27.01.2009: Klare Kennzeichnung von Einweggetränkeflaschen erforderlich

Fehlende Orientierung im Flaschen-Dschungel

Bonn (ots) - Im Sinne einer eindeutigen Verbraucherinformation fordert der Arbeitskreis Mehrweg die schnellstmögliche Einführung einer klaren Kennzeichnung aller Einweggetränkeflaschen, weil anhand der derzeitigen Kennzeichnung von vielen Verbrauchern der Unterschied zwischen Einweg und Mehrweg nicht erkannt wird. Nach Meinung von Dr. Bernd Raebel, Vorsitzender des Arbeitskreises Mehrweg, kann die Politik nur auf diese Weise wirksam die von ihr in der Verpackungsverordnung definierte Zielgröße einer Mehrwegquote von 80% erreichen. Jedoch ist schnelles Handeln gefordert, da die Mehrwegquote die gewünschte Zielmarke bereits um rund 30 % unterschreitet.

Für viele Verbraucher sind umweltfreundliche Mehrwegflaschen von Einwegflaschen nicht mehr zu unterscheiden. Da inzwischen für Einwegflaschen wie für Mehrwegflaschen Pfand bezahlt werden muss, fehlt ein wichtiges Differenzierungsmerkmal. Dadurch kommt es zu einer ungewollten Belastung für die Umwelt.

Die gut gemeinte Idee der Umweltpolitiker, durch die Einführung eines Pfandes auf Einwegflaschen etwas Sinnvolles für den Umwelt- und Klimaschutz zu tun, hat sich als unwirksam erwiesen. Pfand auf Einwegflaschen suggeriert dem Verbraucher sogar noch, etwas Gutes für die Umwelt zu tun, denn er glaubt fälschlicherweise, dass er eine ökologisch sinnvolle Mehrwegflasche gekauft hat. Die Folge dieses Missverständnisses sind Jahr für Jahr steigende Mengen an Einwegflaschen. Diese belasten die Umwelt doppelt so stark mit umweltschädlichem Treibhausgas wie Mehrwegflaschen.

Das deutsche Mehrwegsystem ist ein seit Jahrzehnten perfekt funktionierendes Kreislaufsystem zwischen Getränkeabfüllern, dem Getränkehandel und den Verbrauchern. Im Arbeitskreis Mehrweg haben sich die führenden Verbände der deutschen Getränkeindustrie, des Getränkefachgroßhandels, des Getränkeeinzelhandels, Brauereien, Fruchtsafthersteller, Mineralbrunnen sowie bedeutende Organisationen aus dem Bereich des Umwelt- und Naturschutzes zusammengeschlossen.

Mehr Informationen zum Arbeitskreis Mehrweg GbR, www.mehrweg.org

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