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Schiffe reduzieren Erwärmungseffekt des Güterverkehrs

Laxenburg (pte/05.08.2010/17:10) - Langfristig schaden Autos dem Weltklima mehr als Flugzeuge. Hingegen reduzieren Schiffe den negativen Effekt des gesamten Güterverkehrs. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Forschern des Internationalen Instituts für Angewandte Systemanalyse (IIASA) http://www.iiasa.ac.at in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Environmental Science and Technology. Der Pkw-Verkehr wirkt sich so stark aus, weil weltweit so viel gefahren wird und die Autos relativ ineffizient genutzt werden, erklärt Studienleiter Jens Borken-Kleefeld im pressetext-Gespräch.

"Wir haben in unserer Studie, die gemeinsam mit norwegischen Forschern erstellt wurde, die Gesamtwirkungen des Verkehrs auf das Klima erfasst", so Borken-Kleefeld. Dazu gehören nicht nur langfristige, sondern auch kurzfristige Perspektiven. Daher wurden nicht nur Auswirkungen von CO2, sondern auch von Luftschadstoffen, Partikeln und Wolken miteinbezogen. "Dies hat für die Klimaerwärmung durch den Flugverkehr den größten Effekt: Die Flugzeuge fliegen in 10.000 Metern in einer sehr kalten Umgebung und tragen stark zur Wolkenbildung bei." Umgekehrt nimmt dieser negative Effekt nach zehn Jahren ab.

CO2-Emissionen müssen bis 2050 um 50 Prozent reduziert werden

Hamburg (pte/27.07.2010/13:55) - Wie viele Emissionen dürfen die Menschen noch in die Atmosphäre pusten, damit das von der EU angestrebte zwei-Grad-Ziel nicht überschritten wird. Dieser Frage ist das Forscherteam um Erich Roeckner vom Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M) http://www.mpimet.mpg.de nachgegangen. Sie kommen zum Schluss, dass gemessen am heutigen Wert, die CO2-Emmissionen bis 2050 um 50 Prozent reduziert werden müssen.

"Das Ergebnis zeigt deutlich, dass wir signifikante und baldige Maßnahmen treffen müssen, um die Emissionen von Treibhausgasen zu vermindern. Nur so kann die globale Erwärmung in diesem Jahrhundert bei nicht mehr als zwei Grad oberhalb des vorindustriellen Niveaus stabilisiert werden", erklärt der Forscher im pressetext-Gespräch.

Umwelt-Aktivitäten von Europas Citys untereinander kaum vergleichbar

Wien (pte/22.07.2010/06:00) - Die nordischen Städte Oslo, Stockholm und Kopenhagen schneiden in Sachen Klimaschutz europaweit am besten ab. Zu den Top-Städten gehören auch Wien, Berlin und Frankfurt. Das hat die aktuelle Studie "City typology as the basis for policy" von KPMG gezeigt. "Doch die einzelnen Aktivitäten der Citys sind untereinander kaum vergleichbar", meint Peter Ertl, Geschäftsführer von KPMG http://www.kpmg.at gegenüber pressetext. "Denn die Städte richten sich es so, wie sie wollen, wenn es um Klimaschutz geht."

Berlin (ots) - Die WirtschaftsVereinigung Metalle setzt auf den ordnungspolitischen Kompass der Bundesregierung und der sie tragenden Regierungsfraktionen.

Die von der Bundesregierung im Eilverfahren und ohne fachlichen Dialog avisierten höheren Energiesteuern würden den Zweck des Ökosteuergesetzes ins Gegenteil verkehren und gefährden durch die Besteuerung der Produktion den Verbleib stromkostenempfindlicher Unternehmen in Deutschland. Es sei nicht nachvollziehbar, so die WirtschaftsVereinigung Metalle, dass sich die Bundesregierung in Brüssel mit einem Notifizierungsverfahren zur Kompensation von CO2-Kosten im Strompreis aus Wettbewerbsgründen engagiere und nun fast zeitgleich im selben Segment nationale neue Belastungen draufsattle.

Forscher: Zumindest zum Teil vom Menschen mitverursacht

Boulder/Kiel (pte/17.07.2010/13:15) - Ein Forscherteam der University of Colorado in Boulder hat nachgewiesen, dass in Teilen des Indischen Ozeans der Meeresspiegel signifikant ansteigt. Betroffen davon sind die Küsten in der Bengalenbucht, der Arabischen See, Sri Lanka, Sumatra und Java. Laut den Forschern um die Geophysikerin Weiqing Han ist der Mensch zumindest teilweise dafür verantwortlich.

"Die Studie im Fachmagazin Nature Geoscience bietet einige sehr interessante Aspekte, die auch vielen Wissenschaftlern nicht bekannt sind", meint Claus Böning stellvertretender Leiter des Forschungsbereichs "Ozeanzirkulation und Klimadynamik" am IFM-Geomar http://www.ifm-geomar.de im pressetext-Interview. Die Hauptursache für den Meeresspiegelanstieg ist weder die thermische Ausdehnung, noch die Gletscherschmelze, sondern die Änderung der windgetriebenen Meeresströmungen.

Neue UBA-Studie zeigt: Vollversorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien ist realistisch

Bis 2050 lässt sich die deutsche Stromversorgung vollständig auf erneuerbare Energien umstellen. Dies ist mit der besten bereits heute am Markt verfügbaren Technik möglich. Voraussetzung ist aber, dass der Strom sehr effizient genutzt und erzeugt wird. Das zeigt die Studie des Umweltbundesamtes (UBA) „Energieziel 2050: 100% Strom aus erneuerbaren Quellen“. Um dies bis 2050 zu erreichen, plädiert das UBA für frühzeitige politische Weichenstellungen. „Je früher, je entschlossener wir handeln, desto mehr Zeit bleibt uns für die notwendigen technischen und gesellschaftlichen Anpassungen“, so Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamts. Außerdem kann Deutschland seine hohe Importabhängigkeit von Primärenergieträgern deutlich reduzieren, wenn der Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energien gewonnen wird.

Berlin (ots) - Klimaschutzgesetze werden vielfach nicht oder mangelhaft umgesetzt, eine Kontrolle durch den Staat findet nur in Ausnahmefällen statt - Umfrage der Deutschen Umwelthilfe in Bundesländern stellt massive Vollzugsdefizite und ein Desinteresse an der Umsetzung von Klimaschutzgesetzen fest - Nichtstun verursacht Millionen Tonnen Klimagasemissionen, die nicht in der Statistik auftauchen - DUH-Geschäftsführer Resch: "Staatliches Nichtstun gefährdet akut den Klimaschutz"

Experte: "Rückkehr zum Sonntagsbraten wäre ideal"

Der Fleischhunger der reichen Länder bekommt dem Klima schlecht

Potsdam (pte/28.06.2010/13:55) - Wenn die Menschen weniger Fleisch und Milch konsumieren als bisher und die Landwirtschaft mehr auf Klimaschutz achtet, reduziert das bis 2055 den Methan- und Lachgasausstoß der Landwirtschaft um über vier Fünftel. Zu diesem Schluss kommen Forscher vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) http://www.pik-potsdam.de im Fachmagazin "Global Environmental Change". "Was wir im Supermarkt einkaufen entscheidet am meisten darüber, wie viele Treibhausgase die Landwirtschaft ausstößt", so Studienleiter Alexander Popp im pressetext-Interview.