Schluss für Dreckschleuder-Schiffe

US-Energiebehörde will Stickoxide in Seefahrt reduzieren

Washington DC (pte/07.07.2009/12:05) - Die US-Umweltbehörde EPA http://www.epa.gov will die Stickoxidemissionen im Schiffsverkehr dramatisch reduzieren. Mit dem Clean Air Act soll nun auch die Seefahrt weltweit sauberer werden. Dass die Schifffahrt zu den großen Umweltverschmutzern gehört, ist längst bekannt. Riesige Schiffsmotoren verbrennen große Mengen Schweröl, einem Abfallprodukt der Mineralölindustrie. Dabei entstehen beträchtliche Konzentrationen an Schwefel- und Stickoxiden sowie Rußpartikeln, die ungefiltert in die Atmosphäre gelangen. Rund 60.000 Menschen, so schätzen Forscher, sterben jährlich weltweit allein infolge dieser Emissionen.

Die neuen Abgaswerte sollen bereits 2011 in Kraft treten und zu einer Reihe von technischen Maßnahmen bei Schiffsmotoren führen. Dazu gehören etwa effizientere Motoren, die bis zur Erreichung der ersten Ziele etwa 15 bis 20 Prozent der Stickoxid-Emissionen verhindern sollen. Der zweite Standard soll dann 2016 in Kraft treten und im Vergleich zu heute insgesamt 80 Prozent des Stickoxid-Ausstoßes verringern. Dass die Verringerung der Emissionen im Schiffsverkehr dringend ist, wissen die Forscher. Experten gehen davon aus, dass der weltweite Schiffsverkehr bis 2012 um 40 Prozent ansteigen wird. Erst im Vorjahr haben Forscher um James Corbett Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) genutzt, um in verschiedenen Gebieten der Erde die Häufigkeit von Krankheiten mit der Menge der Schiffsemissionen zu vergleichen. (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/071109024/)

Jährlich blasen Schiffe, die zumeist mit schwerem Dieselöl fahren, zwischen 1,2 und 1,6 Mio. Tonnen Abgaspartikel in die Atmosphäre. Schiffe sind für ein Sechstel der vom Menschen verursachten Stickoxidemissionen und für ein Zwölftel der technisch-industriellen Schwefeldioxid-Mengen verantwortlich. Wie bei allen Verbrennungsvorgängen werden auch beträchtliche Mengen an Feinstäuben emittiert. Darunter befinden sich auch jene Partikel, die kleiner als zehn Mikrometer im Durchmesser sind. Besonders die ultrafeinen Partikel werden von zahlreichen Forschern immer wieder dafür verantwortlich gemacht Herz- und Lungenkrankheiten zu verursachen, da sie die Lungen-Herzschranke passieren können. Es gibt zudem Hinweise darauf, dass Emissionen aus Schiffsmotoren auch jene krebsauslösenden Partikel enthalten, die sich auch im Zigarettenrauch befinden. "Je kleiner diese Partikel, desto gefährlicher sind sie", bestätigt Aaron Cohen, Berater der Weltgesundheitsorganisation WHO. "Partikel, die kleiner als 2,5 Mikrometer sind, fordern jährlich mindestens 800.000 Todesopfer weltweit."

Die von der EPA angestrebte Verringerung der Abgaswerte würde für die 200 Seemeilen-Zone vor den Gewässern der USA und Kanadas gelten. Die neuen Standards entsprechen den im Internationalen Übereinkommen zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch Schiffe (MARPOL) festgelegten Regelungen.

MARPOL-Übereinkommen: http://www.bsh.de/de/Meeresdaten/Umweltschutz/MARPOL_Umweltuebereinkommen/index.jsp (Ende)

http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=090707020
Aussender: pressetext.austria
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