12.12.2008: EU-Klimapaket ein fauler Kompromiss
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Evangelische Hilfswerke fordern umgehende Korrektur des Pakets
Stuttgart/Bonn (ots) - "Das Versagen Europas im Klimaschutz zeugt von einem historischen Mangel an Verantwortung gegenüber der ganzen Welt und den künftigen Generationen". So kommentierte die Direktorin der evangelischen Hilfsaktion "Brot für die Welt", Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, den vorliegenden Kompromiss beim EU-Klimapaket aus Brüssel. "Dass die Bundesregierung bei den Verhandlungen eine negative Rolle spielte, bewirkt einen gewaltigen Vertrauensverlust. Globale Verantwortungsübernahme und zukunftsfähige Politik in Zeiten des Klimawandels erfordern ein anderes Rückgrat, als wir es in diesenTagen erleben", führte Füllkrug-Weitzel weiter aus.
12.12.2008: VCI zum Beschluss des Europäischen Rates über den Emissionshandel
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Kein Freifahrtschein für die chemische Industrie
Frankfurt/Main (ots) - Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) begrüßt den Beschluss des Europäischen Rates, energieintensiven Branchen die Emissionsrechte für Produktionsanlagen auch in der Handelsperiode 2013 bis 2020 kostenlos zuzuteilen. "Nach unserer ersten Einschätzung ist es gelungen, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit näher zusammenzuführen", erklärte Dr. Utz Tillmann, Hauptgeschäftsführer des VCI. "Die chemische Industrie wird erhebliche Investitionen vornehmen, um die EU-Klimaschutzvorgaben bis 2020 zu erreichen. Der Kompromiss des europäischen Regierungsgipfels ist kein Freifahrtschein für die chemische Industrie. Die Einigung bedeutet lediglich, dass für die meisten Unternehmen keine zusätzlichen Kosten durch eine Versteigerung entstehen."
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12.12.2008: Energiesparlampen ins rechte Licht gerückt
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München (ots) - An Energiesparlampen scheiden sich die Geister: Für die einen ist es das Symbol der Energiewende und ein Mittel, den Stromverbrauch zu reduzieren. Für die anderen eine ungesunde Technik. Das Magazin natur+kosmos zeigt in seiner neuesten Ausgabe (Erscheinungsdatum 13. Dezember), warum die Kritik zum großen Teil unberechtigt ist. Den Wirbel ausgelöst hatte das Verbrauchermagazin Öko-Test. Auf der Basis einer einseitigen Auswahl - vor allem
Billiglampen wurden verglichen - kommt Öko-Test in seiner Oktoberausgabe zu einem vernichtenden Gesamturteil:
"Energiesparlampen sind kein wirklicher Fortschritt und keine echte Alternative zu Glühbirnen."
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12.12.2008: NABU: EU-Klimapaket wird zum Weihnachtsgeschenk für die Industrie
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12.12.2008: Gabriel: Europa bleibt beim Klimaschutz weiter vorn
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Einigung in Brüssel über Klimapaket
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat die Einigung der europäischen Staats- und Regierungschefs über das Klimapaket der EU begrüßt. „Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist ein klimaschutz- und industriepolitisch gutes Ergebnis erzielt worden. Diese Entscheidung stellt sicher, dass das klimaschutzpolitische Ziel Europas erreicht wird", erklärte Gabriel auf der Klimakonferenz in Posen. Europa werde damit auch weiterhin seine Vorreiterrolle auf dem internationalen Klimaschutzparkett wahrnehmen. „Die EU setzt ein Signal für die internationalen Verhandlungen über ein Kyoto-Nachfolgeregime. Andere Staaten müssen jetzt folgen", so Gabriel.
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12.12.2008: Klimaschutz: EU beschließt das schrittweise Aus für die Glühlampe ab Ende 2009
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EU-weite Regelung spart bis 2020 rund 15,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr
Die Bandbreite der Stromeffizienz bei Haushaltslampen ist groß. Der Einsatz effizienterer Lampen kann das Klima schützen und die Verbraucherinnen sowie Verbraucher können Geld sparen. Deshalb beschlossen am 8. Dezember 2008 die EU-Mitgliedstaaten auf Vorschlag der EU-Kommission Mindesteffizienzanforderungen an Haushaltslampen. Schrittweise sollen Lampen mit geringerer Effizienz vom Markt verschwinden. Dies bedeutet das Aus für die meisten Glühlampen. Mit den beschlossenen Maßnahmen wird der Stromverbrauch der Privathaushalte EU-weit bis 2020 um 39 Terawattstunden pro Jahr und damit um fünf Prozent sinken. Rund 15,5 Millionen Tonnen klimaschädlichen Kohlendioxides lassen sich so sparen.
12.12.2008: Ein Schwarzer Tag für das Weltklima
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WWF: Klimaschutz in Europa fällt politischen Machtspielen zum Opfer
Berlin/ Brüssel (ots) - Das vollmundig angekündigte EU-Energiepaket ist von den Regierungschefs der 27 Mitgliedsstaaten, bis zur Bedeutungslosigkeit zerstückelt worden, kritisiert der WWF die Beschlüsse des heutigen EU Gipfels. "Heute ist ein schwarzer Tag für den europäischen Klimaschutz", kommentiert Regine Günther, Leiterin Energie und Klima vom WWF Deutschland. "Die EU und allen voran Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigen damit, dass Europa nicht in der Lage ist, auf die drängenden Probleme des weltweiten Klimawandels adäquate politische Antworten zu finden."
12.12.2008: EU-Klimapaket ist 'Schatten seiner selbst'
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Ausnahmen für Industrie und Subventionen für Kohlemeiler "entzaubern" Merkel als Klimakanzlerin
Brüssel/Berlin (ots) - "Europa hat seine Vorreiterrolle beim Klimaschutz aufgegeben. Die Klimaziele der EU sind nun in Frage gestellt. Die Bundesregierung trägt Mitschuld am klimapolitischen Versagen der Europäischen Union. Ein schlimmes Zusammenspiel von Bundeskanzlerin Merkel, Italiens Ministerpräsident Berlusconi und Polens Premier Tusk hat das Klimapaket durchlöchert wie einen Schweizer Käse. Wenn Klimaschutz den kurzfristigen Interessen der Industrie geopfert wird, kommt uns das teuer zu stehen. Als Klimakanzlerin hat sich Frau Merkel endgültig entzaubert", sagte Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zum Ergebnis des Brüsseler EU-Gipfels.
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