Altes Land rüstet sich gegen den Klimawandel

Schwarze Sommerfäule in Norddeutschland angekommen

(aid) - Der Klimawandel verschont auch die deutschen Obstbauern nicht. Wärmere Sommer und stärkere Regenfälle begünstigen vor allem den Befall von Obstbäumen mit Pilzen. Das an der Niederelbe gelegene Alte Land, mit fast 10 000 Hektar Nordeuropas größtes zusammenhängendes Obstanbaugebiet, leidet besonders unter der Schwarzen Sommerfäule des Apfels.

Diese durch den Pilz Diplodia seriata hervorgerufene Erkrankung war bis vor wenigen Jahren in Nordeuropa völlig unbekannt. Mittlerweile sorgt sie für Ernteverluste von bis zu zehn Prozent bei bestimmten Sorten - fatal in einem Gebiet, in dem jeder dritte deutsche Apfel erzeugt wird. Am Obstbau-Versuchs- und Beratungszentrum (OVB) Jork wurde darum jetzt ein Diagnostiklabor eingerichtet, in dem vorrangig an der Erkennung, Infektionsbiologie und Bekämpfung neuer Schadpilze gearbeitet wird.

Ermöglicht wurde diese Maßnahme durch den Projektverbund KLIMZUG-NORD. Im KLIMZUG-Programm ("Klimawandel in Regionen zukunftsfähig gestalten") fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung sieben ausgewählte deutsche Regionen über einen Zeitraum von fünf Jahren. Die Metropolregion Hamburg mit den besonderen Bedingungen an der Niederelbe ist eine davon.
aid, Dr. Margit Ritzka

Weitere Informationen: www.klimzug-nord.de und www.ovb-jork.de

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