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Fördersperre: Markt für Solarwärmeanlagen bricht um ein Drittel ein

Köln/Berlin (ots) - Der vom Finanzminister verhängte Förderstopp für die erneuerbaren Energien im Wärmemarkt hat zu einem massiven Markteinbruch für Solarwärmeanlagen geführt. Allein im Mai brach die Nachfrage durch das Einfrieren der Fördermittel um 33 Prozent ein. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) und der Bundesindustrieverband Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH) kritisieren das Vorgehen scharf. "Durch die Blockade der Fördermittel treibt der Bundesfinanzminister hunderte Solarwärme-Unternehmen an den existenziellen Abgrund", so Carsten Körnig, Geschäftsführer des BSW-Solar. "Auch Wärmepumpen und Holzzentralheizungskessel geraten in den Strudel des Fördergaus des Finanzministers. Wir erleben hier einen stark negativen Trend", ergänzt der Hauptgeschäftsführer des BDH, Andreas Lücke.

Erste umfassende Bilanz - Großes Sparpotenzial bei Kohle

Hamburg (ots) - 3. 6. 2010 - Der Einsatz klimaschädlicher Kohle kommt den Steuerzahler wesentlich teurer als die offiziellen Zahlen bislang zeigen. Greenpeace legt erstmals eine Liste der vollständigen staatlichen Förderung in der Zeit von 1950 bis 2008 vor. Die Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) berechnet, dass Stein- und Braunkohle im Jahr 2008 Vergünstigungen und Subventionen in Höhe von 12,8 Milliarden Euro erhielten. Die Bundesregierung nennt hingegen im Subventionsbericht nur 1,9 Milliarden Euro. Allein die heute bekannten künftigen Subventionen für Steinkohle belaufen sich bereits auf über 28 Milliarden Euro. Hinzu kommen Vergünstigungen für Braunkohle und Investitionszuschüsse für neue Kraftwerke. Greenpeace fordert, alle Subventionen und finanziellen Vorteile für Kohle zu streichen. Am 6. und 7. Juni will die Bundesregierung eines der größten Sparpakete der bundesdeutschen Geschichte beschließen.

Ökostromanbieter Greenpeace Energy wehrt sich gegen energiepolitische Aussagen des Industrie- und Handelskammertages

Hamburg (ots) - Gegen einen Pro-Atom-Kurs des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) will sich der Ökostromanbieter Greenpeace Energy mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln wehren. Hintergrund ist ein Papier des Umweltausschusses in der DIHK, das im "Gesamtinteresse der Wirtschaft" längere Laufzeiten für Atomkraftwerke fordert. Das Papier soll voraussichtlich noch im Juni als offizielle DIHK-Position beschlossen werden.

Forschungsinstitut Synovate und Deutsche Welle präsentieren Ergebnisse einer globalen Studie

Bonn (ots) - Menschen in aller Welt empfinden den globalen Klimawandel nach wie vor als Bedrohung und sehen extreme Wetterbedingungen als größtes Risiko. Das ist das Ergebnis einer weltweiten Studie des Marktforschungsunternehmens Synovate in Kooperation mit der Deutschen Welle. Die Meinungsforscher haben in 18 Ländern mehr als 13.000 Menschen zu ihren Einschätzungen befragt - bezüglich des Bedrohungspotenzials, der Auswirkungen und der Möglichkeiten, dem Klimawandel entgegenzuwirken. Umfassende Ergebnisse werden auf dem Deutsche Welle Global Media Forum in Bonn vorgestellt. Thema der internationalen Konferenz vom 21. bis 23. Juni: "THE HEAT IS ON - der Klimawandel und die Medien"

Deutsche Dominanz befürchtet - Transgreen tüftelt an Stromübertragung

Paris/München/Wien (pte/20.05.2010/16:25) - Das milliardenschwere Solarstromprojekt Desertec http://www.desertec.com in der nordafrikanischen Wüste ruft nach langer Skepsis nun auch die Franzosen auf den Plan. Wie das Handlesblatt schreibt, will man das ambitionierte Vorhaben nicht vollständig der deutschen Wirtschaft überlassen. Mit einem eigenen Konsortium namens Transgreen soll ein Gegengewicht zur Bundesrepublik geschaffen werden. Vorgesehen ist die Entwicklung eines Stromnetzes unter dem Mittelmeer.

Zusammenhang mit Klimaerwärmung und Anstieg des Meeresspiegels

Miami/Potsdam (pte/20.05.2010/06:05) - Mit dem Abschmelzen der gewaltigen Inlandgletscher in Grönland beginnt sich die Landmasse der größten Insel der Erde nach oben zu heben. Nun haben Forscher der University of Miami festgestellt, dass sich das Land in einer bisher nicht bekannten Geschwindigkeit anhebt. Die Eiskappe Grönlands ist bis zu zwei Kilometer dick.

Grönland steigt um fast 2,5 Zentimeter pro Jahr - und wenn es so weitergeht, könnten es 2025 sogar fünf Zentimeter jährlich sein, berichtet der Geophysiker und Studienautor Tim Dixon von der Rosenstiel School of Marine and Atmospheric Science (RSMAS) http://www.rsmas.miami.edu im Fachmagazin Nature Geoscience. Die Forscher gehen davon aus, dass das gewaltige Gewicht der Eismassen mit dem Schmelzen abnimmt und sich dadurch die Landmasse hebt.

Wärmstes Jahr seit Beginn der Aufzeichnugen vor 130 Jahren

Washington (pte/20.05.2010/11:55) - Der aktuellen Wetterlage Europas zum Trotz ist das Jahr 2010 bisher das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen vor 130 Jahren. Das berichtet die US-amerikanische Ozean- und Klimabehörde NOAA http://www.noaa.gov, die seit 1880 die weltweiten Temperaturmessungen auf Wasser und Land sammelt und analysiert. Verbindet man die mittlere globale Land- und Ozeantemperatur von Jänner bis April dieses Jahres, so liegt sie bei 13,3 Grad. Das ist um 0,69 Grad über dem Schnitt des vorigen Jahrhunderts.

Berichte zu Jahresbeginn haben schon die Jahre 2000 bis 2009 als bisher wärmstes Jahrzehnt bezeichnet. Die Temperatur der Erdoberfläche steigt seit 1980 laut NASA-Daten alle zehn Jahre um 0,2 Grad Celsius. Den bisherigen Jahresrekord hält 2005, gefolgt ex aequo von den Jahren 1998, 2002, 2003, 2006 und 2009. Doch nun ist das Jahr 2010 am besten Weg, den neuen Spitzenplatz einzunehmen.

WWF fordert politischen Richtungswechsel in der Offshore-Ölforderung

Hamburg (ots) - Angesichts der unabsehbaren Umweltschäden durch die aktuelle Ölkatastrophe im Golf von Mexiko fordert der WWF ein Aussetzen weitere neuer Bohrvorhaben auf See - insbesondere für unmittelbar bevorstehende Bohrungen in den arktischen Gewässern vor Alaska. Geplanter Start für die Explorationsbohrungen in der Arktis durch Shell ist der 1. Juli. Vor Beginn jeglicher neuer Bohrungen in US-Gewässern muss nach WWF-Ansicht die vollständige Aufarbeitung der "Deepwater Horizon" Katastrophe durch die eingesetzte unabhängige Kommission erfolgen und strengere Sicherheitsvorschriften erlassen werden. Fast 700 Lizenzen für die Beaufort- und Tschuktschensee vor Alaskas Küsten sind bereits vergeben. Am 24. Mai soll das Förderschiff "Frontier Discoverer" von Shell von den Philippinen aus nach Alaska starten.



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