Gesamtes Ökosystem der Ostsee würde von nachhaltiger Fischerei profitieren
- Details
- Kategorie: Umwelt
Europäische Forscher weisen erstmals gemeinsam auf Bedeutung intakter Dorschbestände hin
Hamburg (ots) - 16 europäische Meeresforscher haben erstmals gemeinsam daraufhin gewiesen, dass schwerwiegende Probleme der Ostsee durch eine nachhaltige Fischerei verbessert werden könnten. Dies wäre der effektivste Ansatz, um insbesondere die teils drastischen Folgen der Überdüngung in kurzer Zeit abzufedern. Möglich wird dies durch die in der Ostsee sehr überschaubare Nahrungskette. Intakte Dorschbestände könnten deswegen sogar die ungeliebten und gefährlichen Algenblüten reduzieren.
Read more: Gesamtes Ökosystem der Ostsee würde von nachhaltiger Fischerei profitieren
Tödliche Nahrung: Plastikabfälle im Meer
- Details
- Kategorie: Umwelt
Nicht nur Öl, sondern auch Abfälle zerstören die Meere
Ölkatastrophen wie im Golf von Mexiko vergiften Meeresregionen auf Jahrzehnte hin. Auch andere Stoffe belasten die Meere dauerhaft. Tonnenweise lagern sich Plastiktüten, Styroporreste oder alte Fischernetze ab. Allein in der Nordsee befinden sich schätzungsweise 600 000 Kubikmeter Müll auf und im Meeresboden. Der Großteil der Nordsee-Abfälle stammt von Schiffen und aus der Fischerei, er gelangt auch durch Flüsse und den Tourismus in die Meere. Viele Meereslebewesen werden direkt gefährdet. „Es ist höchste Zeit, endlich effektive Strategien gegen den Meeresmüll zu entwickeln.“, fordert Jochen Flasbarth, der Präsident des Umweltbundesamt anlässlich des Europäischen Tages der Meere am 20. Mai 2010.
Nestlé will nach Greenpeace-Kampagne Urwald schützen
- Details
- Kategorie: Umwelt
Hunderttausende Verbraucher beteiligten sich an Protest gegen Kitkat
Hamburg (ots) - Der Lebensmittelkonzern Nestlé will zukünftig auf Palmöl und Papier aus Regenwaldzerstörung verzichten. Damit reagiert das Unternehmen auf eine Greenpeace-Kampagne zum Schutz der letzten indonesischen Urwälder. Nach einem Greenpeace-Report vom März werden die Urwälder der Region maßgeblich für die Produktion von Palmöl gerodet. Dieses verarbeitet auch Nestlé in seinen Süßwaren. An der Greenpeace-Kampagne gegen den Nestlé-Schokoriegel Kitkat haben sich weltweit rund 250.000 Menschen vor allem im Internet beteiligt. Greenpeace will die Ausdehnung von Palmöl- und Zellstoffplantagen in Indonesien stoppen, da sie die Zerstörung von Urwald- und Torflandflächen voran treibt, den Klimawandel beschleunigt und das Überleben der Orang-Utans gefährdet.
Read more: Nestlé will nach Greenpeace-Kampagne Urwald schützen
Biodiversitätsverlust kommt Wirtschaft teuer
- Details
- Kategorie: Umwelt
Rapides Artensterben wird enorme Schäden verursachen
Artenreiche tropische Wälder sind weltweit unter Druck (Foto: W. Weitlaner)
New York/München (pte/10.05.2010/15:25) - Die Verluste der Artenvielfalt werden schon bald die Volkswirtschaften von Ländern hart treffen. Zu diesem Schluss kommt die UNO-Studie "Global Biodiversity Outlook" GBO-3 http://gbo3.cbd.int. Einige Ökosysteme befinden sich auf dem besten Weg dazu, so ausgedünnt zu werden, dass sie sich zur menschlichen Nutzung nicht mehr eignen. Beispiele dafür sind die massiv zurückgedrängten Wälder, algenüberwucherte Wasserwege und massenhaft abgestorbene Korallenriffe.
Erst vor wenigen Wochen haben Forscher berichtet, dass das von den Regierungen beschlossene Millenniumsziel eine Verringerung des Artensterbens einzuleiten, nicht erreicht wurde (pressetext berichtete http://www.pressetext.com/news/100503019/ ). "Die Nachrichten sind alles andere als gut", meint Ahmed Djoglaf, Generalsekretär der UN Konvention für biologische Diversität (CBD) http://www.cbd.int . "Der Artenschwund ist sogar schlimmer als je zuvor und könnte bis zu 1.000 mal höher sein als in der Vergangenheit." Zwischen 1970 und 2006 ist die Zahl der Wirbeltiere um etwa ein Drittel gesunken.
