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Die Bundesregierung behauptet, ohne Atomkraftwerke wäre die Versorgungssicherheit in Deutschland nicht garantiert. Gleichzeitig erschwert sie den Ausbau erneuerbarer Energien wie jüngst das Beispiel von Norwegens Wasserkraft zeigt. Norwegen, reich an Flüssen, Seen und Pumpspeichern, bietet sauberen und billigen Strom im Überfluss. Aus Sicht der EU-Kommission könnte Norwegens Wasserkraft zum "Schlüsselprojekt von vorrangigem Gemeinschaftsinteresse" werden. Das sieht Bundeswirtschaftsminister Brüderle offenbar anders und blockiert den Anschluss von Strom aus norwegischer Wasserkraft an das deutsche Netz.

Berlin (ots) - Abfallverbrennung soll künftig dem stofflichen Recycling gleichgestellt werden - Der BMU-Entwurf für das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz vermeidet Anreize zur Abfallvermeidung und Ressourceneffizienz - Umweltminister Röttgen will pauschale Ausnahmen für Abfälle mit hohem Heizwert und bereitet damit das Ende des Recycling vor - Deutsche Umwelthilfe zweifelt EU-Rechtskonformität des Gesetzesentwurfes an

WWF fordert deutliche Nachbesserungen und verbindliche Regeln

Berlin (ots) - Der WWF hat den Entwurf Bundesregierung für ein Energiekonzept unter die Lupe genommen und zeigt deutliche Lücken auf. Es sei zwar zu begrüßen, dass die Regierung erstmals konkrete Klimaschutzziele bis 2050 vorgelegt habe, aber in vielen wichtigen Punkten bliebe der Entwurf "fahrlässig unkonkret". "Es fehlen ein konkreter Zeitplan, Verbindlichkeiten und Verantwortlichkeiten", bemängelt WWF-Vorstand Eberhard Brandes. Während man bei der Verlängerung der Laufzeiten der Kernreaktoren sehr detaillierte Regelungen gefunden habe, fehlen in vielen Bereichen die notwendigen Vorgaben, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Das Konzept müsse deutlich nachgebessert werden.

Berlin (ots) - Verbraucherinformationsgesetz fällt in der Praxis durch - Deutsche Umwelthilfe, foodwatch und Greenpeace fordern von Verbraucherschutzministerkonferenz Beschluss zur grundlegenden Überarbeitung des Gesetzes - Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) muss endlich die Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher wahrnehmen

Subtropisches Wasser dringt während des gesamten Jahres in Grönlands Fjorde

Grönland (ots) - Warmes Wasser aus subtropischen Regionen dringt ganzjährig bis in die arktischen Fjorde Grönlands vor. Dies haben aktuelle Messungen von Greenpeace und Klimaforschern ergeben. Die Auswertungen der vor einem Jahr im Kangerdlugssuaq-Fjord installierten Messbojen zeigen, dass warmes Wasser aus dem Nord-Atlantikstrom die Gletscherschmelze Grönlands 'von unten' vorantreibt. So wird der weltweite Anstieg des Meeresspiegels beschleunigt und erhöht. Diese Interaktionen zwischen Meer und Gletscher werden in den bisherigen Prognosen des Weltklimarates IPCC zum Meeresspiegelanstieg nicht mit eingerechnet. Die von Greenpeace unterstützten Forschungen in Grönland tragen dazu bei, Prognosen zur Gletscherschmelze zu konkretisieren.

Energiekonzept: Ziele der Bundesregierung so nicht erreichbar

Berlin (ots) - Das vorgestellte Energiekonzept der Bundesregierung hat aus Sicht der Stadtwerke einige deutliche Schwachstellen. Es enthält zwar ambitionierte zeitliche Zielmarken für den Ausbau der erneuerbaren Energien sowie für die Minderung der Kohlendioxid-Emissionen bis zum Jahre 2050. Dem Anspruch, den Weg dorthin zu beschreiben, wird das Konzept aber nicht gerecht, so der Verband kommunaler Unternehmen (VKU). An vielen Stellen sei das Energiekonzept zu unkonkret und enthalte Prüfaufträge statt klarer Vorstellungen zu den Rahmenbedingungen für die anstehenden Investitionsentscheidungen. Insgesamt müsse das Energiekonzept noch weiter konkretisiert werden, um einen Investitions- und Modernisierungsstau zu verhindern. "Der VKU steht bereit, diesen Prozess der Konkretisierung konstruktiv zu begleiten", so VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck.

Kurzer Frühling bringt Blüte und Insekten aus dem Gleichgewicht

Würzburg (pte/06.09.2010/12:30) - Bienen und Hummeln gelingt es langfristig immer schlechter, Blütenpflanzen zu bestäuben. Einen Hinweis dafür liefern Forscher der Universität Toronto http://www.utoronto.ca in einer 17-jährigen Studie, deren Ergebnisse sie in der Fachzeitschrift "Philosophical Transactions of the Royal Society B: Biological Sciences" veröffentlicht haben. Zwar sei an dieser Entwicklung auch der Rückgang der Tierpopulationen beteiligt, entscheidender sei jedoch der Faktor Klimawandel. "Die Zeiten, in denen der Hummelflug beginnt, stimmen immer weniger mit den Blütezeiten der Pflanzen überein", so Studienleiter James Thomson.

Energieversorger diktieren der Politik ihre Bedingungen

Berlin (ots) - Der WWF äußert massive Kritik der in der vergangenen Nacht von der Bundesregierung getroffenen Entscheidung zur Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke. Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland: "Das Ergebnis der vergangenen Nacht ist schlecht für den Klimaschutz, schlecht für die Energiewende und schlecht für die demokratische Kultur unseres Landes. Diese Vereinbarung blockiert den Ausbau der erneuerbaren Energien und behindert den Wettbewerb. Gut ist die Laufzeitverlängerung allein für die vier großen Energieversorger, die die Bundesregierung am Nasenring durch die politische Arena gezogen haben."