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Forscher führen tropisches Kaltwasser auf Eismeere zurück

Zürich (pte/18.06.2010/16:05) - Die arktischen Ozeane spielen eine Schlüsselrolle in der Kontrolle des tropischen Klimas. Das berichten Forscher der ETH Zürich http://www.ethz.ch in der Zeitschrift "Science". Die Auswertung ihrer Daten aus dem Pazifik und Atlantik deuten darauf hin, dass eine Veränderung der Pole im Zuge des Klimawandels auch Folgen für die Tropen und das globale Klima nach sich zieht. 

Verschiedene Parameter sind entscheidend

Cape Cod/Hamburg (pte/11.06.2010/11:30) - Die Ölmenge, die derzeit in den Golf von Mexiko dringt, hat die bisher größte Ölverschmutzung in der US-Geschichte ausgelöst. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass es auch die größte Umwelt-Katastrophe sein wird, berichten Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins New Scientist.

Denn die Schäden, die Öl anrichtet, sind von verschiedenen Faktoren abhängig. Das bestätigt auch der Biologe Carlo van Bernem vom Institut für Küstenforschung am GKSS http://www.gkss.de gegenüber pressetext. "Im Prinzip gleicht kein Ölunfall dem anderen", so der Forscher. Der Grad an Umweltzerstörung sei von vielen verschiedenen Parametern abhängig. Dazu gehören die Temperatur des Meerwassers, die Art der Küste und die Frage, ob es sich um raffiniertes Öl oder um Rohöl handelt.

Bonn (ots) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht im nahezu ergebnislosen Ausgang der zweiwöchigen Bonner Klimaverhandlungen nicht nur eine Missachtung heutiger Notwendigkeiten zum Schutz des Klimas, sondern auch eine Missachtung der berechtigten Erwartungen künftiger Generationen. Mit Verweis auf die USA, die nicht zu den Unterzeichnerstaaten des Kyoto-Klimaschutzabkommens gehören, hätten sich die Industriestaaten erneut vor verbindlichen und ausreichenden Zusagen zur Minderung der CO2-Emissionen gedrückt. Wenn die erste Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls 2012 auslaufe, werde es nach bisherigem Verhandlungsstand für die Zeit danach keine neuen globalen CO2-Minderungsziele geben.

Sicherheitsempfehlungen wegen Erfolgs- und Kostendrucks ignoriert

Wien (pte/10.06.2010/06:00) - Die Explosion und der dramatische Untergang der Ölplattform "Deepwater Horizon" vor sieben Wochen ist die Folge verantwortungslosen Risikomanagements der Betreiber Halliburton, Transocean und BP. Das geht aus teilweise vertraulichen Informationen hervor, die pressetext vorliegen.

Bereits drei Wochen nach Beginn der Bohrungen im Oktober 2009 haben BP-Techniker festgestellt, dass in 4.000 Metern Tiefe unerwartet Gas vom Gestein in die Bohrung drang. Nachdem eine Mess-Sonde im Bohrloch steckenblieb und dann im geneigten Winkel bis auf 5.600 Meter weiter gebohrt wurde, nahm BP bewusst unzureichende Rohrabdichtungen in Kauf und verzichtete aus Kostengründen auf den zeitintensiven Einsatz einer Zement-Sonde des Ölfeld-Dienstleisters Schlumberger.

Atlantik-Zyklus hat hohen Einfluss auf das Eisvolumen

Fribourg (pte/07.06.2010/12:20) - Nicht nur der Mensch, sondern auch die Natur selbst trägt dazu bei, dass die Gletscher in Europa momentan zurückgehen. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Universität Fribourg http://www.unifr.ch in der Zeitschrift "Geophysical Research Letters". Ihr Computermodell der Eisvolumen der 30 größten Schweizer Gletscher zeigte, dass es eindeutige Zusammenhänge zu wiederkehrenden Naturphänomenen gibt. "Das Ergebnis ist repräsentativ für alle Alpengletscher", betont Studienleiter Matthias Huss im pressetext-Interview.

Erste Langzeitstudie

Herkömmliche Gletscherdaten gibt es in den meisten Regionen erst seit den 60er-Jahren. Sie erlauben daher kaum Rückschlüsse auf längere Zeiträume. "Die Gletscherentwicklung weltweit zeigt einen stark negativen Trend. Unsere Daten geben den Hinweis, dass es schon in den 40ern deutliche Rückgänge gab", so Huss. Ein Rückblick bis 1900 gelang den Forschern durch die Analyse alter Vermessungen, Luftbilder und Karten. Auf dieser Basis erstellten sie digitale Höhenmodelle, die die Volumina der Gletscher anzeigten und deren Entwicklung erkennen ließen. Diese Daten wurden dann mit einem Computermodell interpretiert.

Modellrechnungen zeichnen dramatisches Bild für US-Ostküste

Kiel/Boulder (pte/04.06.2010/15:55) - Ein US-deutsches Forscherteam hat Modellrechnungen über den Verlauf des Öls, das im Golf von Mexiko freigesetzt wird, gemacht. Demnach ist es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis sich das Öl über den Golfstrom weit in den Atlantik ausbreiten wird. Besonders betroffen davon würde die atlantische Küste Floridas sein. Initiatoren der Studie sind Forscher vom National Center for Atmospheric Research (NCAR) http://www.ncar.ucar.edu in Boulder und vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) http://www.ifm-geomar.de in Kiel. Die Rechnungen wurden am Los Alamos National Laboratory durchgeführt.

Experten: Dennoch kein Grund zur Entwarnung

Auckland/Suva (pte/04.06.2010/13:50) - Eine im Wissenschaftsmagazin New Scientist erschienene Studie kommt zum Schluss, dass die flachen Koralleninseln im Süd- und Zentralpazifik doch nicht sinken. Demnach sind einige Inseln der Staaten Tuvalu, Kiribati und der Föderierten Staaten von Mikronesien in den vergangenen 60 Jahren jährlich um zwei Millimeter gestiegen. Andere Eilande haben sich größenmäßig während dieser Zeitspanne nicht verändert.

Ziel ist Beruhigung der Aktionäre - US-Öl-Förderpolitik in der Kritik

London (pte/04.06.2010/11:25) - Der wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko massiv in die Kritik geratene Ölmulti BP http://bp.com will trotz herber Aktienkursverluste an seiner Milliarden-Dividende festhalten. Wie der Guardian schreibt, will Konzernchef Tony Hayward wie bisher jedes Jahr rund zehn Mrd. Dollar oder mehr an seine Investoren ausschütten. Konkrete Details sollen aber erst bei einer Investoren-Konferenz am heutigen Freitag bekannt gegeben werden.

Business-Ethik zum Scheitern verurteilt

"BP kann man nur bedingt vorwerfen, an seiner Dividenden-Politik der letzten Jahre trotz der aktuellen Katastrophe weiter festzuhalten. Auch ist die vielzitierte und sehr oft eingeforderte Business-Ethik zu hoch bewertet. Denn Profite sind nun einmal Triebfedern der Wirtschaft", so Unternehmensberater Bernd Höhne http://jobdot.de gegenüber pressetext. Dem Fachmann nach schöpft BP nur seine Möglichkeiten aus. Vielmehr müsse die Politik besser regulieren.