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20110627021Arktis: Eindringlinge dank eisfreiem Weg zwischen Ozeanen (Bild: NASA)Klimawandel und Polschmelze gefährden Nahrungskette im Meer

Texel (pte021/27.06.2011/13:40) - Die Schmelze der Pole lässt Wassermassen ungehindert vom Pazifik in den Atlantik dringen. Damit hat auch eine neue Wanderschaft im Tier- und Pflanzenreich eingesetzt, zeigen europäische Forscher. "Die Arktis erwärmt sich weit rascher als der restliche Planet. Die im Sommer eisfreie Nordwest-Passage zwischen Kanada und Grönland löst neue Migrationen aus und bedroht das ökologische Gleichgewicht", erklärt Carlo Heip, Direktor des Royal Netherlands Institute for Sea Research http://www.nioz.nl , gegenüber pressetext.

Schwellenländer: Eigene Klimaschäden wichtiger als Konferenzen

Hamburg (pte023/06.06.2011/13:55) - Obwohl das Interesse der Medien für den Klimawandel in den vergangenen 15 Jahren immens stieg, bieten die Medien noch keine globale Ebene, auf der man sich über das Thema verständigen kann. Das berichten Forscher vom KlimaCampus der Universität Hamburg http://klimacampus.de in der Zeitschrift "Studies in Communication/Media".

Produktionsauslagerung unterwandert Emissionsbegrenzungen in Europa

Berlin (pte016/29.04.2011/13:30) - Die westlichen Industrieländer verantworten indirekt auch den Ausstoß von CO2 in ärmeren Ländern. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Wissenschaftlerteam in seinen Berechnungen. In den reichen Ländern wird immer mehr konsumiert, was in Entwicklungsländern produziert wird. Die Verlagerung von Emissionen in ärmere Länder könne auf Dauer die Wirkung von Emissionsbegrenzungen etwa in Deutschland oder Europa unterlaufen, heißt es. "Wer ein Radio oder eine Hose in Deutschland kauft, verursacht CO2-Emissionen im Herstellungsland, weil die Fertigung nun einmal Energie verbraucht - etwa in China oder Bangladesch", erklärt Jan Christoph Minx von der Technischen Universität Berlin.

Anstieg des Meeresspiegels im Pazifik zwingt Menschen zur Flucht

Hamburg (pte/21.04.2011/15:30) - Der Klimawandel ist im Pazifik am deutlichsten zu spüren. Die Zahl der Klimaflüchtlinge erhöht sich täglich. Zwei Frauen, Tracy Mann und Ursula Rakova, wollen Menschen über diese Problematik aufklären und reisen dafür rund um die Welt. Seit 2009 haben sie schon 16 Städte in den USA besucht und nun ihre Tour durch Europa mit einem Stopp in Hamburg beendet. "Climate Wise Women" heißt ihre Organisation. Sie konkretisieren die Folgen des Klimawandels anhand persönlicher Erfahrungen von Frauen.

Das Südseeparadies mit Palmen und weißem Sandstrand ist genauso gefährdet wie die Bewohner. Sie sind gezwungen auf andere Inseln überzusiedeln. "Seit 20 Jahren geht das Land zurück", berichtet Rakova aus Papua Neuguinea. Jeden Tag werden Kokosnusspalmen wegen der starken Flut entwurzelt. "Auch auf dem küstenfernen Land sehen wir angeschwemmte Fische."

Aus eigener Kraft keine rechtzeitigen Gegenmaßnahmen möglich

Boulders (pte/11.04.2011/06:10) - Schnell wachsende Megastädte in Entwicklungs- und Schwellenländern bekommen die Folgen des Klimawandels überdurchschnittlich stark zu spüren. Nur wenige von ihnen tun jedoch etwas dagegen, berichten Forscher vom National Center for Atmospheric Research (NCAR) http://ncar.ucar.edu in der Zeitschrift "Current Opinion in Environmental Sustainability and European Planning Studies". "Der Klimawandel wird die Boomstädte sehr empfindlich treffen", erklärt die Berichtsautorin Patricia Romero Lankao. Dringend ist das Problem, da es bereits 2020 weltweit über 500 Millionenstädte geben wird.

e6b51f786504b37b3c5be590c7e79c42_gHamburg/Koblenz, 29. März 2011. Kopenhagen war ein Waterloo für den weltweiten Klimaschutz. Auch die 16. United Nations Conference on Climate Change in Cancun, im Dezember 2010, hat nicht die großen Entscheidungen gebracht, um den anthropogenen Klimawandel aufzuhalten und unsere Welt vor weiteren drastischen Folgen der Globalen Erwärmung zu schützen. Nun arbeiten die Vereinten Nationen und die Unterzeichner des Rahmenabkommens der Vereinten Nationen über Klimaveränderungen (UNFCCC - United Nations Framework Convention on Climate Change) auf einen größeren Erfolg in der nächsten Conference of Parties in Durban/Südafrika im Dezember diesen Jahres hin. Aber schon heute werden Stimmen aus der Weltpolitik laut, dass auch in Durban keine weiteren großen Durchbrüche zu erwarten sind. Doch die globale Erwärmung macht keine Pause.

Plus 20 Prozent seit 1990 - Auswirkungen auf globale Ozeanzirkulation

Bremerhaven (pte/25.03.2011/10:30) - Im oberen Arktischen Ozean ist der Süßwasseranteil stark gestiegen. In den letzten 20 Jahren hat der Süßwassergehalt um 20 Prozent zugenommen. Der Anstieg entspricht etwa 8.400 Kubikkilometer, ermittelten Forscher des Alfred-Wegener-Instituts http://www.awi-bremerhaven.de. Das ist etwas in der Größenordnung wie jene Menge Süßwasser, das jährlich aus dem arktischen Ozean in flüssiger oder gefrorener Form in andere Meere fließt. Der Gehalt an Süßwasser an der Oberfläche beeinflusst, ob Wärme des Wassers an die Atmosphäre oder an Eis abgegeben wird.

showbinWowereit: Umweltwirtschaft bringt neue Jobs

Berlin (ots) - Berlin will die Umweltwirtschaft weiter als Jobmotor ausbauen: Das ist die Botschaft der 2. Berliner Klimaschutzkonferenz, die am Mittwoch auf dem Gelände des Europäischen Energieforums EUREF stattfand. Im Gasometer in Berlin-Schöneberg tauschten sich mehr als 300 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft darüber aus, wie Metropolen ihrer Verantwortung für den Klimaschutz gerecht werden können.