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Umwelt-Aktivitäten von Europas Citys untereinander kaum vergleichbar

Wien (pte/22.07.2010/06:00) - Die nordischen Städte Oslo, Stockholm und Kopenhagen schneiden in Sachen Klimaschutz europaweit am besten ab. Zu den Top-Städten gehören auch Wien, Berlin und Frankfurt. Das hat die aktuelle Studie "City typology as the basis for policy" von KPMG gezeigt. "Doch die einzelnen Aktivitäten der Citys sind untereinander kaum vergleichbar", meint Peter Ertl, Geschäftsführer von KPMG http://www.kpmg.at gegenüber pressetext. "Denn die Städte richten sich es so, wie sie wollen, wenn es um Klimaschutz geht."

"Probleme schafft die Vielfalt an Mess- und Bewertungsmethoden. Sie erschwert die Vergleichbarkeit einzelner Städte", erklärt Ertl. Ohne Zweifel verbrauchen Städte große Mengen an Energie und emittieren dementsprechend viel CO2. Das bedeutet auch, dass Citys eine entscheidende Rolle im Hinblick auf den Klimaschutz spielen. "Um den Erfolg ihrer Maßnahmen mess- und vergleichbar zu machen, wenden viele Metropolen Klimaschutz-Standards an. Und gerade hier mangelt es am gemeinsamen Nenner."

Einheitliche Methoden führen zum Ziel

In der aktuellen Studie werden rund 60 verschiedene Klimaschutz-Standards und Indizes kategorisiert und analysiert. "Spezifische Erfordernisse werden bei den vielen Messmethoden, Benchmarks und Definitionen jedoch kaum berücksichtigt", kritisiert Ertl. "Das Ergebnis ist dementsprechend unbefriedigend. Die immensen Datenmengen steigern die Kosten und führen darüber hinaus noch zu einer mangelhaften Vergleichbarkeit."

"Das geht leider auf Kosten der Effektivität in Sachen Energie- und Klimaschutzmaßnahmen", so Ertl. "Aufgrund der Vielzahl und Komplexität der Daten besteht zudem die Gefahr, dass Ergebnisse willkürlich ausgewählt werden." Als oberstes Gebot sieht der Experte eine Vereinheitlichung der Messmethoden.

"Darüber hinaus soll eine offen zugängliche, interaktive Datenbank die Städte Europas vernetzen und den Zugang zu Daten und Messinstrumenten vereinfachen." Zur Erhöhung der Effektivität von Energie- und Klimaschutzmaßnahmen müssen maßgeschneiderte Lösungswege zur CO2-Reduzierung für einzelne Städte konzipiert werden.

Osteuropas Citys hinken hinterher

Das positive Abschneiden der skandinavischen Hauptstädte ist für Ertl keine Überraschung. "Auch dass Wien unter den Top-Fünf ist, ist klar, denn die Bundeshauptstadt steigt auch in allen anderen Indices sehr gut aus", betont Ertl. "In Wien wurde für den Umweltschutz und für die hohe Lebensqualität viel getan." Schlusslichter sind die Städte Vilnius, Sofia, Tallinn und Kiew. Sie hinken in der Entwicklung mehrere Jahre hinterher.

Link zur Studie unter http://www.kpmg.at/de/library/1130_DEU_HTML.php 

Aussender: pressetext.austria