neue Möglichkeiten für Handels- und Geschäftskooperation zwischen Afrika und Europa schaffen wird.

Der gemeinsame Vorsitz der Partnerschaft wird von Österreich und Deutschland auf der europäischen Seite und Mauritius und der Afrikanischen Union auf der afrikanischen Seite wahrgenommen. Die österreichische Regierung ist Gastgeber des ersten High Level Meetings in Wien. Wien ist eine europäische Drehscheibe für Energiefragen und Sitz der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEA), der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) und anderer internationaler Organisationen.

Im Rahmen der Partnerschaft finden folgende Veranstaltungen in der Wiener Hofburg,

Josefsplatz 1, 1014 Wien, statt:

Das AEEP High Level Meeting (21. April 2010) ist das erste seiner Art. Es bringt führende Politiker und Entscheidungsträger aus Afrika und Europa zusammen. Auf der Veranstaltung werden konkrete Ziele und ein Fahrplan zu ihrer Umsetzung verabschiedet.

Pressekonferenz: Am Mittwoch, den 21.04.2010, 12:00 Uhr, werden auf einer Pressekonferenz die Ergebnisse der Konferenz und die politische Ausrichtung für die Zukunft von Dr. Elham M.A. Ibrahim, Kommissarin für Infrastruktur und Energie, Kommission der Afrikanischen Union, Günther H. Oettinger, Kommissar für Energie, Europäische Kommission, Dr. Reinhold Lopatka, Staatssekretär, Bundesministerium für Finanzen, Republik Österreich und Dr. Friedrich Kitschelt, Abteilungsleiter, Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit, Bundesrepublik Deutschland der Öffentlichkeit präsentiert.

Das Global Forum on Sustainable Energy (22 April 2010) bietet afrikanischen und europäischen Experten die Möglichkeiten, die wichtigsten Fragen des High Level Meetings vertieft zu diskutieren.