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Beträchtliche Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Gummersbach (pte/14.09.2010/16:35) - Der Hype um das Thema Nachhaltigkeit ist in den meisten Unternehmen längst angelangt. Gerne schmücken sie sich mit dem Attribut, ohne jedoch wirklich nachhaltig zu arbeiten. So wurde zwar die Bedeutung der Thematik erkannt, die Umsetzung steckt aber noch in den Kinderschuhen, wie die Managementberatung Kienbaum http://www.kienbaum.de aufzeigt. Selbst die deutschen Top-50-Unternehmen hinken dabei nach wie vor hinterher. Bei mehr als der Hälfte klafft zwischen selbstdefiniertem Anspruch und aktuellen Strukturen "eine beträchtliche Lücke".

Glaubwürdigkeit in Gefahr

Die bestehenden Schwächen im Nachhaltigkeits-Management bilden "insbesondere nach außen eine erhebliche Gefahr für die Glaubwürdigkeit des Unternehmens und damit auch ein wirtschaftliches Risiko", sagt Kienbaum-Geschäftsführer Alexander von Preen. Bei mehr als einem Drittel der Firmen ist es in der Konzernkommunikation verankert, wodurch das Risiko des so genannten "Greenwashing" steigt. Nachhaltigkeit dient dabei überwiegend als Kommunikationsstrategie nach außen, schlägt sich aber nicht im tatsächlichen Handeln der Unternehmen nieder.

Selbst Nachhaltigkeitsziele sind nach wie vor "nur mangelhaft" in den Unternehmen verankert. Zwar sind sie bei den meisten Gesellschaften fixer Bestandteil der Konzernstrategie. Obwohl sie Chefsache sein sollten, spielen sie Kienbaum zufolge etwa in der Vorstandsvergütung aber weiterhin eine untergeordnete Rolle. Einige Organisationen nennen Nachhaltigkeit nur in ihrem Leitbild. Mehr als ein Viertel führt sie in den Unternehmenszielen gar nicht auf. Indem sie operative Nachhaltigkeitsziele nach außen kommunizieren, könnten die Firmen der Öffentlichkeit aber glaubhaft machen, "dass ihre Nachhaltsstrategie mehr ist als ein Modethema", so von Preen. 

Aussender: pressetext.deutschland