04.12.2008: Startschuss für bundesweiten Wettbewerb 'Umweltgerechte Modernisierung'

Wohnungsunternehmen zeigen starken Kreislauf

Höxter/Ostwestfalen (ots) - Thema nicht nur Energieeinsparung und Klimaschutz, sondern auch Recycling und Materialkreislauf bei Kunststoff-Altfenstern sowie  anderen PVC-Baustoffen / Bundesverband GdW als Schirmherr der
Aktion / Wettbewerb läuft bis 15. November 2009

Startschuss für den bundesweiten Wettbewerb "Umweltgerechte Modernisierung" - die an Wohnungsunternehmen gerichtete Aktion widmet sich neben aktuellen ökologischen Themen wie Energieeinsparung und Klimaschutz erstmals auch den Aspekten Recycling und Materialkreislauf bei Modernisierungen. Ziel ist es, die Unternehmen für diese Themen zu sensibilisieren und nachhaltige Projekte öffentlich zu unterstützen.

Ausgelobt wurde der Wettbewerb von der Rewindo Fenster-Recycling-Service GmbH sowie der Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e.V. (AgPU), beide Bonn. Die Schirmherrschaft übernahm Ingeborg Esser, Mitglied der Geschäftsführung des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Berlin. Gastgeber der Startveranstaltung war die Tönsmeier Kunststoffe GmbH & Co. KG, Höxter. Der Spezialist für PVC-Altfensterrecycling ist einer der beiden Recyclingpartner von Rewindo in Deutschland. Der Wettbewerb
läuft bis 15. November 2009. Teilnahmeberechtigt sind u. a. Wohnungsunternehmen, die während der Laufzeit bei einem Projekt mit Fensteraustausch die ausgebauten PVC-Altfenster über das werkstoffliche Rewindo-Recyclingsystem in die Wiederverwertung gelangen lassen.

Teilnahmeberechtigt am Wettbewerb "Umweltgerechte Modernisierung" sind alle öffentlichen wie privaten Wohnungsunternehmen, die in Deutschland Wohnungsbestände verwalten und modernisieren. Dabei gelten folgende Bedingungen:

- Das eingereichte Projekt sollte eine Größenordnung haben, die ihm in der lokalen / regionalen Öffentlichkeit
Aufmerksamkeit sichert.
- Die Modernisierung muss den Austausch von Fenstern beinhalten, bei dem ausgediente PVC-Altfenster über das
Recyclingsystem von Rewindo in den geschlossenen Materialkreislauf gelangen.
- Die Entsorgung weiterer PVC-Baustoffe wie Bodenbeläge, Dachbahnen oder Rohre über die Partner-Recyclinggesellschaften von Rewindo ist willkommen, aber nicht Voraussetzung.
- Das eingereichte Projekt sollte in Wort und Bild dokumentiert sein.

Der Jury gehören an: Ingeborg Esser, Schirmfrau, Mitglied der Geschäftsführung des GdW, Berlin; Dieter A. Kuberski, Herausgeber des ModernisierungsMagazin, Stuttgart; Thorsten Schmischke, Geschäftsführer Tönsmeier Kunststoffe GmbH, Höxter; Werner Preusker, Geschäftsführer der AgPU, Bonn; Michael Vetter, Geschäftsführer Rewindo GmbH, Bonn.

"Klimaschutz und Energieeinsparung sind heute mehr denn je ein wichtiges Ziel der Wohnungswirtschaft. Fast drei Viertel der Investitionen unserer Mitgliedsunternehmen flossen im Jahr 2007 in Modernisierung und Instandhaltung des Gebäudebestandes. Sie setzten damit ein sichtbares Zeichen für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Das Anliegen des Wettbewerbs passt hierzu in hervorragender Weise und ergänzt diese Zielrichtung um einen weiteren Bereich - das Recycling", erklärte Schirmfrau Ingeborg Esser. Den Wohnungsunternehmen biete sich hier eine gute Gelegenheit, ökologisches und nachhaltiges Handeln anhand eines konkreten Beispiels unter Beweis zu stellen.

"Wohnungsunternehmen gehen vermehrt dazu über, den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit in ihrer Außendarstellung größeren Raum zu geben. Dabei rücken speziell bei Modernisierungen seit einiger Zeit vermehrt Themen wie Entsorgung, Recycling und Wieder-verwertung in den Blickpunkt - Aufgaben, die man bisher häufigin der Verantwortung von Bauunternehmen und Handwerksbetrieben beließ", ergänzte Rewindo-Geschäftsführer Michael Vetter. Die Erneuerung von Fenstern in den Bestandsbauten, vor allem deren umweltgerechte Entsorgung, sei ein gutes Beispiel. "Werkstoffliches Recycling, das ist ein Pluspunkt für jede Ökobilanz. Und ein klarer Preisvorteil, denn dieses Verfahren ist erheblich günstiger als die Beseitigung des Altmaterials in Müllverbrennungsanlagen", erläuterte
Vetter.

Dass diese Form des werkstofflichen Recyclings und der Wiederverwertung überhaupt funktioniert, dafür sorgen die technisch hoch entwickelten und spezialisierten Recyclinganlagen der beiden Rewindo-Partner in Deutschland. "Wir sind in der Lage, aus den bei uns angelieferten PVC-Altfenstern mit Hilfe unterschiedlicher Trennverfahren alle Fremdkomponenten wie z. B. Metall oder Gummi herauszufiltern und fast sortenreines PVC-Granulat zurück zu
gewinnen. Dieses Material geht dann wieder in die Produktionen der Kunststoff-Fensterprofil-Hersteller, die daraus neue Profile fertigen", beschrieb Tönsmeier-Geschäftsführer Thorsten Schmischke, das Verfahren.

Neben dem Kunststofffenster gibt es noch weitere Baustoffe aus PVC, die im Rahmen von Modernisierungen in größeren Mengen anfallen können, zum Beispiel Bodenbeläge, Dachbahnen und Rohre. Darauf verwies AgPU-Geschäftsführer Werner Preusker. Für diese Baustoffe existieren ebenso wie bei den Fenstern seit vielen Jahren technisch ausgereifte Recyclingsysteme, die eine nahezu vollständige Wiederverwertung des Materials ermöglichen.

Und wie geht es nun weiter? "Interessenten sollten sich möglichst frühzeitig per Mail oder Fax bei Rewindo bzw. der AgPU melden und mitteilen, wo und in welchem Zeitraum im Jahr 2009 das betreffende Modernisierungsprojekt durchgeführt wird und welche Größenordnung es hat", empfahl Vetter. Sie erhalten dann eine vorgefertigte Bewerbungsmappe, die ihnen eine ebenso einfache wie zeitsparende Teilnahme am Wettbewerb ermöglicht.

Noch während das betreffende Bauvorhaben läuft, erfolgt eine erste Vorab-Begutachtung vor Ort durch einen Beauftragten der Jury, auch die Lokalpresse wird zum Ortstermin eingeladen. Danach wird entschieden, ob das Projekt in die Endauswahl für die Jury-Sitzung Ende November 2009 kommt. Die Jury befindet über die vorausgewählten Projekte und ermittelt einen Ersten Preisträger. Der Preis besteht aus einem Gutschein zur kostenfreien Entsorgung von 50 Tonnen PVC-Altfenster - das entspricht ca. 1.500 Altfenstern - und wird im
Rahmen der offiziellen Preisverleihung am Sitz des Preisträgers im Dezember 2009 überreicht. Er kann wahlweise rückwirkend oder auch für ein künftiges Projekt eingetauscht werden.

04.12.2008 - 12:31 Uhr, Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e.V.

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