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WWF fordert EU auf, Klimaschutzziele für 2020 ambitionierter zu gestalten

Berlin, Cancún (ots) - Ab morgen treffen sich im mexikanischen Cancún Vertreter von 193 Staaten, um auf der UN-Klimakonferenz ein globales Abkommen auf den Weg zu bringen. "Nach den mageren Ergebnissen der letzten Verhandlungsrunde ist es wichtig, dem Prozess wieder politisches Momentum einzuhauchen. Auch die EU steht hier in einer besonderen Verantwortung, dass der internationale Klimaschutz wieder Fahrt aufnimmt", unterstreicht Regine Günther vom WWF Deutschland. Sie fordert, die europäischen Klimaschutzziele bis 2020 von heute 20 Prozent auf mindestens 30 Prozent zu erhöhen.

Globale Bilanz stellt neuen Rekord an Ausstößen für 2010 in Aussicht

Norwich/Jena (pte/22.11.2010/12:05) - Die Ausstöße des Treibhausgases CO2 sind im Krisenjahr 2009 gesunken - allerdings weit weniger als erwartet. Das berichtet eine internationale Forschergruppe vom Projekt "Carbon Budget" http://www.globalcarbonproject.org in der Zeitschrift "Nature Geoscience".

"Die Werte von 2009 sind im Vergleich zum Rekordjahr 2008 so, als hätte die Menschheit ab dem 27. Dezember kein CO2 mehr in die Atmosphäre geschickt. Der Rückgang ist dennoch weit geringer ausgefallen als wir vor einem Jahr erwartet haben", erklärt Studienleiter Pierre Friedlingstein von der Universität Exeter http://www.exeter.ac.uk gegenüber pressetext.

Protestforscherin: "Hoher Stress für Demonstranten und Polizisten"

Dannenberg/Berlin (pte/08.11.2010/13:55) - Der Protest gegen den fast jährlich stattfindenden Atommüll-Castortransport nach Gorleben steht heuer unter besonderen Vorzeichen. Das berichtet die Protestforscherin Britta Baumgarten vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung WZB http://www.wzb.eu im Gespräch mit pressetext. "Viele setzen mit ihrem Protest heuer ein Zeichen gegen die Entscheidung der Regierung, die Laufzeiten der Atommeiler zu verlängern", so die Expertin, die sich im Wendland selbst ein Bild von der Lage gemacht hat.

Greenpeace warnt die Polizei vor verharmlosenden Behördeninformationen

Dannenberg (ots) - Greenpeace-Experten messen seit 10.23 Uhr am Verladebahnhof in Dannenberg die Neutronen- und Gammastrahlung am Castortransport. Die Messungen nach den ersten drei Behältern zeigen, dass die Dosisleistung auch bei diesem Transport wieder hoch ist. Selbst in einer Entfernung von etwa 14 Metern konnte Greenpeace noch 4,8 Mikrosievert pro Stunde nachweisen, über 480-mal mehr als die wenige Stunden zuvor am gleichen Ort gemessene Hintergrundstrahlung durch Neutronen. Die Gammastrahlung beträgt 2,3 Mikrosievert pro Stunde, das ist 40-mal mehr als die Hintergrundstrahlung. Zwar liegt die Strahlung damit vermutlich innerhalb der Grenzwerte. Die Bewertung der Schädlichkeit von Neutronenstrahlung ist in der Wissenschaft allerdings umstritten. Nach Einschätzung der unabhängigen Umweltorganisation Greenpeace sind Grafiken der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit, die den Einsatzkräften als Datengrundlage für die Strahlenbelastungskurve zur Verfügung stehen, bewusst verharmlosend.

Protestforscher erstellen Profil der Demonstrierenden

Stuttgart/Berlin (pte/28.10.2010/06:15) - Die Demonstranten gegen den Bahnhofsbau in Stuttgart kritisieren vielmehr fehlende Demokratie in der Projektplanung als den Bau selbst. Das berichten Forscher des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung WZB http://www.wzb.eu. "In den Medien unterstellt man den Demonstranten meist, dass sie aus Sorge um Regionalaspekte wie Lärm, Verkehrsbelastung, Denkmalschutz oder geologische Gefahren auf die Straße gehen. Unsere Umfrage zeigt aber vielmehr Demokratiedefizite, die Kosten und die hohen Profite der Banken und Baukonzerne als Hauptmotive", so die Studienautorin Britta Baumgarten im pressetext-Interview.

Mehrheit der Deutschen ist unzufrieden mit der Energiepolitik der Bundesregierung und sieht große Stromversorger als Gewinner

Berlin (ots) - 59 Prozent der Deutschen sind "sehr unzufrieden" oder "eher unzufrieden" mit der Energiepolitik der deutschen Bundesregierung. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts tns-emnid im Auftrag des WWF Deutschland. Anlass ist die morgige Entscheidung des Bundestags über das Energiekonzept der Bundesregierung und die Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken. Nur eine Minderheit von 38 Prozent beurteilt die Energiepolitik positiv und zeigt sich "eher zufrieden" (34%) oder "sehr zufrieden" (5%).

Greenpeace präsentiert Vorschlag für Aufnahme in die Verfassung

Berlin (ots) - Einen Tag vor der Verabschiedung des Energiekonzeptes im Bundestag demonstrieren Greenpeace-Aktivisten heute in Berlin für die Aufnahme des Klimaschutzes in das Grundgesetz und die UN-Charta. Auf zehn Transportfahrrädern werden die Aktivisten am Nachmittag 40 Kisten mit 363.867 Unterschriften von Bundesbürgern, die diese Forderung unterstützen, zum Bundestag fahren. Dort werden die Unterschriften und eine entsprechende Petition der Vizepräsidentin des Bundestages, Katrin Göring-Eckhardt, und der Vorsitzenden des Petitionsausschusses, Kersten Steinke, übergeben (16.00 Uhr, Bundestag, Eingang Süd).

Sammelergebnis für Elektro(nik)-Altgeräte ist enttäuschend

Bonn (ots) - "Es gibt noch viel Potential zur Gewinnung von Rohstoffen mit Hilfe des Elektrorecyclings, aber wir müssen unsere Anstrengungen deutlich intensivieren." Das sagt Ullrich Didszun, Vizepräsident des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. und Vorsitzender des Fachverbandes Schrott, E-Schrott und Kfz-Recycling. Er verweist dabei auf die jüngst vom Bundesumweltamt veröffentlichten Zahlen aus dem Jahre 2008. Hier wird dokumentiert, dass ca. 694.000 Tonnen an Altelektrogeräten in den Recyclingprozess eingeschleust wurden. "Das ist ein enttäuschendes Ergebnis und bleibt hinter unseren Erwartungen zurück", erklärt bvse-Experte Andreas Habel.