Sicherheits-Krise in deutschen Atomkraftwerken
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Berlin (ots) - Deutsche Umwelthilfe warnt vor Billig-Nachrüstungen in Alt-Reaktoren - Noch intakter Trafo in Krümmel stammt aus Uralt-Kraftwerk Brunsbüttel - Zuverlässigkeitsprüfung des Betreibers Vattenfall darf nicht zur "folgenlosen Routine" werden - Altreaktoren nach aktuellem Stand von Wissenschaft und Technik überprüfen
Greenpeace-Aktivisten verriegeln Einfahrtstor zum Pannenreaktor Krümmel
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AKW-Betreiber Vattenfall soll Lizenz wegen Unzuverlässigkeit abgeben
Geesthacht/Hamburg (ots) - Gegen die gefährliche Unzuverlässigkeit des Stromkonzerns Vattenfall als Betreiber von Atomkraftwerken protestieren heute morgen zehn Greenpeace Aktivisten vor dem Einfahrtstor zum Pannenreaktor Krümmel bei Hamburg. Die Aktivisten haben das Tor mit Eisenketten verriegelt und erklären auf einem eisernen Schild: "Geschlossen wegen Unzuverlässigkeit". Greenpeace fordert von der Atomaufsicht, Vattenfall die Lizenz zum Betreiben von Atomkraftwerken in Deutschland sofort zu entziehen und den Reaktor Krümmel endgültig stillzulegen.
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Verstopfung im Reaktorsumpf
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Berlin (ots) - Seit 17 Jahren fürchten Experten, dass zerstörtes Dichtungs- und Dämmmaterial nach einem Leck im Kühlkreislauf eines Atomkraftwerks die zuverlässige Kühlung des Reaktors verhindert - Das Problem hat das Potenzial zum Supergau - Aktuell eskaliert sowohl zwischen den Atomaufsichtsbehörden von Bund und Ländern als auch mit den AKW-Betreibern der Streit über die Konsequenzen - die Öffentlichkeit erfuhr vom aktuellen Streit bisher praktisch nichts
Atomkraftwerk Krümmel schon wieder abgeschaltet
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Krümmel (ots) - 1. 7. 2009 - Greenpeace liegen aktuelle Informationen vor, dass das Atomkraftwerk Krümmel des Energiekonzerns Vattenfall heute nachmittag nach einem erneuten Störfall abgeschaltet wurde. Bei einer Messung der Wassertemperatur an der Auslaufstelle des Kühlwassers um 15 Uhr wurde keine nennenswerte Erhöhung gegenüber der derzeitigen Temperatur des Elbwassers von 23 Grad Celsius festgestellt. Das heißt: Der Reaktor produziert kaum Abwärme und kann daher nicht mit voller Leistung am Netz sein.
50 Jahre Atomforum – ein halbes Jahrhundert Lug und Trug
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Zum 50jährigen Bestehen des Deutschen Atomforums erklärt Bundesumweltminister Sigmar Gabriel:
„50 Jahre Atomforum – das bedeutet ein halbes Jahrhundert Lug und Trug. Die Propagandazentrale der Atomkonzerne steht wie kaum eine andere Institution für das bewußte Verschweigen, Verdrängen und Verharmlosen der Gefahren, die mit der kommerziellen Nutzung der Atomenergie verbunden sind. Der vor mehr als 10 Jahren eingeleitete Paradigmenwechsel in der Energiepolitik, der Ausstieg aus der risikoreichen Atomenergienutzung, der Aufbruch in eine zukunftsfähige Energieversorgung ohne Öl und Atom – all das ist an den Propagandisten des Atomforums nahezu spurlos vorbeigegangen.Read more: 50 Jahre Atomforum – ein halbes Jahrhundert Lug und Trug
50 Jahre Atomforum - 5700 Pannen in Atomanlagen
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Greenpeace veröffentlicht Chronik der "meldepflichtigen Ereignisse"
Hamburg (ots) - Rund 5700 als "meldepflichtige Ereignisse" bezeichnete Unregelmäßigkeiten in Atomkraftwerken sind nach Greenpeace-Recherchen die Pannenbilanz aus 50 Jahren Atomkraft in Deutschland. Auslöser der Störungen im AKW-Betrieb waren unter anderem Kühlwasserleckagen und Löcher im Druckwasserbehälter, beschädigte Rohrleitungen und Ventile, totaler Stromausfall und Feuer sowie eine Wasserstoffexplosion nahe des Reaktordruckbehälters. Greenpeace veröffentlicht heute eine Liste aller "meldepflichtigen Ereignisse" seit 1965 anlässlich der Veranstaltung zum 50. Jahrestag des Deutschen Atomforums, bei der auch Bundeskanzlerin Merkel (CDU) als Festrednerin auftritt. Greenpeace fordert die sofortige Abschaltung der sieben ältesten AKW und den vollständigen Atomausstieg bis 2015.Greenpeace: Schäuble täuscht Atomaufsicht
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Atomreaktor Krümmel hätte Wiederanfahrgenehmigung nie erhalten dürfen
Hamburg (ots) - Wider besseren Wissens hat Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) der schleswig-holsteinischen Atomaufsicht vor Erteilung der Wiederanfahrgenehmigung für das Atomkraftwerk Krümmel mitgeteilt, es gebe "nach der aktuellen Lagebewertung des BKA" keine Anhaltspunkte dafür, dass sich "die Gefahr durch Anschläge mittels Luftfahrzeugen gegenüber dem Jahr 2002 erhöht hat". Greenpeace liegt jedoch ein internes Dokument des Bundeskriminalamtes aus dem Jahr 2007 vor, in dem die Behörde sehr wohl eine Verschärfung der Sicherheitslage feststellt. Greenpeace fordert, den Atomreaktor in Krümmel sowie die sieben ältesten deutschen AKW sofort abzuschalten.
Atommeiler: Verlängerte Laufzeiten treiben Preise
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Betreiber befürworten Ausstieg aus dem Ausstieg - Politik gespalten
Darmstadt/Heidelberg (pte/24.06.2009/13:55) - Der Stopp des Atomausstiegs in Deutschland würde den Strompreis sogar noch weiter in die Höhe katapultieren. Zu diesem Ergebnis gelangt ein heute, Mittwoch, bekannt gewordenes Gutachten des Öko-Instituts http://www.oeko.de, das vom Bundesumweltministerium in Auftrag gegeben wurde. Bei der Analyse, wie sich der Anteil von Atommeilern am gesamten Strommix auf die Preise auswirkt, mussten die Insider feststellen, dass es "keinen Zusammenhang zwischen hohem Kernenergie-Anteil und Strompreisniveau" gibt. Gestützt wird diese Sicht mit Blick auf Länder wie Frankreich, deren AKW-Anteil fast 80 Prozent beträgt und die Preise teilweise höher als in Deutschland sind.
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