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Berlin (ots) - Klimaschutzgesetze werden vielfach nicht oder mangelhaft umgesetzt, eine Kontrolle durch den Staat findet nur in Ausnahmefällen statt - Umfrage der Deutschen Umwelthilfe in Bundesländern stellt massive Vollzugsdefizite und ein Desinteresse an der Umsetzung von Klimaschutzgesetzen fest - Nichtstun verursacht Millionen Tonnen Klimagasemissionen, die nicht in der Statistik auftauchen - DUH-Geschäftsführer Resch: "Staatliches Nichtstun gefährdet akut den Klimaschutz"

Experte: "Rückkehr zum Sonntagsbraten wäre ideal"

Der Fleischhunger der reichen Länder bekommt dem Klima schlecht

Potsdam (pte/28.06.2010/13:55) - Wenn die Menschen weniger Fleisch und Milch konsumieren als bisher und die Landwirtschaft mehr auf Klimaschutz achtet, reduziert das bis 2055 den Methan- und Lachgasausstoß der Landwirtschaft um über vier Fünftel. Zu diesem Schluss kommen Forscher vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) http://www.pik-potsdam.de im Fachmagazin "Global Environmental Change". "Was wir im Supermarkt einkaufen entscheidet am meisten darüber, wie viele Treibhausgase die Landwirtschaft ausstößt", so Studienleiter Alexander Popp im pressetext-Interview.

Wissenschaftsmagazin stellt vielversprechende Umweltprojekte vor

Washington DC (pte/26.06.2010/13:45) - Aktuelle Klimastudien zeichnen ein dramatisches Bild über die Zukunft der Erde. Mit einem athmosphärischen CO2-Gehalt von 385 ppm und Vorhersagen, dass diese Menge auf 450 ppm im Jahr 2050 ansteigen könnten, ist rasches Handeln angesagt. Das Wissenschaftsmagazin Popular Science http://www.popsci.com hat insgesamt neun vielversprechende Klimaschutz-Kommunen in seiner Online-Ausgabe vorgestellt.

Forscher: Als rauche die Erde zwei Packungen Zigaretten täglich

Washington DC/Wien (pte/22.06.2010/06:00) - Die erste umfangreiche Darstellung der Folgen des Klimawandels auf die Weltmeere macht deutlich, dass sich die Umweltbedingungen dort in einer Geschwindigkeit verändern, die es seit Jahrmillionen nicht gab. Mit der Zunahme der atmosphärischen Treibhausgase, die vom Menschen produziert werden, kommt es zu dramatischen und irreversiblen Veränderungen der Funktionen in den Ozeanen. Hunderte Mio. Menschen werden davon betroffen sein, berichten Forscher in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Science.

Die Studienergebnisse basieren auf den jüngsten Untersuchungen, die von zwei der renommiertesten Meeresforscher durchgeführt wurden. Schwerwiegende Folgen für Hunderte Mio. Menschen sind nicht auszuschließen, wenn dieser Trend fortgesetzt wird, schreibt Studien-Leitautor Ove Hoegh-Guldberg vom Global Change Institute an der University of Queensland http://gci.uq.edu.au.

Forscher führen tropisches Kaltwasser auf Eismeere zurück

Zürich (pte/18.06.2010/16:05) - Die arktischen Ozeane spielen eine Schlüsselrolle in der Kontrolle des tropischen Klimas. Das berichten Forscher der ETH Zürich http://www.ethz.ch in der Zeitschrift "Science". Die Auswertung ihrer Daten aus dem Pazifik und Atlantik deuten darauf hin, dass eine Veränderung der Pole im Zuge des Klimawandels auch Folgen für die Tropen und das globale Klima nach sich zieht. 

Verschiedene Parameter sind entscheidend

Cape Cod/Hamburg (pte/11.06.2010/11:30) - Die Ölmenge, die derzeit in den Golf von Mexiko dringt, hat die bisher größte Ölverschmutzung in der US-Geschichte ausgelöst. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass es auch die größte Umwelt-Katastrophe sein wird, berichten Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins New Scientist.

Denn die Schäden, die Öl anrichtet, sind von verschiedenen Faktoren abhängig. Das bestätigt auch der Biologe Carlo van Bernem vom Institut für Küstenforschung am GKSS http://www.gkss.de gegenüber pressetext. "Im Prinzip gleicht kein Ölunfall dem anderen", so der Forscher. Der Grad an Umweltzerstörung sei von vielen verschiedenen Parametern abhängig. Dazu gehören die Temperatur des Meerwassers, die Art der Küste und die Frage, ob es sich um raffiniertes Öl oder um Rohöl handelt.

Bonn (ots) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht im nahezu ergebnislosen Ausgang der zweiwöchigen Bonner Klimaverhandlungen nicht nur eine Missachtung heutiger Notwendigkeiten zum Schutz des Klimas, sondern auch eine Missachtung der berechtigten Erwartungen künftiger Generationen. Mit Verweis auf die USA, die nicht zu den Unterzeichnerstaaten des Kyoto-Klimaschutzabkommens gehören, hätten sich die Industriestaaten erneut vor verbindlichen und ausreichenden Zusagen zur Minderung der CO2-Emissionen gedrückt. Wenn die erste Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls 2012 auslaufe, werde es nach bisherigem Verhandlungsstand für die Zeit danach keine neuen globalen CO2-Minderungsziele geben.

Sicherheitsempfehlungen wegen Erfolgs- und Kostendrucks ignoriert

Wien (pte/10.06.2010/06:00) - Die Explosion und der dramatische Untergang der Ölplattform "Deepwater Horizon" vor sieben Wochen ist die Folge verantwortungslosen Risikomanagements der Betreiber Halliburton, Transocean und BP. Das geht aus teilweise vertraulichen Informationen hervor, die pressetext vorliegen.

Bereits drei Wochen nach Beginn der Bohrungen im Oktober 2009 haben BP-Techniker festgestellt, dass in 4.000 Metern Tiefe unerwartet Gas vom Gestein in die Bohrung drang. Nachdem eine Mess-Sonde im Bohrloch steckenblieb und dann im geneigten Winkel bis auf 5.600 Meter weiter gebohrt wurde, nahm BP bewusst unzureichende Rohrabdichtungen in Kauf und verzichtete aus Kostengründen auf den zeitintensiven Einsatz einer Zement-Sonde des Ölfeld-Dienstleisters Schlumberger.