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Im medialen Schatten der am vergangenen Freitag zu Ende gegangenen Weltklimakonferenz veröffentlichte die Internationale Energieagentur ihren diesjährigen World Energy Outlook – mit einer Vorstellung am 14. November in London und am 17. November in Berlin.

Die Präsentation des Exekutivdirektors Fatih Birol sowie die im Internet veröffentlichte Zusammenfassung gehen in Bezug auf Öl von einer ungestörten Fortsetzung von 'business as usual' aus. Eine Analyse der Aussagen im (kostenpflichtigen) Gesamtbericht legt aber eine andere Interpretation nahe. Seit 2011 enthalten die jährlich veröffentlichten Gesamtberichte der IEA lediglich tabellarische Darstellungen der zukünftigen Verfügbarkeit des wichtigsten fossilen Energieträgers: Erdöl. Hinzu kommt, dass die Informationen seitdem über zwei bis drei Tabellen verteilt sind.

Die wichtigsten Ergebnisse des World Energy Outlook 2017 im Hinblick auf Öl:

  • Die Ölförderung aus existierenden Ölfeldern im New Policies Scenario geht bis 2040 um 65 % zurück. <
  • Unkonventionell gefördertes Öl (Schieferöl) kann diesen Rückgang nicht aufhalten.
  • Bis 2040 muss 35 % des Bedarfs durch zusätzliche Felder gedeckt werden, die noch nicht einmal gefunden sind oder deren Inbetriebnahme fast schlagartig erfolgen muss, um Wirkung zu zeigen.
  • Unter realistischer Betrachtung wird sich daher bis 2040 die globale Ölförderung nahezu halbieren.

Für den Klimawandel wäre dies eine eine gute Nachricht.

Die Zusammenhänge sind den von der Internationalen Energieagentur veröffentlichten Tabellen nicht ganz einfach zu entnehmen. ASPO Deutschland (Association for the Study of Peak Oil and Gas) hat daher eine grafische Analyse erstellt, die heruntergeladen werden kann unter: www.energiekrise.de

Pressemitteilung – ASPO Deutschland