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Wärmstes Jahr seit Beginn der Aufzeichnugen vor 130 Jahren

Washington (pte/20.05.2010/11:55) - Der aktuellen Wetterlage Europas zum Trotz ist das Jahr 2010 bisher das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen vor 130 Jahren. Das berichtet die US-amerikanische Ozean- und Klimabehörde NOAA http://www.noaa.gov, die seit 1880 die weltweiten Temperaturmessungen auf Wasser und Land sammelt und analysiert. Verbindet man die mittlere globale Land- und Ozeantemperatur von Jänner bis April dieses Jahres, so liegt sie bei 13,3 Grad. Das ist um 0,69 Grad über dem Schnitt des vorigen Jahrhunderts.

Berichte zu Jahresbeginn haben schon die Jahre 2000 bis 2009 als bisher wärmstes Jahrzehnt bezeichnet. Die Temperatur der Erdoberfläche steigt seit 1980 laut NASA-Daten alle zehn Jahre um 0,2 Grad Celsius. Den bisherigen Jahresrekord hält 2005, gefolgt ex aequo von den Jahren 1998, 2002, 2003, 2006 und 2009. Doch nun ist das Jahr 2010 am besten Weg, den neuen Spitzenplatz einzunehmen.

WWF fordert politischen Richtungswechsel in der Offshore-Ölforderung

Hamburg (ots) - Angesichts der unabsehbaren Umweltschäden durch die aktuelle Ölkatastrophe im Golf von Mexiko fordert der WWF ein Aussetzen weitere neuer Bohrvorhaben auf See - insbesondere für unmittelbar bevorstehende Bohrungen in den arktischen Gewässern vor Alaska. Geplanter Start für die Explorationsbohrungen in der Arktis durch Shell ist der 1. Juli. Vor Beginn jeglicher neuer Bohrungen in US-Gewässern muss nach WWF-Ansicht die vollständige Aufarbeitung der "Deepwater Horizon" Katastrophe durch die eingesetzte unabhängige Kommission erfolgen und strengere Sicherheitsvorschriften erlassen werden. Fast 700 Lizenzen für die Beaufort- und Tschuktschensee vor Alaskas Küsten sind bereits vergeben. Am 24. Mai soll das Förderschiff "Frontier Discoverer" von Shell von den Philippinen aus nach Alaska starten.

Expertenrunde von World Future Council und HafenCity Universität nimmt Nationalregierungen in die Pflicht

Hamburg (ots) - Städte tun noch immer zu wenig gegen den Klimawandel. Vor allem die Metropolen der Industrieländer sind die Hauptverursacher des globalen Treibhauseffekts. Das Prinzip der Nachhaltigkeit muss künftig für den gesamten Stoffwechsel einer Stadt sowie die lokale Wirtschaft gelten. Dies geht aus einem Arbeitspapier der Internationalen Expertenkommission zum Thema Städte und Klimawandel des World Future Council (WFC) und der Hamburger HafenCity Universität (HCU) hervor, die gestern und heute im Hamburger Rathaus tagte.

Mittelmeer-Städte werden im Sommer zum Inferno

Zürich (pte/17.05.2010/12:40) - Die Hitzewellen in Europa werden häufiger, länger und ausgeprägter. Das berichten Forscher vom Institut für Atmosphäre und Klima der ETH Zürich http://www.iac.ethz.ch in der Zeitschrift "Nature Geoscience". Das Gesundheitsrisiko, das die globale Erwärmung für Europa bedeutet, wurde bisher unterschätzt, so das Ergebnis der vom Nationalen Forschungsschwerpunkts Klima geförderten Studie. Die Berechnungen basieren auf unterschiedlichen Klimamodellen.

Soziologen bestimmen Voraussetzung für Kooperation

Zürich (pte/12.05.2010/12:55) - Viele Krisen des Planeten – wie Überfischung, Klimawandel oder die Finanzkrise – gehen im Kern auf ausbeuterisches Verhalten zurück. Egoisten sind kurzfristig im Vorteil, können dadurch jedoch das System zerstören. Was es braucht, um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, zeigt ein internationales Team von Soziologen unter der Leitung der ETH Zürich http://www.soms.ethz.ch in der Zeitschrift "PLoS Computational Biology". "Kooperation kann sich dort durchsetzen, wo Menschen mit ihrem Umfeld interagieren", erklärt Forschungsleiter Dirk Helbing im pressetext-Interview.

Wissenschaftler erforschen Folgen des Klimawandels, Ozeanversauerung und die unbekannte Tiefsee

Kiel (ots) - 12. 5. 2010 - Zu einer viermonatigen Expedition in die Arktis bricht übermorgen das Greenpeace-Schiff "Esperanza" auf. Es sticht von Kiel aus in See. Zu der rund 30-köpfigen Besatzung gehören Klima- und Meeresexperten von Greenpeace sowie Wissenschaftler. Gemeinsam mit den Forschern untersuchen die Umweltschützer die stärksten Bedrohungen der Arktis: den Einfluss des Klimawandels auf das ewige Eis, die Versauerung der Ozeane und die unkontrollierte Ausbeutung der Fischbestände. Das Freiland-Experiment zur Ozeanversauerung der Wissenschaftler des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) ist weltweit das erste seiner Art.

Geschichte des Umweltbundesamtes in Bild, Text und Ton

Mit einer neuen Online-Kampagne informiert das Umweltbundesamt (UBA) ab sofort die internetbegeisterte Öffentlichkeit: Unter http://fuer-mensch-und-umwelt.de/ startet eine virtuelle Zeitreise durch 36 Jahre Umweltbundesamt und Umweltschutz.

Studie: Je reicher ein Land, desto größer der Druck auf die Umwelt

Adelaide/Wien (pte/08.05.2010/13:55) - Eine Studie von Forschern der University Adelaide http://www.adelaide.edu.au - gemeinsam mit der National University of Singapore und der Princeton University - hat erstmals den Druck auf die Umwelt in 179 Staaten der Erde gelistet. Dazu wurden insgesamt sieben Indikatoren herangezogen, auf deren Grundlage ein Index erstellt wurde, der die proportionale sowie auch die absolute Umweltbelastung zeigt. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse im Wissenschaftsmagazin PLoS One.

Die zehn schlechtesten Ergebnisse auf dem proportionalen Index erreichten Singapur, Korea, Katar, Kuwait, Japan, Thailand, Bahrain, Malaysia, die Philippinen und die Niederlande. In absoluten globalen Zahlen waren Brasilien, USA, China, Indonesien, Japan, Mexiko, Indien, Russland, Australien und Peru die Spitzenreiter. Indikatoren waren Verlust des natürlichen Waldes, Habitatveränderung, Fischerei und andere Arten der Meeresnutzung, Einsatz von Düngemitteln, Wasserverschmutzung, CO2-Emissionen und Druck auf die Flora und Fauna.