Löchriger Rettungsschirm fürs Klima: Kyoto-II zu schwach
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Neuer Weltklimavertrag aller Staaten steht in den Sternen. Bremserstaaten setzen Millionen Menschenleben aufs Spiel
Durban/Berlin (ots) - Dem Vorsitzenden des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger, reichen die Ergebnisse des Weltklimagipfels nicht. Zwar hätte alles noch schlimmer kommen können, aber Durban habe den Klimaschutz vertagt, sagte er. "Die Verhandler kommen vom Klimagipfel mit ziemlich leeren Händen nach Hause. Wie ein Kyoto-II-Abkommen aussieht bleibt unklar und ebenso, wie ein neuer Weltklimavertrag gestaltet wird. Der dringend benötigte Klimafonds kommt viel zu spät.
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Durban ist ein Schlag ins Gesicht für arme Menschen
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"Der fehlende politische Wille und Sinn für Dringlichkeit ist unentschuldbar - Klimawandel hat keinen Pausenknopf"
Bonn (ots) - 11. Dezember 2011. In Durban bedeutet das Ende der Klimakonferenz eine bittere Enttäuschung für die ärmsten Menschen auf der Welt, beklagt CARE International. "Die Verhandlungsparteien haben einfach ihre Hausaufgaben nicht erledigt, die sie in Cancún im letzten Jahr bekommen haben. Diese Aufgaben wären durchaus erreichbar gewesen mit ausreichendem politischen Willen. Damit lassen sie Millionen Menschen im Stich, die heute schon unter den Folgen des Klimawandels leiden und die aber am wenigsten Schuld an der Erderwärmung tragen", sagt Tonya Rawe, Policy-Referentin von CARE USA. "Der fehlende politische Wille und Sinn für Dringlichkeit ist unentschuldbar. Denn langfristig gesehen werden die menschlichen und wirtschaftlichen Kosten des Klimawandels jene der momentanen Wirtschaftskrise noch bei weitem übersteigen."
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Klimakonferenz mit schwachem Ergebnis
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WWF: COP17 macht weltweites Zwei-Grad-Ziel zu Makulatur
Durban (ots) - Nach mehr als zweiwöchigen Verhandlungen endet in Südafrika der Klimagipfel mit einem sehr mageren Ergebnis. "Die Welt verdient einen besseren Deal als den lauwarmen Klimakompromiss von Durban", so Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland. "Länder wie die USA und Kanada streuten immer wieder Sand ins Getriebe. Das enttäuschende Ergebis reicht nicht aus, den durch den Klimawandel ausgelösten Bedrohungen für Mensch und Natur zu begegnen. Es wurde die Chance verpasst, einen starken Fahrplan zu verabschieden, der den globalen Temperaturanstieg unter zwei Grad Celsius begrenzen könnte", so das ernüchternde Fazit des WWF.
Klimawandel: Chance der Krise vorbei
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Nach kurzem Einbruch wieder CO2-Rekordzuwächse
Norwich/Katmandu/Zürich (pte016/05.12.2011/13:15) - Zehn Mrd. Tonnen CO2 hat die Menschheit im Vorjahr durch Verbrennung fossiler Rohstoffe, Zementproduktion, Entwaldung und Änderung der Landnutzung freigesetzt. Dieser bisherige Höchststand liegt um 49 Prozent über dem Wert von 1990, berichten Forscher vom "Global Carbon Project" http://globalcarbonproject.org in der Zeitschrift "Nature Climate Change" anlässlich der laufenden UN-Klimakonferenz in Durban. "Die Chance der Finanzkrise von 2008, um die Globalwirtschaft auf einen emissionsärmeren Weg zu lenken, wurde nicht genutzt", resümiert der norwegische Studienleiter Glen Peters.
