2010: Windenergiebranche droht Umsatzflaute

1254234172i14062.jpgSignifikante Auftragseinbrüche machen Nachverhandlungen nötig

Dunkle Wolken über Windkraftindustrie (Foto: aboutpixel.de, revolvermann)

Frankfurt/Osnabrück/Berlin (pte/30.09.2009/06:00) - Der Windenergiebranche drohen im nächsten Geschäftsjahr Auftrags- und Umsatzeinbrüche. Obwohl die Marktplayer jetzt noch vom starken Wachstum und den vollen Auftragsbüchern aus 2008 zehren, schätzen Fachleute, dass sich die Situation für die Industrie im kommenden Jahr stark eintrübt. Denn spätestens in ein paar Monaten wird sich der signifikante Rückgang an Neuaufträgen im Rahmen der Wirtschafts- und Finanzkrise bemerkbar machen, so Insider. Angesichts der prognostizierten Einbrüche bei Projektrealisierungen können viele Konzerne nur dann überleben, wenn sie neue Strategien entwickeln, um ihre Margen halten zu können.

 


"Die Umsatzerwartungen bis Jahresende liegen bei deutschen Unternehmen nach wie vor im erfreulichen zweistelligen Bereich, haben zuletzt jedoch leichte Rückgänge erlitten", erläutert Ulf Gerder vom Bundesverband WindEnergie http://www.wind-energie.de auf Nachfrage von pressetext. Dem Verbandssprecher zufolge gibt sich die Branche in der Bundesrepublik daher nach wie vor optimistisch, bis Jahresende über 2.000 Megawatt erzeugende Anlagen errichtet zu haben. Einer Erhebung der Unternehmensberatung Frost & Sullivan http://www.frost.com nach werden viele Unternehmen mit einer rückläufigen Nachfrage, verkürzten Vorlaufzeiten und Preisverfällen bei Turbinen, Frachtkosten und Rohmaterialien 2010 zu kämpfen haben.

Diese Auswirkungen der Krise werden die Hersteller, Zulieferer und Rohmaterialproduzenten der Windenergiebranche zu gegenseitigen Nachverhandlungen zwingen, prognostiziert Frost & Sullivan. "Einige Unternehmen haben schon Konsequenzen gezogen und unterschiedliche Konzepte entwickelt, um den Widrigkeiten zu trotzen", sagt Studienautor Gouri Kumar. Vor allem die jüngst stattgefundenen Übernahmen und Zusammenschlüsse, zu denen auch einige Joint-Venture-Transaktionen auf dem globalen Windenergiemarkt zählen, zeigen den Trend. Der nach der deutschen Bundestagswahl in Aussicht gestellten Regierungskoalition zwischen CDU/CSU und FDP blicken Kenner der deutschen Windenergiebranche gespannt entgegen.

"Wir werden sehen, welche Ziele sich die neue Bundesregierung auf die Fahnen schreibt. Die vermutlich anstehende Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken hat in der Windindustrie bislang jedenfalls noch nicht zu kurzfristigen Investitionszurückhaltungen geführt", so Gerder auf Nachfrage von pressetext. Fakt sei aber auch, dass ein längerer Betrieb von Atommeilern nicht nur zu einer Verstopfung der Netze führen, sondern auch den Ausbau von erneuerbaren Energien ausbremsen würde. Laut Frost & Sullivan bietet die Krise aber auch Chancen. Das heißt für viele Unternehmen, anorganisch wachsen zu können oder sich intern mit Blick auf das Qualitätsmanagement, den Betrieb, die Instandhaltung oder die Schulung zu verbessern. (Ende)

http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=090930001
Aussender: pressetext.deutschland
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