11.12.2008: Scheinbares Paradoxon Klimaschutz und Wirtschaftswachstum

Sonne+Wind Beteiligungen AG: Scheinbares Paradoxon Klimaschutz/Wirtschaftswachstum

Die im Entry Standard notierte Sonne+Wind Beteiligungen AG sorgt sich um den Klimaschutz

Berlin (ots) - Angesichts des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zur Pendlerpauschale, das voraussichtlich
ihre Wiedereinführung ab dem ersten Entfernungskilometer, aber eventuell in geringerer Höhe, zur Folge haben wird, überschlagen sich die Meldungen verschiedenster Organisationen und Verbände, die befürchten, dass nun der Klimaschutz von der Agenda der tagespolitischen Wichtigkeiten genommen worden sei. Sogar der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, warnt, dass aufgrund der derzeitigen
Finanzmarktkrise die Bemühungen um den Klimaschutz nachlassen könnten.

"Als im Bereich der Erneuerbaren Energien tätige börsennotierte Beteiligungsgesellschaft sehen wir mit Sorge auf die Verhandlungen des Europäischen Rates in Brüssel am 11. und 12. Dezember diesen Jahres", so Alexander Romahn, Vorstand. "Es besteht die Gefahr, dass langjährige Bemühungen um den Klimaschutz durch die Suche nach kurz- und mittelfristigen Lösungen für augenblickliche wirtschaftliche Probleme konterkariert werden könnten. Die ersten Erfolge eines globalen Kampfes um Nachhaltigkeit, also um eine bessere Balance zwischen sozialen, ökologischen und ökonomischen Interessen und Ansprüchen aller Menschen, die auf diesem Planeten leben und leben werden, sind in Gefahr auf dem Altar kurzfristiger Partikularinteressen geopfert zu werden".

Seine Einschätzung: "Angst ist ein schlechter Ratgeber und doch getrauen wir uns heute nicht, keine Angst zu haben. Angesichts der globalen Rezession ist es eine scheinbare Bürgerpflicht, Angst haben zu müssen vor den persönlichen Konsequenzen von was eigentlich? Von unserem eigenen ökonomischen, ökologischen und sozialen Fehlverhalten zu mindestens der letzten einhundert Jahre. Die Folgen eines jahrzehntelangen "über die Verhältnisse leben" in jeglicher Hinsicht offenbaren sich heute zwar in Krisen vielfältiger Art. Ihre Lösung wird aber nicht durch Angst ermöglicht.

Es bedarf im Gegenteil Mut, das Neue zu wagen. Und der Erfolg des Neuen ist bereits sichtbar: Lt. der Europäischen Kommission (Januar 2008) generiert der Umweltschutz beachtliche wirtschaftliche Erträge ebenso wie ökologische Gewinne. Europas eigene ökologisch orientierteUnternehmen erarbeiten einen Umsatz von 227 Milliarden Euro und
bieten 3,4 Millionen Menschen Arbeitsplätze im Übrigen unabhängig voneiner Pendlerpauschale.

Es ist ein scheinbar ungünstiges Zusammentreffen in Brüssel zu einer Zeit, in der die globalen Klimaschutzverhandlungen einen kritischen Punkt erreichen. Entscheidungen gegen nicht an Nachhaltigkeitskriterien orientierte Branchen könnten als unumkehrbar verankert werden. Europas Regierungsvertreter erwecken alles andere
als einen mutigen Eindruck, wenn sie wie in den letzten Tagen häufig geschehen die derzeitige Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise benutzen, um Schlüsselelemente eines eigenen Klimaschutzpaketes abzuschwächen.

Wirtschaftswachstum oder Umweltschutz? Das ist keine Frage, weil sich beides nicht zwingend ausschließt. Die Rahmenbedingungen sind  entscheidend. Letztlich muss der Umweltschutz die Priorität genießen,die ihm als Überlebensstrategie zusteht."

11.12.2008 - 14:55 Uhr, Sonne+Wind Beteiligungen AG

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