REWE Group spart 30 Prozent CO2-Emissionen bis 2015

Erste Klimabilanz mit Öko-Institut und österreichischem Umweltbundesamt erarbeitet

Köln (ots) - Nachdem die REWE Group bereits der größte Nutzer von Grünstrom in Deutschland ist, setzt sich das Unternehmen mit der heute (26.6.) erstmals veröffentlichten Klimabilanz das ambitionierteste Reduktionsziel im europäischen Lebensmittelhandel: Bis 2015 wird die REWE Group ihren jährlichen CO2-Ausstoß von 2,5 Millionen Tonnen um 30 Prozent senken. Im Vergleich zum Referenzjahr 2006 verringern sich damit die CO2-Emissionen pro Quadratmeter Verkaufsfläche von 320 kg auf 224 kg.

Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, arbeitete das Unternehmen bei der Datenerhebung, der -auswertung und der Ableitung weiterer Schritte in Deutschland mit dem unabhängigen Freiburger Öko-Institut und in Österreich mit dem Umweltbundesamt eng zusammen. Als Grundlage dient mit dem "Greenhouse Gas Protocol" der am weitesten verbreitete Standard für die Erhebung von Treibhausgasen in Unternehmen. Über 60 Prozent der Gesamtemissionen der REWE Group entfallen auf den Faktor Strom. Mit der Erhöhung der Energieeffizienz der Märkte und der Umstellung auf Grünstrom wurden bereits wichtige Schritte in Richtung Unternehmensklimaziel gemacht. Nun stehen die Punkte Kältemittel (15% der Emissionen), Wärme (12%), Logistik (8%), Papierverbrauch (3%) und Dienstreisen (2%) auf der Agenda.

"Mit unserem CO2-Reduktionsziel von 30 Prozent setzen wir uns in Sachen Klimaschutz an die Spitze des europäischen Lebensmittelhandels. Gemeinsam mit dem Öko-Institut und dem österreichischen Umweltbundesamt haben wir Hunderttausende von Datensätzen erhoben und ausgewertet. Eine derart breite und transparente Basis hat kein anderes Unternehmen in Europa. Wir zeigen damit, wie ernst wir den Schutz unseres Klimas nehmen. Unsere Klimabilanz dokumentiert exakt, was wir wann und wie erreichen wollen", sagte Manfred Esser, Vorstand Strategischer Einkauf der REWE Group, heute in der Kölner Zentrale anlässlich der Veröffentlichung der Broschüre.

Der Klimabilanz liegt ein "kontrollbasierter Ansatz" zugrunde. Konkret bedeutet das: Es fließt nur jener Teil der Wertschöpfungskette in die Bilanz mit ein, den die REWE Group unmittelbar beeinflussen kann. Das heißt, Herstellung und Transport bei den Lieferanten werden ebenso wenig berücksichtigt wie die Nutzung durch die Kunden.

Energieeffiziente Märkte

Mit der Umstellung auf Grünstrom Anfang 2008 sank der Ausstoß an CO2 pro Quadratmeter auf 250 kg, ein im internationalen Vergleich geringer Wert. Die Reduktion war möglich, obwohl die Verkaufsfläche der REWE Group im selben Zeitraum stieg und mehrere tausend REWE- und PENNY-Märkte nach 20 Uhr geöffnet haben. Bis Ende 2009 werden in Deutschland sämtliche SB-Frischfleischregale mit Glastüren ausgestattet sein. Das spart pro Gerät bis zu 40 Prozent Strom. Verbundkälteanlagen senken den Energieverbrauch und sparen pro Markt rund zwölf Tonnen CO2 ein. Bereits in 465 Märkten wird durch Wärmepumpen die Abwärme der Kühlmöbel zum Heizen genutzt. 124 Märkte kommen ganz ohne fossile Brennstoffe aus. Trotz höherer Investitionskosten setzt die REWE Group in Deutschland das umweltfreundlichere Klimamittel R134a ein. In 10.000 Kühltruhen werden klimaschonenderes Propan und Butan verwendet und in knapp zehn Märkten läuft ein erster Praxistest mit CO2-Kühlung.

Grünstrom aus erneuerbaren Energiequellen Seit Anfang 2008 bezieht die Unternehmensgruppe in Deutschland und Österreich zu hundert Prozent Strom aus erneuerbaren Energien wie Wasser, Wind, Solar und Biomasse für ihre über 8.000 Märkte (REWE, BILLA, MERKUR, BIPA, PENNY, toom Baumarkt, B1 BauMarkt-Discount, ProMarkt), eigenen Reisebüros (Atlas, Derpart) und Läger. Das Unternehmen stellt hohe Anforderungen an den zertifizierten Grünstrom, denn 25 Prozent der Anlagen müssen jünger als drei Jahre sein. Gemeinsam mit der freiwilligen Zubauverpflichtung wird der Ausbau neuer regenerativer Erzeugungsanlagen kontinuierlich gefördert.

Die REWE Group bezieht nicht nur Grünstrom, sie erzeugt diesen mittlerweile in Form von Solarstrom auch selber. An vier Lagerstandorten sind über 36.000 qm Photovoltaikanlagen installiert, deren Strommenge rechnerisch ausreicht, um über 1.000 Haushalte ein Jahr lang zu versorgen. Bis Ende 2010 werden die Solarkapazitäten nochmals um 50.000 qm erweitert.

Logistik weiter optimieren

Durch den gezielten Ausbau des Lagernetzes um zehn neue Standorte bis 2011 verkürzen sich die Transportwege erheblich. Ziel ist es, sowohl Transportkosten als auch den CO2-Ausstoß zu senken. EDV-Systeme stellen sicher, dass die Lkw der REWE Group bereits zu mehr als 90 Prozent ausgelastet sind. Schulungen der Fahrer sowie die Verlagerung von Transporten von der Straße auf die Schiene tragen dazu bei, den Ausstoß an Emissionen weiter zu senken. Allein durch vorausschauendes Fahren und optimale Wartung der Fahrzeuge werden bis zu fünf Prozent Kraftstoff eingespart.

Die Klimabilanz steht unter www.rewe-group.com im Bereich "Ernährung & Verantwortung" als Download zur Verfügung.

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