19.12.2008: Das schlechte Gewissen vergeht im Fluge

VERBRAUCHER INITIATIVE informiert über umwelt- und sozialverträgliche CO2-Kompensationen.

(openPR) - Die beste Möglichkeit, klimabewusst zu reisen, ist, gar nicht zu fliegen. Wer aber nicht auf seinen Flug verzichten kann oder will, hat die Möglichkeit einen CO2-Ausgleich zu zahlen. Verschiedene Organisationen bieten diese Möglichkeit an. Die VERBRAUCHER INITIATIVE gibt Hinweise, worauf man bei der CO2-Kompensation achten sollte.

Wer seine Klimabilanz beim Reisen verbessern will, kann sich im Internet einen Anbieter für so genannte CO2-Kompensationszahlungen suchen. Das Geld fließt zum großen Teil in Solar-, Wasserkraft-, Biomasse- und Energiesparprojekte in Entwicklungsländern. Organisationen wie Atmosfair oder das schweizerische Myclimate geben Verbrauchern so die Möglichkeit, über eine Zusatzzahlung die gleiche Menge an CO2 einzusparen, die die Reise verursacht hat. „Einige Anbieter investieren dieses Geld in sozial und ökologisch bedenkliche Großprojekte wie Staudämme. Verbraucher sollten daher darauf achten, dass die Kompensations- anbieter nach dem so genannten Gold Standard arbeiten", sagt Melanie Weber von der VERBRAUCHER INITIATIVE. Dieser Standard wurde von Umweltorganis- ationen und Wissenschaftlern entwickelt. Umwelt- und Sozialverträglichkeit werden ebenso geprüft wie die Beteiligung der lokalen Bevölkerung.

Eine Investition ist nur dann sinnvoll, wenn das Geld direkt ankommt und klima- schonend investiert wird. Verbraucher sollten deshalb prüfen, dass ihr Geld nicht über Mittlerorganisationen geleitet wird. Außerdem sollten Vielflieger auf der Website des Kompensationsanbieters nachsehen, ob eine unabhängige Kontrolle der Projekte vor Ort erfolgt. "Für Deutschland prüft der TÜV vor Ort, ob diese Projekte wirklich klimawirksam sind, also ob zusätzlich CO2 eingespart wird und es sich nicht um Projekte handelt, die ohnehin geplant waren", so Melanie Weber. Diese zentralen Kriterien erfüllen die beiden deutschsprachigen Anbieter Myclimate und Atmosfair.

Informationen zum Thema bietet die VERBRAUCHER INITIATIVE auf der Webseite www.nachhaltigeprodukte.de.

Die VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. ist der 1985 gegründete Bundesverband kritischer Verbraucherinnen und Verbraucher. Schwerpunkt ist der ökologische, gesundheitliche und soziale Verbraucherschutz. Der eingetragene, gemeinnützig anerkannte Verein finanziert sich überwiegend aus den Beiträgen von rund 8.000 Einzelmitgliedern und 176 Organisationen sowie zahlreichen Einzelspenden.

Die VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. führt u.a. bundesweite Kampagnen, z.B. "fair feels good.", durch. diese Kampagne zum Fairen Handel wurde im Oktober 2007 mit dem Social-Effie in Silber ausgezeichnet.

Die VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. betreibt außerdem 9 Internetseiten, u.a. zu Gentechnik oder Gütezeichen, die über www.verbraucher.org erreicht werden können.

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