foodwatch begrüßt Initiative der Krankenkassen für Ampel-Kennzeichnung

Geplantes Ampel-Verbot muss vom Tisch

Die Verbraucherrechtsorganisation foodwatch begrüßt den Appell der Krankenkassen an die Bundesregierung, sich für die Ampelkennzeichnung einzusetzen. "Das ist ein überragendes Signal", erklärte foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode. "Das in Brüssel geplante Ampel-Verbot muss vom Tisch. Der Ruf nach der Ampelkennzeichnung ist inzwischen so ohrenbetäubend laut, dass ihn die Bundesregierung gar nicht überhören kann."

foodwatch forderte Bundskanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsministerin Ulla Schmidt auf, sich in Brüssel gegen die Gesetzespläne der Europäischen Kommission stark zu machen, nach denen die Einführung der Ampelkennzeichnung auch auf nationaler Ebene de facto verboten würde. "Es kann nicht sein, dass in Brüssel mit Billigung von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner gegen den erklärten Willen der Menschen in Deutschland ein Verbot der verbraucherfreundlichsten Nährwertkennzeichnung entschieden wird. Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Urteil zum Lissabon-Vertrag gerade erst betont, dass europapolitische Entscheidungen nicht über die Köpfe der Bürger hinweg gefällt werden dürfen. Die Ampel ist ein praktisches Beispiel dafür, wie in Europa hinter dem Rücken der Menschen entschieden wird", so Bode.

Die Forderung nach Einführung der Nährwert-Ampel wird in Deutschland von einem breiten gesellschaftlichen Bündnis getragen. Im Juli 2009 hatten sich 69 Prozent der Bundesbürger in einer repräsentativen Emnid-Umfrage im Auftrag von foodwatch für diese Form der Lebensmittelkennzeichnung ausgesprochen, sogar 77 Prozent lehnten das geplante  EU-weite Ampel-Verbot ab. Die Einführung der Nährwert-Ampel fordern neben foodwatch und den Krankenkassen auch die Verbraucherschutzministerkonferenz der Länder, der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), Ärztevereinigungen wie die Bundesärztekammer, der Bundeselternrat und Patientenverbände wie die Deutsche Herzstiftung.

Quelle: foodwatch
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