Schutz der Natur ist unverzichtbar für die Gesundheit

Eine intakte Natur mit einem leistungsfähigen Naturhaushalt ist für unsere Gesundheit unverzichtbar. Zur Eröffnung der Konferenz „Naturschutz und Gesundheit – Allianzen für mehr Lebensqualität“ heute in Bonn sagte der Staatssekretär im Bundesumweltministerium Matthias Machnig: „Eine konsequente und am Vorsorgeprinzip ausgerichtete Naturschutzpolitik dient uns allen. Sie schützt die Gesundheit und verhilft zu mehr Lebensqualität“. Prävention soll Menschen zu einem gesunden Lebensstil motivieren. Die Natur bietet hierfür unterschiedliche Ansatzpunkte. Der Staatssekretär des Bundesgesundheitsministeriums Dr. Klaus Theo Schröder: „Die Bewegung in der Natur hat vielfältige positive Gesundheitseffekte. Das muss gerade auch denjenigen ermöglicht werden, die sonst einen weiten Weg in die Natur hätten. Deshalb müssen Naturräume besonders dort geschaffen werden, wo Menschen leben. Durch Grünanlagen, Spazierwege und Spielplätze wird Natur im Alltag erfahrbar.“ Die Präsidentin des Bunde!
samtes für Naturschutz (BfN) Prof. Dr. Beate Jessel sagte: „Gesundheit ist viel mehr als die Abwesenheit von Krankheit. Sie umfasst seelisches, körperliches, geistiges und soziales Wohlbefinden. Gerade dafür aber sind eine intakte Natur und ansprechende Landschaften wichtig, wie sie durch den Naturschutz erhalten und entwickelt werden.“

Das Thema „Naturschutz und Gesundheit“ hat vielfältige Facetten, die es stärker in das allgemeine Bewusstsein zu rücken gilt: Neben den Grundleistungen sauberes Wasser, reine Luft und fruchtbare Böden für das Leben und die Gesundheit der Menschen erbringt die Natur eine ganze Reihe von weiteren Dienstleistungen, die für die Gesundheit bedeutsam sind. So beherbergt die Natur ein großes Potenzial an medizinisch wirksamen Rohstoffen. Auch im Hinblick auf den Klimawandel und die mit ihm verbundenen Risiken für die menschliche Gesundheit infolge von Wetterextremen ist die Sicherung von intakten und ausgleichend wirkenden Lebensräumen von großer Bedeutung. Weiterhin bilden Natur und Landschaft eine wichtige Grundlage für die Erholung und für gesundheitsfördernde Aktivitäten wie Spazierengehen, Wandern oder Rad fahren.

Die Konferenz, die bis morgen in Bonn stattfindet, wird vom Bundesumweltministerium und dem Bundesamt für Naturschutz in Kooperation mit dem Bundesgesundheitsministerium und der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld veranstaltet. Sie vermittelt vielfältige Informationen zu dem komplexen Thema „Naturschutz und Gesundheit“, zeigt Anknüpfungspunkte für den Naturschutz bei der Gesundheitsvorsorge und -förderung auf und stellt gelungene Good-Practice-Beispiele vor. Sie will den Erfahrungsaustausch der Teilneh-merinnen und Teilnehmer aus den Bereichen Gesundheit, Naturschutz, Sport und Tourismus und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Fachdisziplinen und Institutionen fördern.

Hinweis: Ein Hintergrundpapier ist auf www.bmu.de und www.bfn.de verfügbar.
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