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Berlin (ots) - Das heute im Bundeskabinett beschlossene Energiekonzept der Bundesregierung wird in seinen Zielmarken für den Ausbau der erneuerbaren Energien sowie für die Minderung der Kohlendioxid-Emissionen bis zum Jahre 2050 von den Stadtwerken begrüßt. "Für Stadtwerke ist das Thema Energieeffizienz und Energieeinsparung mit ihrer Nähe zum Bürger schon lange geübte Praxis, insofern können wir den in diesen Bereichen eingeschlagenen Weg nachvollziehen und werden diesen auch unterstützen", so Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU).

Bundesregierung beschließt "Energiekonzept der Unvernunft" und provoziert neue Proteste

Berlin (ots) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert am Energiekonzept der Bundesregierung vor allem, dass unter dem Deckmantel des Ausbaus erneuerbarer Energien veraltete Technologien wie die Atomkraft und die Kohleverstromung gefördert werden sollen. "Mit Rezepten von gestern lässt sich die energiepolitische Zukunft Deutschlands nicht gestalten. Die Bundesregierung hat ein Konzept der Unvernunft beschlossen", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.

Berlin (ots) - Das heute vom Bundeskabinett beschlossene Energiekonzept behindert mit der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke nicht nur den erfolgreichen Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland, es sorgt auch dafür, dass Energieeffizienz und Klimaschutz in Zukunft auf der Strecke bleiben.

Online-Fax-Aktion fordert mehr Klimaschutz im Energiekonzept / BMU-Mitarbeiter beschweren sich über Fax-Flut

Berlin (ots) - Innerhalb weniger Tage haben Bürger bereits mehr 21.000 Protestfaxe an das Bundesumweltministerium und das Bundeswirtschaftsministerium versandt und mehr Klimaschutz im Energiekonzept der Bundesregierung gefordert ( http://www.campact.de/klima/sn11/signer ). Die Faxe verlangen, im Energiekonzept jährlich steigende Mindestwirkungsgrade für fossile Kraftwerke festzuschreiben. So soll der Anteil klimaschädlicher Kohlekraft am Strommix schrittweise vermindert werden. Das Kampagnennetzwerk Campact greift damit ein Konzept von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) auf, das dieser bisher nicht durchgesetzt hat. Außerdem verlangen die Unterzeichner von der Bundesregierung, den Neubau von Kohlekraftwerken durch hohe Mindestwirkungsgrade zu verhindern und die geplanten Subventionen für neue Kohlekraftwerke aus dem Energiekonzept zu streichen.

Die Bundesregierung behauptet, ohne Atomkraftwerke wäre die Versorgungssicherheit in Deutschland nicht garantiert. Gleichzeitig erschwert sie den Ausbau erneuerbarer Energien wie jüngst das Beispiel von Norwegens Wasserkraft zeigt. Norwegen, reich an Flüssen, Seen und Pumpspeichern, bietet sauberen und billigen Strom im Überfluss. Aus Sicht der EU-Kommission könnte Norwegens Wasserkraft zum "Schlüsselprojekt von vorrangigem Gemeinschaftsinteresse" werden. Das sieht Bundeswirtschaftsminister Brüderle offenbar anders und blockiert den Anschluss von Strom aus norwegischer Wasserkraft an das deutsche Netz.

Berlin (ots) - Abfallverbrennung soll künftig dem stofflichen Recycling gleichgestellt werden - Der BMU-Entwurf für das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz vermeidet Anreize zur Abfallvermeidung und Ressourceneffizienz - Umweltminister Röttgen will pauschale Ausnahmen für Abfälle mit hohem Heizwert und bereitet damit das Ende des Recycling vor - Deutsche Umwelthilfe zweifelt EU-Rechtskonformität des Gesetzesentwurfes an

WWF fordert deutliche Nachbesserungen und verbindliche Regeln

Berlin (ots) - Der WWF hat den Entwurf Bundesregierung für ein Energiekonzept unter die Lupe genommen und zeigt deutliche Lücken auf. Es sei zwar zu begrüßen, dass die Regierung erstmals konkrete Klimaschutzziele bis 2050 vorgelegt habe, aber in vielen wichtigen Punkten bliebe der Entwurf "fahrlässig unkonkret". "Es fehlen ein konkreter Zeitplan, Verbindlichkeiten und Verantwortlichkeiten", bemängelt WWF-Vorstand Eberhard Brandes. Während man bei der Verlängerung der Laufzeiten der Kernreaktoren sehr detaillierte Regelungen gefunden habe, fehlen in vielen Bereichen die notwendigen Vorgaben, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Das Konzept müsse deutlich nachgebessert werden.

Berlin (ots) - Verbraucherinformationsgesetz fällt in der Praxis durch - Deutsche Umwelthilfe, foodwatch und Greenpeace fordern von Verbraucherschutzministerkonferenz Beschluss zur grundlegenden Überarbeitung des Gesetzes - Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) muss endlich die Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher wahrnehmen



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