EVEU fordert bundesweit Abwrackprämie für veraltete Heizkessel

(openPR) - München, 23. Juli 2009. Der Europäische Verband der Energie- und Umweltschutzberater (EVEU e.V.) fordert die flächendeckende Einführung einer Umweltprämie für veraltete Heizkessel. Die Bundesländer Sachsen und Saarland haben bereits mit Erfolg entsprechende Förderprogramme für den Austausch veralteter Heizsysteme eingeführt. „Wir hoffen, dass die anderen Bundesländer schnellstmöglich nachziehen“, sagt EVEU-Geschäftsführer Franz Sedlmeier. Der Verband will den Druck auf die Politik erhöhen.

Im Saarland bekommen Hausbesitzer sei 1. Juli 2009 eine „Abwrackprämie“ in Höhe von 1000 Euro für jeden Heizkessel, der älter als 15 Jahre ist und durch ein modernes Brennwertgerät ersetzt wird. Dies entspricht in der Regel 10 Prozent des finanziellen Gesamtaufwands beim Austausch eines Heizsystems. Durch den Austausch veralteter Heizsysteme kann die Emission von CO2 sowie die Belastung durch Feinstaub spürbar abgesenkt werden, so der EVEU. Die Bundesländer würden somit zu einer gesteigerten Energieeffizienz beitragen. Zudem führen moderne Brennwertgeräte zu einer erheblichen Heizkostenersparnis und damit nachhaltigen finanziellen Entlastung für die Bürger in Zeiten steigender Energie- und Lebenshaltungskosten. „Mit der Umweltprämie für alte Heizkessel würden die Bundesländer eine Förderlücke bei den bestehenden Förderprogrammen schließen“, erklärt Franz Sedlmeier.

Doch nicht nur aufgrund Energie- und Umweltpolitischer Aspekte macht eine Einführung einer Abwrackprämie für veraltete Heizkessel nach Auffassung des EVEU Sinn: Durch die gezielte Förderung neuer Heizsysteme, seien positive Effekte für die deutsche Wirtschaft zu erwarten. „Zahlreiche namhafte Heiztechnikhersteller kommen aus Deutschland“, sagt Franz Sedlmeier. Zudem würden heimische mittelständische Handwerksbetriebe vor Ort durch die Ausführung der Maßnahmen profitieren. „Damit kann die inländische Produktions-, Vertriebs- und Wertschöpfungskette viel stärker abgeschöpft werden, als bei der Umweltprämie für Automobile“, so Sedlmeier. Und durch die erhöhten Umsätze der Unternehmen und Handwerksbetriebe würde sich auch der finanzielle Aufwand der Länder größtenteils refinanzieren. „Die Abwrackprämie für Heizkessel ist das bessere Konjunkturprogramm“, bekräftigt der EVEU-Geschäftsführer.

In Bayern hat sich der EVEU mit seiner Forderung bereits an Horst Seehofer gewandt. „Wir bitten Sie, sich nochmals mit diesem Anliegen auseinanderzusetzen und die Möglichkeit, ein entsprechendes Förderprogramm in Bayern aufzulegen, zu prüfen“, heißt es in einem von Franz Sedlmeier und dem EVEU-Vorsitzenden Thomas Lohr unterzeichneten Schreiben an den Bayerischen Ministerpräsidenten.

EVEU-KURZPROFIL
Der Europäische Verband der Energie- und Umweltschutzberater e.V. (EVEU) versteht sich als Interessensvertretung und Sprachrohr für Energieberater in Deutschland und dem deutschsprachigen Raum. Der Verein wurde 1993 gegründet und berät Politik und Wirtschaft sowie Organisationen und Privathaushalte in allen Fragen der ökologisch sinvollen Nutzung und dem Umgang mit Energie, Wasser, Luft, Boden und Sonne. Im Verband organisieren sich ausschließlich geprüfte Energieberater aus den Bereichen Ingenieurwesen, Technik und Handwerk, die sich die Gebäudeenergieberatung als Wirtschafts- und Umweltschutz-Ressource unserer energieabhängigen Gesellschaft zum Ziel gesetzt haben. Der EVEU e.V ermöglicht somit die Bildung eines besseren Umwelt bewusstseins auf breiter Ebene und fördert die Fortentwicklung einer sinnvollen Energie wende.
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