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Köln (ots) - Mit Ernüchterung nahm die Deutsche Heizungsindustrie das gestern vom Kabinett beschlossene Energiekonzept der Bundesregierung auf: "Der Durchbruch zur dringend notwendigen Verdopplung des Modernisierungstempos ist damit noch nicht in Sicht. Denn was die nächsten praktischen Schritte anbelangt, enthält das Energiekonzept leider nur wenig Konkretes", kritisiert Klaus Jesse, Präsident des Bundesindustrieverbands Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH).

Europas größte Jugendmesse und "Klima sucht Schutz" kämpfen gemeinsam für gutes Klima, YOU geht erste Schritte in Richtung klimafreundliche Veranstaltung

Berlin (ots) - Die YOU 2010 will Jugendliche für den Klimaschutz sensibilisieren und selbst einen großen Schritt in Richtung klimafreundliche Veranstaltung tun. Dafür hat sich das Messeteam einen starken Partner gesucht. Mit Unterstützung der vom Bundesumweltministerium geförderten Kampagne "Klima sucht Schutz" (www.klima-sucht-schutz.de) werden nicht nur die Besucher der YOU im Rahmen der Initiative "save YOU(r) planet" umfangreich über ihre Möglichkeiten zum Umweltschutz aufgeklärt. Vielmehr werden alle Bestandteile von Europas größter Jugendmesse, die dieses Jahr vom 1. bis 3. Oktober auf dem Berliner Flughafen Tempelhof stattfindet, genauestens auf ihre Klimafreundlichkeit überprüft.

Berlin (ots) - Das heute im Bundeskabinett beschlossene Energiekonzept der Bundesregierung wird in seinen Zielmarken für den Ausbau der erneuerbaren Energien sowie für die Minderung der Kohlendioxid-Emissionen bis zum Jahre 2050 von den Stadtwerken begrüßt. "Für Stadtwerke ist das Thema Energieeffizienz und Energieeinsparung mit ihrer Nähe zum Bürger schon lange geübte Praxis, insofern können wir den in diesen Bereichen eingeschlagenen Weg nachvollziehen und werden diesen auch unterstützen", so Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU).

Bundesregierung beschließt "Energiekonzept der Unvernunft" und provoziert neue Proteste

Berlin (ots) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert am Energiekonzept der Bundesregierung vor allem, dass unter dem Deckmantel des Ausbaus erneuerbarer Energien veraltete Technologien wie die Atomkraft und die Kohleverstromung gefördert werden sollen. "Mit Rezepten von gestern lässt sich die energiepolitische Zukunft Deutschlands nicht gestalten. Die Bundesregierung hat ein Konzept der Unvernunft beschlossen", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.

Berlin (ots) - Das heute vom Bundeskabinett beschlossene Energiekonzept behindert mit der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke nicht nur den erfolgreichen Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland, es sorgt auch dafür, dass Energieeffizienz und Klimaschutz in Zukunft auf der Strecke bleiben.

Online-Fax-Aktion fordert mehr Klimaschutz im Energiekonzept / BMU-Mitarbeiter beschweren sich über Fax-Flut

Berlin (ots) - Innerhalb weniger Tage haben Bürger bereits mehr 21.000 Protestfaxe an das Bundesumweltministerium und das Bundeswirtschaftsministerium versandt und mehr Klimaschutz im Energiekonzept der Bundesregierung gefordert ( http://www.campact.de/klima/sn11/signer ). Die Faxe verlangen, im Energiekonzept jährlich steigende Mindestwirkungsgrade für fossile Kraftwerke festzuschreiben. So soll der Anteil klimaschädlicher Kohlekraft am Strommix schrittweise vermindert werden. Das Kampagnennetzwerk Campact greift damit ein Konzept von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) auf, das dieser bisher nicht durchgesetzt hat. Außerdem verlangen die Unterzeichner von der Bundesregierung, den Neubau von Kohlekraftwerken durch hohe Mindestwirkungsgrade zu verhindern und die geplanten Subventionen für neue Kohlekraftwerke aus dem Energiekonzept zu streichen.

Die Bundesregierung behauptet, ohne Atomkraftwerke wäre die Versorgungssicherheit in Deutschland nicht garantiert. Gleichzeitig erschwert sie den Ausbau erneuerbarer Energien wie jüngst das Beispiel von Norwegens Wasserkraft zeigt. Norwegen, reich an Flüssen, Seen und Pumpspeichern, bietet sauberen und billigen Strom im Überfluss. Aus Sicht der EU-Kommission könnte Norwegens Wasserkraft zum "Schlüsselprojekt von vorrangigem Gemeinschaftsinteresse" werden. Das sieht Bundeswirtschaftsminister Brüderle offenbar anders und blockiert den Anschluss von Strom aus norwegischer Wasserkraft an das deutsche Netz.

Berlin (ots) - Abfallverbrennung soll künftig dem stofflichen Recycling gleichgestellt werden - Der BMU-Entwurf für das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz vermeidet Anreize zur Abfallvermeidung und Ressourceneffizienz - Umweltminister Röttgen will pauschale Ausnahmen für Abfälle mit hohem Heizwert und bereitet damit das Ende des Recycling vor - Deutsche Umwelthilfe zweifelt EU-Rechtskonformität des Gesetzesentwurfes an