Effizient mobil gewinnt

Bundesumweltministerium und dena zeichnen vorbildliches Mobilitätsmanagement in Betrieben und Kommunen aus

Das Bundesumweltministerium und die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) haben sechs Betriebe und Kommunen ausgezeichnet, die durch innovative Mobilitätsangebote den Personenverkehr an ihrem Standort klimafreundlicher gestalten. Im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs "Best Practice im Mobilitätsmanagement" wurden vorbildliche Projekte gesucht, mit denen Pkw-Fahrer zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel und das Fahrrad sowie zur Bildung von Fahrgemeinschaften motiviert werden. Der Wettbewerb ist Teil des dena-Aktionsprogramms "effizient mobil", das vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Klimaschutzinitiative mit 3,8 Mio. Euro gefördert wird. Das Projekt zielt darauf ab, die Emissionen im Verkehrssektor zu reduzieren.

Uwe Lahl, Abteilungsleiter im Bundesumweltministerium, sagte bei der Preisverleihung: "Der Verkehrsbereich macht etwa ein Fünftel der CO2-Emissionen in Deutschland aus. Wir müssen deshalb unsere Anstrengungen noch deutlich verstärken, damit auch der Verkehr einen angemessenen Beitrag zur Minderung der klimaschädlichen Emissionen und damit zur Bekämpfung des Klimawandels erbringt. Es müssen nicht nur unsere Autos sauberer werden, sondern wir müssen auch unser Verhalten ändern. Hier setzt das Mobilitätsmanagement an, indem es für eine Verhaltensänderung in der Praxis Wege aufzeigt."

"Das hohe Pkw-Verkehrsaufkommen von Beschäftigten und Bürgern führt für viele Betriebe und Kommunen zu erheblichen Belastungen", betonte dena-Geschäftsführer Stephan Kohler. "Mobilitätsmanagement ist ein innovativer und effektiver Weg, diesen Herausforderungen zu begegnen und die Erreichbarkeit von Unternehmen und Kommunen zu sichern und zu optimieren. Gleichzeitig werden der Energieverbrauch und die verkehrsbedingten CO2-Emissionen reduziert und die Kosten für alle Beteiligten gesenkt. Die Gewinner zeigen vorbildlich, dass die richtigen Anreize viele Menschen zum Umsteigen auf klimafreundliche Alternativen bewegen können und sich innovative Konzepte wirtschaftlich und nachhaltig in die Praxis umsetzen lassen."

In der Kategorie betriebliches Mobilitätsmanagement hat das Uniklinikum Freiburg den Wettbewerb für sich entschieden. Überzeugt hat die Jury eine sehr innovative Parkraumbewirtschaftung, in der 30 Prozent der Einnahmen in die Finanzierung von Jobtickets und ein Bonussystem fließen, das diejenigen belohnt, die auf einen Parkplatz verzichten. Darüber hinaus wurden die Fahrradabstellplätze ausgebaut sowie eine Mitfahrbörse und Mobilitätsberatung für die Beschäftigten eingeführt. Den zweiten Preis in dieser Kategorie erhielt die Lincoln GmbH in Walldorf, die sehr effektiv die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen fördert. Zudem hat das Unternehmen eine neue standortnahe Haltestelle gebaut. Die Verwaltung der Region Hannover wurde für ein sehr breites Bündel von Maßnahmen, das vom Jobticket bis zur Fahrradförderung reicht, mit dem dritten Platz ausgezeichnet.

In der Kategorie kommunales Mobilitätsmanagement gewann die bayerische Landeshauptstadt München, die schon seit Jahren ein umfassendes kommunales Mobilitätsmanagement betreibt. Die Maßnahmen reichen vom innovativen Marketing für den öffentlichen Nahverkehr bis zur Mobilitätsberatung speziell für Unternehmen. Die Stadt Dortmund konnte sich den zweiten Platz mit der Verknüpfung von Stadtplanung und Mobilitätsmanagement, der Reduzierung des Individualverkehrs zu und von den Schulen und gezielten Maßnahmen unter anderem für die Beschäftigten der Stadtverwaltungen sichern. Über den dritten Platz in dieser Kategorie hat sich die Stadt Brühl gefreut, die vor allem auf den Verkehrsträger Fahrrad und vielfältige Kommunikations- und Serviceangebote setzt.
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