Klimaschutz zerstört die Erde
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Maßnahmen gegen Klimawandel vernachlässigen den Artenschutz
Wasserkraft: Negative Folgen genau untersuchen (Foto: Walter J. Landgraf/pixelio.de)
Washington/Berlin (pte/10.08.2010/06:00) - Die menschlichen Reaktionen auf den Klimawandel haben womöglich schlimmere Auswirkungen auf die Natur als jene, die durch die Erwärmung selbst hervorgerufen werden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Forschern um Will Turner in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Conservation Letters http://www.conservation.org.
Bienensterben durch Pestizide geht weiter
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Imker und BUND fordern Reform der Zulassungspraxis
Berlin (ots) - Zwei Jahre nach dem großen Bienensterben in Süddeutschland, bei dem etwa 20000 Bienenvölker durch das Insektizid Clothianidin getötet oder schwer geschädigt wurden, werden in der Landwirtschaft beim Raps-, Mais-, Gemüse- und Getreideanbau weiter bienengefährdende Pestizide eingesetzt. Nach Auffassung des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes (DBIB) und des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) brachten die 2008 verordneten Maßnahmen zur Begrenzung der Gefährlichkeit von Schädlingsbekämpfungsmitteln für Bienen nicht das gewünschte Ergebnis. Die Verbände haben weiterhin vor allem das von der Firma Bayer CropScience hergestellte Clothianidin im Visier, das zur Gruppe der sogenannten Neonicotinoide gehört.
Gentech-Raps wuchert ungebremst
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Pflanzen können nicht mehr aus Umwelt zurückgeholt werden
Rapsfeld: Gen-Raps wächst auch entfernt davon weiter (Foto: Madlen Reichel/pixelio.de)
Pittsburgh (pte/06.08.2010/13:50) - US-Forscher haben erstmals Beweise dafür gefunden, dass gentechnisch veränderte Pflanzen auch in den USA in freier Wildbahn überleben können. Ein Team der University of Arkansas http://www.uark.edu hat in North Dakota nach wildwachsendem Raps gesucht. Dabei haben die Forscher in 80 Prozent der gefundenen Wildpflanzen Transgene entdeckt. Die Studienergebnisse wurden beim Treffen der Ecological Society of America in Pittsburgh vorgestellt.
Ölkatastrophe: Horror für Familien vor Ort
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Küstenbewohner im Golf: Viele überlegen Umzug
Plakat vor Haus in Louisiana: Verzweifelte Hilferufe über Ölkatastrophe (Foto: greenpeace.com)
Washington DC (pte/04.08.2010/13:50) - Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hat verheerende Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung. Forscher der Mailman School of Public Health an der Columbia University http://www.mailman.hs.columbia.edu haben mehr als 1.200 Menschen befragt, die innerhalb von zehn Meilen von der Küste entfernt leben. Das Ergebnis ist erschreckend, denn für die Menschen der Region ist kein Stein auf dem anderen geblieben.
Mehr als 40 Prozent der Befragten litten an Hautirritationen und Atemproblemen - eine unmittelbare Folge des Ölaustritts bzw. der Beseitigung der Spuren. Mehr als ein Drittel der Befragten gaben an, dass ihre Kinder entweder unter physischen oder psychischen Symptomen nach der Katastrophe litten. Die meist ohnehin ärmliche Bevölkerung entlang der Küste Louisianas und Mississippis erlitt durch die Ölkatastrophe zusätzliche finanzielle Einbußen. Acht Prozent von ihnen verloren den Job.
Hodenkrebs: Gefahr von Plastikmüll auf der Spur
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Zahl der Erkrankungen in den letzten 35 Jahren verdoppelt
Plastikmüll: Enthaltene Chemikalien sollen Hodenkrebs fördern (Foto: Carsten Raum/pixelio.de)
Edinburgh (pte/04.08.2010/10:00) - Wissenschaftler der Human Reproductive Sciences Unit des Medical Research Council http://www.hrsu.mrc.ac.uk untersuchen, ob Chemikalien, wie sie etwa in Plastik enthalten sind, für das Ansteigen der Hodenkrebs-Erkrankungen verantwortlich sind. Das Team um Richard Sharpe geht davon aus, dass der Kontakt damit bereits im Mutterleib erklären kann, warum sich die Anzahl der Erkrankungen in den letzten 35 Jahren verdoppelt hat.
