Welle des Protests gegen Raubbau an den Meeren
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Kampagne OCEAN2012 fordert radikale Kursänderung in der Fischereipolitik
Hamburg (ots) - Anlässlich des Weltozeantages am .8.6.2010 weist OCEAN2012 auf einen Zusammenschluss von 70 europäischen Verbänden sowie auf die Mitverantwortung der Bundesregierung für den dramatischen Niedergang der Fischbestände in EU-Gewässern hin. Nach Jahren voller schlechter Nachrichten versucht selbst die Politik kaum noch, die Lage schön zu reden. Heute steht fest: Über 80 Prozent der kommerziell genutzten Fischarten in der EU sind stark überfischt und stehen vor dem biologischen Aus. OCEAN2012 fordert deshalb eine radikale Reform der EU-Fischereipolitik hin zu einem vorsorgenden und ökosystemaren Ansatz.
Fische leiden unter Lärm
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Menschen verschmutzen Meere mit zu vielen Geräuschen
Viele Fische können gut hören (Foto: tokamuwi/pixelio.de)
Leiden (pte/05.06.2010/13:05) - Die Welt unter der Wasseroberfläche ist längst nicht mehr die "Stille Welt" - wie sie in der 1956 erschienenen Film-Dokumention von Jacques Yves Cousteau und Louis Malle genannt wurde. Öl- und Gasbohranlagen, Schiffsmotoren und Sonarsysteme verschmutzen die Unterwasserwelt mit Geräuschen. Doch auch ohne menschliche Einwirkung ist die Welt unter Wasser keineswegs still, haben Forscher der niederländischen Universität Leiden http://www.science.leidenuniv.nl entdeckt.
Ölkatastrophe: Aufruf zum Überdenken der Energiesysteme
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Heftige Reaktionen auf NZZ-Kommentar zur Lage am Golf
Zukunft der Energieversorgung steht in Frage (Foto: Michael Lorenzet/pixelio.de)
Wien/Zürich (pte/27.05.2010/13:50) - Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko sei medial hochgespielt und werde überbewertet. Zu diesem Schluss kommt der NZZ-Redakteur Andreas Hirstein im "Kommentar der Anderen" in der heutigen Ausgabe der Tageszeitung Der Standard. Im Kommentar wird unter anderem behauptet, dass die ökologischen Folgen bisheriger Ölkatastrophen immer überschätzt wurden. Der Autor führt das Beispiel der Exxon Valdez vor der Küste Alaskas 1989 an und behauptet, dass diese Katastrophe keine nachhaltigen Schäden verursacht hat.
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Globale Partnerschaft zum weltweiten Schutz der Tropenwälder begründet
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Deutschland beteiligt sich mit mindestens 350 Millionen Euro
Die Globale Partnerschaft zum weltweiten Schutz der Tropenwälder wurde heute in Oslo von über 50 hochrangigen Vertretern von Industrie- und Tropenländern offiziell unterzeichnet. Damit nimmt der internationale Waldschutz konkrete Gestalt an. Deutschland unterstützt den globalen Waldschutz mit mindestens 350 Millionen Euro in den kommenden drei Jahren 2010 bis 2012 im Rahmen seiner Sofortfinanzierung für den internationalen Klimaschutz. „Es bleibt nicht mehr viel Zeit, die Wälder unserer Erde vor ihrer Zerstörung zu retten. Wir brauchen deshalb eine starke, weltweite Allianz gleichgesinnter Staaten und Regierungen, die den Schutz der Wälder gemeinsam voranbringen wollen“, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Ursula Heinen-Esser.
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Greenpeace: Öl-Unfall in der Nordsee jederzeit möglich
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Starke Ölverschmutzung bereits durch alltäglichen Förderbetrieb
Hamburg (ots) - Die Öl- und Gas-Plattformen in der Nordsee sind unfallgefährdet und für eine schleichende Verschmutzung der Nordsee verantwortlich. Dies ist das Ergebnis eines aktuellen Greenpeace-Beobachtungsfluges. An fünf Nordsee-Plattformen haben Greenpeace-Experten große schwimmende Ölteppiche dokumentiert. Greenpeace kontrollierte 25 der rund 400 Förderanlagen in der Nordsee. Besonders risikoreich ist die Ölförderung des BP Konzerns mit Förderschiffen westlich der Shetland-Inseln in über 400 Metern Wassertiefe. Wie die aktuelle Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko zeigt, sind die Risiken der Offshore-Ölförderung nicht kalkulierbar. Greenpeace fordert daher, dass keine neuen Genehmigungen zur Förderung von Öl und Gas in der Tiefsee erteilt werden.
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Meeresfische könnten bis 2050 verschwunden sein
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Katastrophe ohne fundamentale Restrukturierung der Fischerei
Triste Zukunft für Speisefische (Foto: Archiv)
New York/Wien (pte/22.05.2010/13:55) - Ohne fundamentale Neuordnung der weltweiten Fischerei droht 2050 der totale Kollaps der Meeresfischbestände. Zu diesem Schluss kommen UN-Experten. "Wenn die verschiedenen Schätzungen, die wir erhalten haben, wahr werden, sind die Meeresfische in 40 Jahren verschwunden", so Pavan Sukhdev, Direktor des UNO-Umweltprogrammes UNEP http://www.unep.org.
Ein Green Economy Report, der im Laufe des kommenden Jahres veröffentlicht werden soll, schlägt neben der Verringerung der Fangflotte auch die Einrichtung großer mariner Schutzzonen vor, die vom kommerziellen Fischfang ausgeschlossen sind. Derzeit fischen rund 35 Mio. Menschen in 20 Mio. Booten in den Weltmeeren. 170 Mio. Jobs hängen direkt und indirekt mit dem Sektor Fischerei zusammen. Finanziell abhängig davon sind rund 520 Mio. Menschen.
Mega-Staudämme im Amazonas gefährden unkontaktierte Indigene
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Zwei Mega-Staudämme werden im brasilianischen Teil des Amazonas errichtet und drohen, mehrere Gruppen unkontaktierter Indigener zu vernichten. Der Santo Antonio und der Jirau Damm werden entlang des Madeira Flusses gebaut, in unmittelbarer Nähe eines Gebietes isoliert lebender indigener Völker, die nichts darüber wissen, dass viel von ihrem Land zerstört werden könnte.
Eine Forschungsreise der FUNAI – der brasilianischen Behörde für indigene Angelegenheiten – bestätigte kürzlich, dass in dem betroffenen Gebiet unkontaktierte Indigene leben und jagen.
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Weitere Verbesserung des Ostseeschutzes sicherstellen
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Treffen der Ostseeanrainerstaaten in Moskau
Weitere Maßnahmen zum Schutz des Ökosystems Ostsee haben heute hochrangige Vertreter der Ostseeanrainerstaaten in Moskau auf der Sitzung der Helsinki-Kommission zum Schutz der Ostsee (HELCOM) beschlossen. „Der Meeresschutz in der Ostsee hat beachtliche Erfolge vorzuweisen. Gleichwohl sind wir noch nicht am Ziel angelangt. In einigen Feldern gibt der Zustand der Ostsee Anlass zur Sorge“, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Ursula Heinen-Esser. Die vier thematischen Schwerpunkte der Konferenz, Eutrophierung, also Nährstoffüberschuss, gefährliche Stoffe, Biodiversität sowie maritime Aktivitäten spiegeln die wesentlichen Belastungen der Ostsee wider.
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