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Investitionen in Erneuerbare Energien zahlen sich doppelt aus

Berlin (ots) - Die Weltbevölkerung kann ihren Ölverbrauch bis zum Jahr 2050 um 80 Prozent reduzieren und damit 650 Gigatonnen CO2 einsparen. Die Schlüssel dazu sind wesentlich effizientere Autos und ein massiver Ausbau der Erneuerbaren Energien. Damit würde kein Öl aus der Arktis oder anderen neu zu erschließenden Quellen benötigt. Im Bereich der Erneuerbaren Energien entstünden bis zum Jahr 2020 mehr als fünf Millionen Arbeitsplätze. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse des heute von Greenpeace vorgestellten Energieszenarios "Energie [R]evolution: Ein nachhaltiger Weltenergieausblick".

Gefahr einer Kernschmelze 200 Mal höher als gedacht

Mainz (pte027/23.05.2012/13:45) - Das Risiko einer Nuklearkatastrophe wurde bisher um mindestens den Faktor 200 unterschätzt. Das zeigen Forscher des Max-Planck-Instituts für Chemie http://mpic.de in der Zeitschrift "Atmospheric Chemistry and Physics". Alle zehn bis 20 Jahre kommt es laut ihren Berechnungen zu einer Kernschmelze in einem der heute aktiven Reaktoren. Betrachtet man die einzelnen Regionen, lebt es sich in Westeuropa - allen voran in Süddeutschland - am gefährlichsten: Alle 50 Jahre ist hier den Mainzer Abschätzungen zufolge mit einer radioaktiven Kontamination zu rechnen.

Flasbarth: Sonne und Wind können Basis der Wirtschaftsentwicklung in der Mittelmeerregion werden

„Mehr Wind- und Sonnenenergie können die wirtschaftliche Entwicklung in Nordafrika und im Mittleren Osten unterstützen und einen klimaverträglichen Zugang zu Energie für die Bevölkerung in der Region sichern“, erklärte Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA). Er eröffnete am Dienstag (15.05.2012) gemeinsam mit dem marokkanischen Umwelt- und Energieminister Fouad Douiri in Marrakesch eine zweitägige internationale Konferenz zu erneuerbaren Energien im Mittleren Osten und Nordafrika (MENAREC – Middle East and North African Renewable Energy Conference).

IEA-Chefökonomen Fatih Birol fordert Europas Politiker auf, die Abhängigkeit vom Öl reduzieren - Kein physischer Engpass

Hamburg (ots) - 13. Mai 2012 - Die anhaltend hohen Preise für Erdöl und Benzin bedrohen nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) die Weltwirtschaft. Sie "könnten die Erholung der Konjunktur strangulieren und die Weltwirtschaft zurück in die Rezession treiben", warnte IEA-Chefökonom Fatih Birol im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe 6/2012, EVT 16. Mai). Die IEA, ein Zusammenschluss der großen Erdöl-Verbraucherstaaten, entscheidet im Krisenfall über die koordinierte Freigabe der strategischen Öl- und Benzinvorräte des Westens. Birol lehnt es entschieden ab, diese Vorräte anzuzapfen: "Die Ölreserven sollten genutzt werden, wenn es einen echten physischen Angebots-Engpass gibt", sagte er, und der liege nicht vor.

Stromgestehungskosten sinken kontinuierlich

Freiburg/Berlin (pte004/12.05.2012/06:15) - Im Gegensatz zu den steigenden Energiepreisen bei fossilen und nuklearen Stromquellen sinken die Stromgestehungskosten aller erneuerbaren Energien seit Jahrzehnten kontinuierlich, wie eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE http://ise.fraunhofer.de zeigt. Ein wesentliches Ergebnis der Untersuchung ist, dass die Stromgestehungskosten bei der Photovoltaik nicht nur in Regionen mit sehr hoher Sonneneinstrahlung, sondern auch in Deutschland unterhalb des Endkundenstrompreises liegen.

Nach Analysen von Bloomberg New Energy Finance sind die Investitionen in erneuerbare Energien im ersten Quartal des laufenden Jahres deutlich zurückgegangen. Wie die Marktforscher ermittelten, sanken die weltweiten Investitionen auf 27 Mrd. US-Dollar (rund 20,5 Mrd. €), was gegenüber dem letzten Quartal des Vorjahres einem Rückgang von 28 Prozent entspricht. Damit bestätigt sich auch weltweit der von Seiten des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) beklagte Trend abnehmender Investitionen in erneuerbare Energien.

Wer schon immer mal wissen wollte, wieviel grüner Strom im eigenen Dorf oder der eigenen Stadt produziert wird, der findet im neuen Energieatlas von energie-experten.org alle nötigen Informationen. Von Windenergie bis zur Geothermie deckt der Energieatlas alle erneuerbaren Energiequellen ab und beschreibt für jeden Ort, wieviele Kilowattstunden Ökostrom auf den heimischen Dächern, durch Wasserkraft oder aus Biogas produziert werden.

Zehntausende fordern von Bundesregierung schnelle Energiewende und Atomausstieg

Berlin (ots) - Unter dem Motto "Fukushima mahnt: Atomanlagen jetzt abschalten!" haben am Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima mehrere zehntausend Menschen in sechs Regionen in Deutschland demonstriert. Zu ihren Forderungen gehörten die Einstellung der Urananreicherung im nordrhein-westfälischen Gronau und ein Neustart beim Umgang mit dem radioaktiven Atommüll. Gorleben und Schacht Konrad müssten als Endlagerstandorte aufgegeben und der Atommüll aus den Lagern Asse II und Morsleben herausgeholt werden.