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Experte: "Politik braucht in der CO2-Reduktion breite Unterstützung"

Columbus/Potsdam (pte/10.12.2010/06:10) - "Die Zukunft der Menschheit heißt Anpassung und Erleiden der Folgen des Klimawandels. Alle werden von der Erderwärmung betroffen sein, am meisten jedoch jene mit den wenigsten Ressourcen zur Anpassung." Mit dieser Mahnung richtet sich der Klimaforscher Lonnie Thompson von der Ohio State University http://www.osu.edu in der Zeitschrift "The Behaviour Analyst" an "Sozialwissenschaftler und Verhaltensforscher". Thompsons Botschaft betrifft auch das weitere Vorgehen nach der UN-Klimakonferenz in Cancun http://unfccc.int/2860.php, die am heutigen Freitag zu Ende geht.

Auf Klimakonferenz in Cancun muss ein Kyoto-Folgeabkommen beschlossen werden

Hamburg / Cancun - 28. 11. 2010 (ots) - Greenpeace fordert zu Beginn der Klimaverhandlungen morgen im mexikanischen Cancun die Staaten auf, beim Klimaschutz nicht auf die USA zu warten sondern endlich konkrete Ergebnisse zu erzielen. Nach Ansicht der unabhängigen Umweltschutzorganisation muss auf jeden Fall beschlossen werden, bis nächstes Jahr ein völkerrechtsverbindliches Kyoto-Folgeabkommen zu erarbeiten, auch ohne USA. Dazu müssten sich die Staaten schriftlich auf einen verbindlichen Fahrplan zur Erstellung des Klimaschutzabkommens einigen. Von Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert Greenpeace, die EU zu der Aussage zu drängen, ihre Treibhausgase um 30 Prozent zu reduzieren. Das könnte den ins Stocken geratenen Klimaschutzverhandlungen neuen Schwung geben.

WWF fordert EU auf, Klimaschutzziele für 2020 ambitionierter zu gestalten

Berlin, Cancún (ots) - Ab morgen treffen sich im mexikanischen Cancún Vertreter von 193 Staaten, um auf der UN-Klimakonferenz ein globales Abkommen auf den Weg zu bringen. "Nach den mageren Ergebnissen der letzten Verhandlungsrunde ist es wichtig, dem Prozess wieder politisches Momentum einzuhauchen. Auch die EU steht hier in einer besonderen Verantwortung, dass der internationale Klimaschutz wieder Fahrt aufnimmt", unterstreicht Regine Günther vom WWF Deutschland. Sie fordert, die europäischen Klimaschutzziele bis 2020 von heute 20 Prozent auf mindestens 30 Prozent zu erhöhen.

Globale Bilanz stellt neuen Rekord an Ausstößen für 2010 in Aussicht

Norwich/Jena (pte/22.11.2010/12:05) - Die Ausstöße des Treibhausgases CO2 sind im Krisenjahr 2009 gesunken - allerdings weit weniger als erwartet. Das berichtet eine internationale Forschergruppe vom Projekt "Carbon Budget" http://www.globalcarbonproject.org in der Zeitschrift "Nature Geoscience".

"Die Werte von 2009 sind im Vergleich zum Rekordjahr 2008 so, als hätte die Menschheit ab dem 27. Dezember kein CO2 mehr in die Atmosphäre geschickt. Der Rückgang ist dennoch weit geringer ausgefallen als wir vor einem Jahr erwartet haben", erklärt Studienleiter Pierre Friedlingstein von der Universität Exeter http://www.exeter.ac.uk gegenüber pressetext.

Protestforscherin: "Hoher Stress für Demonstranten und Polizisten"

Dannenberg/Berlin (pte/08.11.2010/13:55) - Der Protest gegen den fast jährlich stattfindenden Atommüll-Castortransport nach Gorleben steht heuer unter besonderen Vorzeichen. Das berichtet die Protestforscherin Britta Baumgarten vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung WZB http://www.wzb.eu im Gespräch mit pressetext. "Viele setzen mit ihrem Protest heuer ein Zeichen gegen die Entscheidung der Regierung, die Laufzeiten der Atommeiler zu verlängern", so die Expertin, die sich im Wendland selbst ein Bild von der Lage gemacht hat.

Greenpeace warnt die Polizei vor verharmlosenden Behördeninformationen

Dannenberg (ots) - Greenpeace-Experten messen seit 10.23 Uhr am Verladebahnhof in Dannenberg die Neutronen- und Gammastrahlung am Castortransport. Die Messungen nach den ersten drei Behältern zeigen, dass die Dosisleistung auch bei diesem Transport wieder hoch ist. Selbst in einer Entfernung von etwa 14 Metern konnte Greenpeace noch 4,8 Mikrosievert pro Stunde nachweisen, über 480-mal mehr als die wenige Stunden zuvor am gleichen Ort gemessene Hintergrundstrahlung durch Neutronen. Die Gammastrahlung beträgt 2,3 Mikrosievert pro Stunde, das ist 40-mal mehr als die Hintergrundstrahlung. Zwar liegt die Strahlung damit vermutlich innerhalb der Grenzwerte. Die Bewertung der Schädlichkeit von Neutronenstrahlung ist in der Wissenschaft allerdings umstritten. Nach Einschätzung der unabhängigen Umweltorganisation Greenpeace sind Grafiken der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit, die den Einsatzkräften als Datengrundlage für die Strahlenbelastungskurve zur Verfügung stehen, bewusst verharmlosend.

Protestforscher erstellen Profil der Demonstrierenden

Stuttgart/Berlin (pte/28.10.2010/06:15) - Die Demonstranten gegen den Bahnhofsbau in Stuttgart kritisieren vielmehr fehlende Demokratie in der Projektplanung als den Bau selbst. Das berichten Forscher des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung WZB http://www.wzb.eu. "In den Medien unterstellt man den Demonstranten meist, dass sie aus Sorge um Regionalaspekte wie Lärm, Verkehrsbelastung, Denkmalschutz oder geologische Gefahren auf die Straße gehen. Unsere Umfrage zeigt aber vielmehr Demokratiedefizite, die Kosten und die hohen Profite der Banken und Baukonzerne als Hauptmotive", so die Studienautorin Britta Baumgarten im pressetext-Interview.

Mehrheit der Deutschen ist unzufrieden mit der Energiepolitik der Bundesregierung und sieht große Stromversorger als Gewinner

Berlin (ots) - 59 Prozent der Deutschen sind "sehr unzufrieden" oder "eher unzufrieden" mit der Energiepolitik der deutschen Bundesregierung. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts tns-emnid im Auftrag des WWF Deutschland. Anlass ist die morgige Entscheidung des Bundestags über das Energiekonzept der Bundesregierung und die Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken. Nur eine Minderheit von 38 Prozent beurteilt die Energiepolitik positiv und zeigt sich "eher zufrieden" (34%) oder "sehr zufrieden" (5%).



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