Die Wissenschaftler betonen in Human Reproduction http://humrep.oxfordjournals.org, dass eine derartige Studie auch heute nur durch ein neu geschaffenes Modell möglich ist, um so die Entwicklung der Krankheit zu beobachten. Mäusen werden für die Überprüfung der aufgestellten Theorie menschliche Zellen eingepflanzt.
Alarmstufe Rot im Mittelmeer
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Bedrohung des Artenreichtums stärker als in allen anderen Meeren
Mittelmeer: Artenparadies in arger Bedrängnis (Foto: Wikimedia)
Washington (pte/03.08.2010/13:40) - Die Tiere und Pflanzen im Mittelmeer sind stärker bedroht als in jedem anderen Meer der Welt. Davor warnen Wissenschaftler des "Census of Marine Life" http://www.coml.org in der Zeitschrift PloS ONE. Im bisher umfangreichsten Bericht über die derzeitige Artenvielfalt in allen Meeren der Welt listen sie die Bedrohungen der Natur und ihre jeweilige Bedeutung auf. "Stärker als alle anderen Meere leidet das Mittelmeer an Lebensraumverlust, Überfischung, Umweltverschmutzung und invasiven Arten", erklärt Ron O'Dor, US-Koordinator des Census, im pressetext-Interview.
Census of Marine Life zeigt: Populäre Tiere sind winzige Minderheit
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Erste "Volkszählung der Meere" veröffentlicht
Drachenfisch: Erstmals gelang es, alle Meereswesen aufzulisten (Foto: Museum Victoria/Julian Finn)
Washington/New York (pte/03.08.2010/06:05) - Als Ende April die ganze Welt auf den Golf von Mexiko blickte, konnte niemand genau sagen, wie viele Meerestiere von der Ölkatastrophe betroffen sind. Diese Wissenslücke füllt nun der "Census of Marine Life" http://www.coml.org. Diese erste und bisher umfangreichste Auflistung aller Lebewesen, die in den Meeren leben, wird im Oktober 2010 präsentiert. Schon jetzt veröffentlicht die Fachzeitschrift PLoS ONE die wichtigsten Ergebnisse. "Wir können nun etwa sagen, dass an der Stelle, an der das Öl austrat, 8.344 bekannte Arten leben", berichtet Ron O'Dor, Census-Koordinator in Washington D.C., im pressetext-Interview.
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Europäer essen doppelt so viel Fisch wie sie dürften
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Forscher errechnen, wie viel Meeresfrüchte man nachhaltig fangen kann
Fischereihafen: EU-Flotten fahren um die ganze Welt (Foto: Markus Kräft/pixelio.de)
Brüssel/London (pte/31.07.2010/06:15) - Wer in der EU lebt und mehrmals wöchentlich Fisch isst, verhält sich seit dem 10. Juli nicht mehr nachhaltig. Eine Studie des New Ecomonics Foundation Nef mit der Umweltorganisation Pew Environment Group http://www.pewenvironment.eu hat einen EU-Fischkalender erstellt, bei dem die Menge an Fisch, die nachhaltig gefangen oder gezüchtet werden kann, mit der tatsächlichen Konsumation gegengerechnet wird. Demnach essen die Europäer doppelt so viel Fisch wie sie eigentlich dürften.
"Unsere EU-Fischfangflotten fahren um die ganze Welt, um Fische zu fangen. Das führt zu einer ökologischen Verschuldung der EU-Bürger", meint Mike Walker, Communications Manager der Pew Environment Group im pressetext-Interview. Die Umweltorganisation hat den Fischkalender sogar auf die einzelnen EU-Länder übertragen. "In Österreich ist dieses Debit bereits am 15. Jänner erreicht, in Deutschland erst am 5. Mai", so der Experte. "Im Prinzip geht es darum, das EU-Fischereirecht gründlich zu reformieren und Fischerei endlich nachhaltig zu machen."
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