11.02.2009: Geothermie boomt: Wärmemarkt vor Neuordnung

Branchenumsatz klettert 2008 auf 850 Mio. Euro

Erdwärme-Boom sorgt für Neuordnung im Heizungsmarkt

Geeste (pte/11.02.2009/06:15) - Die Erdwärme-Branche hat ihren steten Wachstumskurs im vergangenen Jahr fortgesetzt. Mit einem Anstieg der Verkaufszahlen um 28,5 Prozent wird der zunehmende Einfluss des Geothermie-Sektors im Heizungsmarkt deutlich. Dem Bundesverband Geothermie (GtV) http://www.geothermie.de zufolge verdrängen Erneuerbare-Energie-Systeme wie oberflächennahe Erdwärmeanlagen die traditionellen Heizvorrichtungen mit Öl und Gas immer stärker. Insgesamt kletterte die Zahl neu installierter Anlagen um über 34.000 Anlagen auf knapp 150.000. Damit setzte die Branche im Vorjahr rund 850 Mio. Euro um. "Wir sind mit den Zuwachszahlen äußerst zufrieden. Trotz eines rückläufigen Neubaumarktes konnte der Sektor erneut Marktanteile erobern", meint GtV-Geschäftsführer Werner Bußmann im Gespräch mit pressetext.

Der Absatz von Erdwärmekollektoren und -sonden, Grundwasserbrunnen oder ähnlichen Systemen hat sich in den vergangenen zehn Jahren von nur 3.720 Neuinstallationen 1998 beinahe verzehnfacht. "Der Wärmemarkt stellt sich um. Öl und Gas werden immer mehr daraus verschwinden. Ihr Platz wird zunehmend von Erneuerbaren Energien eingenommen", ist Burkhard Sanner, Leiter der Sektion oberflächennahe Geothermie beim GtV, überzeugt. Angesichts einer mittleren jährlichen Zuwachsrate von knapp 25 Prozent blickt die Branche 2008 auf ein überdurchschnittlich hohes Wachstum zurück. Der Ausbau der Erdwärmenutzung im Sanierungsbereich blieb jedoch hinter den Erwartungen.

An das absolute Rekordjahr 2006, als der Absatz von Erdwärmeanlagen um satte 115 Prozent explodiert ist (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080926018), kann der Geothermie-Sektor derzeit nicht anknüpfen. "Das ungewöhnlich hohe Wachstum in dem Jahr war auf die 2007 erfolgte Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent zurückzuführen. Diese hat im Vorfeld angesichts der möglichen Ersparnisse einen Nachfrageboom ausgelöst, der sich im darauf folgenden Jahr wieder auf das gewohnte Niveau einpendelte", erklärt Bußmann gegenüber pressetext. Im kommenden Jahr sei dank der stabilen Nachfrage im Neubaugeschäft dennoch wieder ein Wachstum über dem Durchschnitt bei 25 bis 30 Prozent zu erwarten. (Ende)

http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=090211004
Aussender: pressetext.deutschland
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