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Subtropisches Wasser dringt während des gesamten Jahres in Grönlands Fjorde

Grönland (ots) - Warmes Wasser aus subtropischen Regionen dringt ganzjährig bis in die arktischen Fjorde Grönlands vor. Dies haben aktuelle Messungen von Greenpeace und Klimaforschern ergeben. Die Auswertungen der vor einem Jahr im Kangerdlugssuaq-Fjord installierten Messbojen zeigen, dass warmes Wasser aus dem Nord-Atlantikstrom die Gletscherschmelze Grönlands 'von unten' vorantreibt. So wird der weltweite Anstieg des Meeresspiegels beschleunigt und erhöht. Diese Interaktionen zwischen Meer und Gletscher werden in den bisherigen Prognosen des Weltklimarates IPCC zum Meeresspiegelanstieg nicht mit eingerechnet. Die von Greenpeace unterstützten Forschungen in Grönland tragen dazu bei, Prognosen zur Gletscherschmelze zu konkretisieren.

Energiekonzept: Ziele der Bundesregierung so nicht erreichbar

Berlin (ots) - Das vorgestellte Energiekonzept der Bundesregierung hat aus Sicht der Stadtwerke einige deutliche Schwachstellen. Es enthält zwar ambitionierte zeitliche Zielmarken für den Ausbau der erneuerbaren Energien sowie für die Minderung der Kohlendioxid-Emissionen bis zum Jahre 2050. Dem Anspruch, den Weg dorthin zu beschreiben, wird das Konzept aber nicht gerecht, so der Verband kommunaler Unternehmen (VKU). An vielen Stellen sei das Energiekonzept zu unkonkret und enthalte Prüfaufträge statt klarer Vorstellungen zu den Rahmenbedingungen für die anstehenden Investitionsentscheidungen. Insgesamt müsse das Energiekonzept noch weiter konkretisiert werden, um einen Investitions- und Modernisierungsstau zu verhindern. "Der VKU steht bereit, diesen Prozess der Konkretisierung konstruktiv zu begleiten", so VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck.

Kurzer Frühling bringt Blüte und Insekten aus dem Gleichgewicht

Würzburg (pte/06.09.2010/12:30) - Bienen und Hummeln gelingt es langfristig immer schlechter, Blütenpflanzen zu bestäuben. Einen Hinweis dafür liefern Forscher der Universität Toronto http://www.utoronto.ca in einer 17-jährigen Studie, deren Ergebnisse sie in der Fachzeitschrift "Philosophical Transactions of the Royal Society B: Biological Sciences" veröffentlicht haben. Zwar sei an dieser Entwicklung auch der Rückgang der Tierpopulationen beteiligt, entscheidender sei jedoch der Faktor Klimawandel. "Die Zeiten, in denen der Hummelflug beginnt, stimmen immer weniger mit den Blütezeiten der Pflanzen überein", so Studienleiter James Thomson.

Energieversorger diktieren der Politik ihre Bedingungen

Berlin (ots) - Der WWF äußert massive Kritik der in der vergangenen Nacht von der Bundesregierung getroffenen Entscheidung zur Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke. Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland: "Das Ergebnis der vergangenen Nacht ist schlecht für den Klimaschutz, schlecht für die Energiewende und schlecht für die demokratische Kultur unseres Landes. Diese Vereinbarung blockiert den Ausbau der erneuerbaren Energien und behindert den Wettbewerb. Gut ist die Laufzeitverlängerung allein für die vier großen Energieversorger, die die Bundesregierung am Nasenring durch die politische Arena gezogen haben."

Gefahr für positive Entwicklung im Regenwaldschutz

Brasilia/Frankfurt (pte/03.09.2010/12:10) - Brasilien erlebt derzeit eine Saison mit besonders vielen Waldbränden. Deren Zahl hat sich von Jänner bis August im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt, berichtet die brasilianische Luft- und Raumfahrtbehörde INPE http://www.inpe.br. Dahinter stehen vor allem Brandrodungen von Waldflächen für die Landwirtschaft. "Das Jahr war sehr trocken, was die Grundbesitzer nutzen, um Wälder zu roden oder bereits gerodete Flächen zu säubern. Viele Brände geraten dabei außer Kontrolle", erklärt Robert Maldonaldo, Amazonasexperte beim WWF Deutschland http://www.wwf.de, gegenüber pressetext.

Allgemeiner Erwärmungstrend zwingt zur frühzeitigen Anpassung an extreme Wetterereignisse

Deutscher Wetterdienst und Umweltbundesamt sehen die Prognosen der Klimaforschung durch die Entwicklung der Wetterdaten bestätigt. Extremwetterereignisse wie Starkniederschläge oder Hitzeperioden haben in den letzten Jahrzehnten messbar zugenommen. Aller Voraussicht nach wird ihre Anzahl und Intensität weiter ansteigen. „Die aktuellen Überschwemmungen in Pakistan, die lang anhaltenden Hitzewellen in Russland und Japan und das Hochwasser in Sachsen entsprechen den Erwartungen der Klimaforschung über die Zunahme von Extremwetterereignissen. Sie alle verdeutlichen, wie wichtig es ist, uns auf die Folgen vorzubereiten“, sagt Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes. Zwar lässt sich keines der extremen Wettereignisse allein dem globalen Klimawandel zuordnen.  Gleichwohl bestätigt sich der Trend einer Zunahme solcher Wetterextreme.

Tage heißer, Nächte bringen keine Abkühlung mehr

Salamanca/Zürich (pte/01.09.2010/06:10) - Spanien spürt den Klimawandel schon heute stärker als das restliche Europa. Das berichten Klimatologen der Universität Salamanca http://www.usal.es im "Journal Climatic Change". Die Forscher beziehen sich nicht auf den extremen spanischen Hitzesommer dieses Jahres, sondern auf Daten seit 1950. "Im südwestlichen Mittelmeerraum gab es seither die größten Temperaturveränderungen Europas, was jeweils die Tages- und Nachttemperatur betrifft", erklärt Studienleiterin Concepcion Rodriguez Puebla im pressetext-Interview.

Experte: "Klimaschutz bisher nur auf Junge ausgerichtet"

York (pte/30.08.2010/06:10) - Klimawandel ist ein Problem, das besonders alten Menschen zu schaffen macht. Gleichzeitig gehört die Baby Boomer-Generation, die bald in die ältere Gesellschaftsgruppe vorrückt, zu den größten Mitverursachern des Klimawandels. Zu diesem Schluss kommt eine schwedisch-britische Forschergruppe in einem Bericht. "Die Überalterung der Gesellschaft wird den Klimawandel zusätzlich verschärfen", so der Berichtsautor Gary Haq von der Universität York http://www.york.ac.uk im pressetext-Interview.



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