BSHD kritisiert BUND 'Schwarzbuch Wald''

Unsachlich, populistisch und arbeitsplatzgefährdend

Berlin (ots) - Der Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) sieht in dem vom Bund Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vorgelegten "Schwarzbuch Wald" den Versuch, die seit mehr als 200 Jahren nachhaltig wirtschaftende deutsche Forstwirtschaft in Misskredit zu bringen.

Besonders bemängelt der BSHD, dass das wichtige Thema "Waldnaturschutz" dazu missbraucht wird, Stimmung gegen die Nutzung der nachwachsenden und klimafreundlichsten Ressource zu machen - Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. Schutz durch Nutzung: "Die Forstwirtschaft ist nicht das Problem, sondern die Lösung für stabile, artenreiche und langlebige Wälder. Insbesondere für die Speicherung und Einsparung von klimaschädlichem CO2 sollte die sinnvolle und naturverträgliche Nutzung von Holz noch verstärkt werden. Holz im Wald verrotten zu lassen, hat hingegen keinen positiven Effekt auf das Klima.", so BSHD-Vizepräsident Lars Schmidt.

"Es gehört nicht viel dazu, über einen Zeitraum von 17 Jahren (1992 bis 2009) und einer Waldfläche von rund 11 Mio. Hektar wenige Beispiele zusammenzusuchen und diese im Sommerloch öffentlichkeitswirksam gut fotografiert und populistisch in Szene zu setzen", Schmidt weiter. "Der BUND tut so, als würde Tag für Tag der deutsche Wald geschändet und bringt so leichtfertig eine ganze Branche und vor allem den Rohstoff "Holz" in Verruf."

Der BSHD betrachtet das Papier mit großer Skepsis. "Die pauschale Ausweitung des völligen Nutzungsverzichts in den deutschen Wäldern ist nicht hinzunehmen", so Schmidt weiter. Diese Forderung der Naturschützer bedroht nach Ansicht des BSHD ganze Wirtschaftszweige in ihrer Existenz und sowie 1,2 Millionen Arbeitsplätze. Darüber hinaus wird völlig ausgeblendet, dass angesichts endlicher fossiler Rohstoffe der Bedarf an nachwachsenden Naturprodukten stetig steigt. Auch der Naturschutz ist verpflichtet, sorgsam und effizient mit unseren Ressourcen umzugehen.

Der BSHD setzt sich für eine Versachlichung der Debatte ein und ist weiter an Gesprächen mit der Naturschutzseite interessiert. "Dafür ist das Thema zu wichtig. Jetzt aber mit Emotionen zu spielen ist unsachlich und am Thema vorbei", ergänzt Schmidt.

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