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Klimawandel verschiebt trockenes Klima nach Norden und Süden

Riverside/Hamburg (pte036/24.05.2012/13:30) - Der tropische Gürtel der Erde verschiebt sich in die Richtung der beiden Pole. Das haben Forscher anhand eines Klimamodells errechnet. Verantwortlich dafür sind Ruß, Feinstaub und das Ozonloch. Die klimatischen Veränderungen wurden durch Menschen hervorgerufen. Der Treiber des tropischen Klimas ist in der südlichen Hemisphäre das Ozonloch. In der nördlichen Hemisphäre sind die Ozonbelastung und der Ruß verantwortlich für die Ausweitung des tropischen Klimas.

 

Subtropen werden trockener

"Ozon und Ruß haben beide die Eigenschaft, die Athmosphäre zu erwärmen", sagt Klimaforscherin Elina Marmer http://clisec.zmaw.de gegenüber pressetext. Studienleiter Robert J. Allen von der Riverside University of California http://ucr.edu beobachtet im Zuge des Klimamodells eine Expansion der tropischen Zone um 0,7 Grad pro Jahrzehnt.

"Wenn sich die Tropen polwärts bewegen, dann wird es in den Subtropen trockener. Das wird einen Effekt auf die regionale Landwirtschaft, Wirtschaft und Gesellschaft dieser Zonen haben", so Allen. "Das Ergebnis der Studie überrascht mich nicht - dieser Effekt ist in der Klimaforschung in aller Munde", sagt Marmer. Dass sich das tropische Klima in Richtung Nord- und Südpol verzieht, wussten die Forscher bereits.

Heißes Wetter am Mittelmeer

Das tropische Klima bringt Regen, es ist heiß und es regnet viel. In den Subtropen herrscht eigentlich ein trockenes Klima. "Wenn sich das verschiebt, wird es in den Subtropen feuchter und ein Teil des mittleren Klimas wird trockener - man vermutet, dass es rund um das Mittelmeer extrem trocken wird", erklärt Marmer. Man könne aber keine Aussagen über bestimmte Regionen treffen. Zum Effekt des Klimawandels kämen auch geografische Besonderheiten.

Quelle: pressetext.redaktion