Weltklimakonferenz - VIER PFOTEN verurteilt Fleischkonsum als Klimakiller Nummer Eins

Hamburg (ots) - Vom 7. bis 18. Dezember 2009 findet in Kopenhagen die United Nations Climate Change Conference statt. Die Zukunft der internationalen Klimaschutzpolitik soll bestimmt werden. Der Schutz des Regenwaldes sowie die Reduzierung des weltweiten CO2-Ausstoßes stehen dabei ganz oben auf der Agenda. Doch bisher wurde in der öffentlichen Diskussion der größte Klimafeind kaum beachtet: Fleisch aus Massenproduktion.

Eine Umfrage von VIER PFOTEN International ergab: Nur ein sehr geringer Teil der Bevölkerung weiß, dass der hohe Fleischkonsum der Menschen DER größte Klimakiller ist. Die zur Bedarfsdeckung übliche Massentierhaltung ist noch deutlich klimawirksamer als bisher angenommen. Der Konsum von Fleisch, Milch und Eiern schädigt das Klima stärker als der so oft zitierte Flug- und Autoverkehr. Franz Gratzer von VIER PFOTEN kommentiert: "Wir essen wesentlich mehr Fleisch und Wurst als wir auf Dauer vertragen. Dies schadet nicht nur unserer Gesundheit und unzähligen Tieren, sondern die Tierproduktion ist auch die größte von Menschen verursachte Belastung für unser Klima."

Eine Studie der FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) nennt bereits 2006 die Massentierhaltung mit 18 Prozent als größten Emissionsfaktor. Die Netherlands Enviromental Assessment Agency veröffentlichte im Februar 2009, dass der Klimawandel bis zum Jahr 2050 rund vierzig Billionen Dollar an Kosten verursachen wird. Bis zu 80 Prozent dieser Kosten würden nicht entstehen, wenn die Verbraucher ihren Konsum von Fleisch, Milch und Eiern reduzieren. Die so ersparte Summe würde groß genug sein um zum Beispiel mehr als 200 Millionen Einfamilienhäuser zu je 150.000 US$ zu bauen. Das wären genug Häuser für alle Menschen in Europa, Russland, Australien und Kanada zusammen.

So ernüchternd diese Erkenntnisse sind, ebenso einfach ist die Lösung: Wir brauchen nur unseren Konsum an Fleisch und anderen tierischen Produkten senken. Gratzer fasst zusammen: "Unser Fleischkonsum macht nicht nur den Großteil des von Menschen verursachten Treibhauseffekts aus, sondern seine Reduktion kann - im Gegensatz zu anderen Maßnahmen - ganz ohne Investitionen in teure neue Technologien erfolgen."

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.