Philippinen: Klimawandel längst Alltag
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Wetterkatastrophen drängen Fischerdörfer in Überlebenskampf
Quezon City/Wien (pte001/28.11.2011/06:05) - Der Klimawandel ist keine ferne Bedrohung, sondern vielerorts schon konkrete Realität. Besonders betroffen sind Inselstaaten wie etwa die Philippinen, wo 60 Mio. Menschen an den Küsten leben. "Auch wenn es bei uns kein Wort für 'Klimawandel' gibt, ist dieser bereits im Haus statt nur vor der Tür und bedroht Existenzen. Die Anpassung auf unterster Ebene kann nicht auf die Weltpolitik warten - sie geschieht bereits", betont Jovelyn T. Cleofe vom Center for Empowerment and Resource Development (CERD) http://cerd.ph , im pressetext-Interview. CERD ist eines der Modellprojekte der Dreikönigsaktion 2012 http://dka.at .
Weltumweltrat soll globale Risiken abwenden
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Experten fordern neue Strukturen für globale Umweltpolitik
Stockholm/Amsterdam (pte003/25.11.2011/06:10) - Ein "Weltumweltrat" sollte geschaffen werden, um die drohenden Gefahren unseres Planeten abzuwenden. Das fordern internationale Umweltexperten anlässlich der Klimakonferenz in Durban. "Es gibt bisher 900 internationale Umweltabkommen, doch der Mensch zerstört die Umwelt weiter und gefährdet seine Zukunft und die der Erde. Besserung gelingt nur, wenn wichtige Umweltenscheidungen global statt national fallen - was neue politische Strukturen erfordert", betont Owen Gaffney, Sprecher des Internationalen Geosphären-Biosphären-Programms IGBP http://igbp.net , gegenüber pressetext.
Klimaschutz könnte zwei Mio. Menschen retten
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UNEP drängt auf schnelle Reduktion kurzlebiger Klimagase
London/Laxenburg (pte/25.11.2011/14:00) Zwei Mio. Menschen und 32 Mio. Tonnen Ernteverluste könnten entschiedene Maßnahmen im Klimaschutz retten - und zwar pro Jahr. Das berichten Forscher vom UN-Umweltprogramm (UNEP) http://unep.org sowie vom International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) http://iiasa.ac.at zum Auftakt der Klimakonferenz in Durban. Wenngleich die Staaten die CO2-Reduktion weiter verfolgen sollten, wäre eine Strategie, die sich zusätzlich auf die klimaschädlichen Russpartikeln, Ozongase und Methan konzentriert, die mittelfristig effektivste Maßnahme zur Erreichung der Klimaziele.
"Mit der CO2-Strategie alleine ist das Zwei-Grad-Ziel im Klimaschutz nicht zu erreichen. Nötig ist deshalb, zusätzlich auch bei Methan und Dieselruss - die beide sehr kurzfristige Treibhausgase sind und nur zwei Wochen in der Atmosphäre bleiben - anzusetzen. Hier würde Klimaschutz schnelle Effekte erzielen und zudem viele auch gesundheitliche Vorteile bringen", berichtet IIASA-Mitautor Zbigniew Klimont im pressetext-Interview.
Klimawandel: Zwei-Grad-Ziel "noch erreichbar"
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Nachhaltige Zukunft nur bei CO2-Rückgang schon in nächsten Jahren
Exeter/Zürich (pte002/22.11.2011/06:05) - Zwei Grad darf die Globalerwärmung gegenüber dem Niveau vor der Industrialisierung maximal betragen, lautet das im Vorjahr in Cancun von allen 194 Staaten verabschiedete Ziel. Dass dieses noch zu erreichen ist, bestätigt nun ein internationales Forscherteam in der Zeitschrift "Nature Climate Change". Die Auswahl der Optionen dafür ist allerdings sehr beschränkt: "Die CO2-Emissionen müssen schon in den nächsten beiden Jahrzehnten zurückgehen und auf Null absinken", berichtet Studienautor Reto Knutti von der ETH Zürich http://iac.ethz.ch im pressetext-Interview.
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