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Experten fordern neue Strukturen für globale Umweltpolitik

Stockholm/Amsterdam (pte003/25.11.2011/06:10) - Ein "Weltumweltrat" sollte geschaffen werden, um die drohenden Gefahren unseres Planeten abzuwenden. Das fordern internationale Umweltexperten anlässlich der Klimakonferenz in Durban. "Es gibt bisher 900 internationale Umweltabkommen, doch der Mensch zerstört die Umwelt weiter und gefährdet seine Zukunft und die der Erde. Besserung gelingt nur, wenn wichtige Umweltenscheidungen global statt national fallen - was neue politische Strukturen erfordert", betont Owen Gaffney, Sprecher des Internationalen Geosphären-Biosphären-Programms IGBP http://igbp.net , gegenüber pressetext.

UNEP drängt auf schnelle Reduktion kurzlebiger Klimagase

London/Laxenburg (pte/25.11.2011/14:00) Zwei Mio. Menschen und 32 Mio. Tonnen Ernteverluste könnten entschiedene Maßnahmen im Klimaschutz retten - und zwar pro Jahr. Das berichten Forscher vom UN-Umweltprogramm (UNEP) http://unep.org sowie vom International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) http://iiasa.ac.at zum Auftakt der Klimakonferenz in Durban. Wenngleich die Staaten die CO2-Reduktion weiter verfolgen sollten, wäre eine Strategie, die sich zusätzlich auf die klimaschädlichen Russpartikeln, Ozongase und Methan konzentriert, die mittelfristig effektivste Maßnahme zur Erreichung der Klimaziele.
"Mit der CO2-Strategie alleine ist das Zwei-Grad-Ziel im Klimaschutz nicht zu erreichen. Nötig ist deshalb, zusätzlich auch bei Methan und Dieselruss - die beide sehr kurzfristige Treibhausgase sind und nur zwei Wochen in der Atmosphäre bleiben - anzusetzen. Hier würde Klimaschutz schnelle Effekte erzielen und zudem viele auch gesundheitliche Vorteile bringen", berichtet IIASA-Mitautor Zbigniew Klimont im pressetext-Interview.

Nachhaltige Zukunft nur bei CO2-Rückgang schon in nächsten Jahren

Exeter/Zürich (pte002/22.11.2011/06:05) - Zwei Grad darf die Globalerwärmung gegenüber dem Niveau vor der Industrialisierung maximal betragen, lautet das im Vorjahr in Cancun von allen 194 Staaten verabschiedete Ziel. Dass dieses noch zu erreichen ist, bestätigt nun ein internationales Forscherteam in der Zeitschrift "Nature Climate Change". Die Auswahl der Optionen dafür ist allerdings sehr beschränkt: "Die CO2-Emissionen müssen schon in den nächsten beiden Jahrzehnten zurückgehen und auf Null absinken", berichtet Studienautor Reto Knutti von der ETH Zürich http://iac.ethz.ch im pressetext-Interview.

Anpassung an Klimawandel muss Vulnerabilität stärker berücksichtigen

Kampala/Bonn (pte004/19.11.2011/06:15) - Klimaanpassung bedeutet, nicht nur mit dem graduellen Klimawandel, sondern auch mit Extremereignissen, Katastrophen und der Vulnerabilität der einzelnen Regionen zurechtzukommen. Das macht der von über 100 Wissenschaftlern erstellte Sonderbericht des Weltklimarates (IPCC) http://ipcc.ch deutlich, der am gestrigen Freitag in Kampala, Uganda präsentiert wurde.

Jörn Birkmann, IPCC-Leitautor und Risikoforscher an der Bonner United Nations University http://unu.edu , bezeichnet den Bericht im pressetext-Interview als "Strategiewandel des IPCC", der sich bereits auf die nahende UN-Klimakonferenz in Durban auswirken werde.

Blockade-Ankündigung Österreichs in scharfer NGO-Kritik

Wien (pte002/18.11.2011/06:05) - Das Kyoto-Protokoll von 1991 läuft 2012 aus. Ob das bisher einzige verbindliche internationale Klimaschutz Abkommen verlängert wird, entscheidet in zwei Wochen die UN-Klimakonferenz in Durban. Werden bis 2016 entscheidende Weichen nicht gestellt, ist das Abwenden einer Klimakatastrophe laut Weltklimarat kaum mehr erreichbar. Vertreter der NGO-Initiative "Allianz für Klimagerechtigkeit" http://klimaallianz.at verdeutlichten am gestrigen Donnerstag die Wichtigkeit der Fortschreibung eines verpflichtenden Vertrags und richteten dazu 15 Forderungen http://bit.ly/su3H3M an die Regierung.

Bundesvertreterversammlung bestätigt Präsident Olaf Tschimpke im Amt

Berlin (ots) - Berlin - Olaf Tschimpke hat die Präsidentenwahl des NABU erneut mit großer Zustimmung für sich entschieden. Die NABU-Delegierten bestätigten ihn am Samstagabend auf der Bundesvertreterversammlung im Roten Rathaus in Berlin mit großer Mehrheit für vier weitere Jahre als Präsident von Deutschlands mitgliederstärkstem Umweltverband. Der 55-jährige Diplom-Geograf ist seit 2003 Chef des NABU und war zuvor 18 Jahre Landesgeschäftsführer und Vorsitzender des NABU Niedersachen. Die mehr als 250 Delegierten bestätigten ebenfalls das Präsidium in seiner bisherigen Konstellation. Angesichts der eingeleiteten Energiewende und den damit zusammenhängenden Herausforderungen an die deutsche Energiepolitik plädierte Tschimpke für eine Stärkung des Natur- und Klimaschutzes. "Wir brauchen ein cleveres Energiesystem, das im Einklang mit den klimapolitischen Erfordernissen umgebaut wird und dabei nicht den Natur- und Artenschutz unterläuft", betonte Tschimpke.

US-Bericht schockt Klimaschützer weltweit

Berlin/Cannes (ots) - Mit Entsetzen hat der WWF auf die gestern vorgelegten CO2-Emissionsdaten des US-Energieministeriums reagiert. Die Daten haben ergeben, dass der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid im vorigen Jahr so rasant gestiegen ist wie nie zuvor. Dem Bericht zufolge wurden weltweit im Jahr 2010 insgesamt 512 Millionen Tonnen mehr CO2 ausgestoßen als 2009. Das entspricht einem Plus von sechs Prozent. Zum Vergleich: Deutschland stößt pro Jahr rund 800 Millionen Tonnen CO2 aus.

Wissen aus 800.000 Jahren Klimageschichte fließt in Zukunftsmodelle - Bremerhaven (pte001/01.11.2011/06:00) - Einem internationalen Forscherteam ist es mithilfe von Klimadaten aus antarktischen Eisbohrkernen gelungen, eine Kurve für Temperaturänderungen in Grönland zu rekonstruieren, die 800.000 Jahre weit in die Vergangenheit zurückreicht. Damit ist der Wissenschaft ein ganz neuer Einblick in die Klimageschichte Grönlands möglich. "Die neu generierte Zeitreihe für Temperaturschwankungen in Grönland während der letzten 800.000 Jahre stellt ein erweitertes Testfeld für Klimamodelle dar, mit denen auch das Klima der Zukunft simuliert wird", sagt Gregor Knorr vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft http://awi.de gegenüber pressetext.