Energieversorger rüsten bei E-Tankstellen auf

1272811887i2069Dichtes Netz soll Markt fördern und Milliardenumsätze bringen

Stromanbieter bereiten sich auf den Umstieg auf Elektroautos vor (Foto: pixelio.de/frankradel)

Hamburg (pte/03.05.2010/06:00) - Wie schnell sich Elektroautos auf dem Markt durchsetzen werden, hängt vor allem davon ab, wann ein dichtes Netzwerk von E-Tankstellen zur Verfügung stehen wird. Die deutschen Energieversorger bereiten sich darauf bereits mit großem Aufwand vor, berichtet die Financial Times Deutschland. Die Unternehmen erhoffen sich in Zukunft Milliardenumsätze aus dem neuen Markt.

Wirtschaftlicher Erfolg

RWE http://www.rwe.com habe bereits 310 öffentliche Stromtankstellen in Großstädten errichtet, allein im vergangenen Monat sei die Mitgliederzahl einer Stadtwerke-Initiative für ein E-Tankstellennetz um ein Viertel auf mehr als 40 angewachsen. Wie schnell und ob sich der wirtschaftliche Erfolg für die Unternehmen einstellen wird ist jedoch unsicher.

Während das Engagement den Unternehmen mit Sicherheit Imagevorteile bringen würde, ist umstritten, ob sich öffentliche Stromzapfsäulen alleine durch Elektroautos rentieren können. Die Vorhersagen über die Marktentwicklung unterscheiden sich zudem deutlich. Während die deutsche Bundesregierung für das Jahr 2020 mit einer Mio. Elektroautos in Deutschland rechnet, erwartet RWE 2,5 Mio. und McKinsey 5 Mio.

Eine zusätzliche Nachfrage nach Strom dürfte sich jedoch auch dadurch nicht ergeben, erwarten Experten. "Die Gesamtstromerzeugung in Deutschland wird in den nächsten Jahrzehnten nicht wachsen. Der Verbrauch durch E-Autos ist so gering, dass er durch Effizienzgewinne der anderen Verbraucher kompensiert wird", so Dirk Uwe Sauer, Professor für Stromspeichertechnik an der RWTH Aachen http://www.rwth-aachen.de.

Nutzen als Stromspeicher

Für die Stromanbieter bringen die E-Tankstellen jedoch einen weiteren zusätzlichen Nutzen als Stromspeicher, die vor allem für Energiegewinnung aus Windkraftanlagen interessant sein könnten. Die technische Möglichkeit, große Mengen Strom aufzunehmen und wieder ins Netz einzuspeisen, sei bereits vorhanden. Zudem seien Kooperationen mit Ölkonzernen geplant, um die Stromzapfsäulen zu steigern.

Andere Prognosen zeichnen jedoch ein deutlich negativeres Bild. So hätten Tests gezeigt, dass Elektroautobesitzer ihre Fahrzeuge vorwiegend zuhause aufladen würden. Die Kosten von etwa 5.000 Euro pro Zapfsäule würden sich durch den Stromverkauf nicht rentieren. (Ende)

Aussender: pressetext.austria

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