Meere sind fast leergefischt
- Details
- Kategorie: Umwelt
Aufwand für einen Fisch heute 17 mal höher als 1889
Der Kabeljau ist heute in vielen Meeren schon verschwunden (Foto: aboutpixel.de/Schneider)
York/Wien (pte/05.05.2010/12:20) - Die Überfischung der Meere hat dazu geführt, dass es heute 17 mal mehr Aufwand an Energie und Ressourcen braucht, um einen Fisch zu fangen, als am Ende des 19. Jahrhunderts. Das berichten Forscher der Universität York http://www.york.ac.uk und Marine Conservation Society (MCS) http://www.mcsuk.org im Online-Journal "Nature Communications". "Der Zustand der Fischerei ist schlimmer als sogar die pessimistischsten Schätzungen bisher angenommen haben", so Studienautor Callum Roberts.
Globale Umwelt-Ziele werden 2010 nicht erreicht
- Details
- Kategorie: Umwelt
Biodiversitätsverlust weiter fortschreitend - alle Ökosysteme betroffen
Der Mensch ruiniert die Umwelt überall (Foto: W. Weitlaner)
London (pte/03.05.2010/11:00) - Ehrgeizig waren die von den Regierungen 2002 beschlossenen Umweltziele. Demnach sollte der Artenverlust sowie der Schwund der Ökosysteme bis 2010 - als ein Millenniumsziel - weltweit gestoppt werden. Das World Conservation Monitoring Centre des UNO-Umweltprogramms UNEP http://www.unep-wcmc.org hat nun mitgeteilt, dass das Ziel nicht erreicht wird.
"Unsere Analysen haben gezeigt, dass Regierungen ihre Vorhaben, die sie 2002 beschlossen haben, nicht eingehalten haben", so UNEP-WCMC-Forschungsleiter Stuart Butchart. "Der Verlust der Artenvielfalt geht immer noch gleich schnell vor sich wie zuvor. Der Druck auf Tiere, Pflanzen, Habitate und Ökosysteme hat nicht nachgelassen", erklärt der Experte. "Seit 1970 haben wir die Welttierpopulation um 30 Prozent, die Fläche der Mangroven und Seegraswiesen um 20 Prozent und die Fläche der Korallenriffe um 40 Prozent reduziert", so Joseph Alamo, wissenschaftliche Leiter der UNEP. "Diese Verluste sind ein deutliches Zeichen eines Nicht-Nachhaltigen Handelns.
Kritik an leeren Versprechen
Die Studie kombiniert mehr als 30 Indikatoren dafür, wie Spezies und Ökosysteme sich ändern. Betroffen davon sind Pflanzen und Tiere am Land und im Meer. Nur ein Prozent der weltweiten Meeresflächen stehen unter Schutz. Zwölf Prozent der Landfläche sind als Naturschutzgebiete oder Nationalparks ausgewiesen - werden allerdings nicht überall gleich gut gemanagt. Neben der Vernichtung von Lebensraum sorgen die Klimaänderung und die Einfuhr invasiver Arten für weitere Probleme.
Politische Bestrebungen, um den Druck auf die Ökosysteme zu verringern, stehen offensichtlich nur am Papier. "Obwohl es die Bestrebungen dafür gibt, sind die Taten inadäquat. Die Diskrepanz zwischen dem Druck auf die Umwelt und den gesetzten Antworten darauf, wird immer größer", so Butchart.
Jeder ist zum Handeln aufgefordert
Entschuldigungen für das Nichtwissen der Situation gebe es längst keine mehr, meint Jean-Christophe Vie, Chef des Species Programme der Internationalen Naturschutzunion IUCN http://www.iucn.org. "Die Rolle der Regierungen ist von höchstem Rang, aber das Ausmaß und die Rate des Verlusts weisen daraufhin, dass jeder, von der Einzelperson bis hin zu Betrieben, etwas dagegen unternehmen muss, das Leben auf der Erde zu schützen, ehe wir eine Zerreißgrenze erreichen."
Regierungen werden aller Wahrscheinlichkeit nach das Scheitern der Bestrebungen zum Thema machen und beim Gipfeltreffen der UNO- Konvention über die biologische Vielfalt, die im Oktober im japanischen Nagoya stattfindet, neue Ziele definieren. "Die politischen Mächte sind der Weltwirtschaftskrise frontal begegnet. Wir brauchen genau den gleichen Level an Investitionen und Zugeständnissen für die Umwelt", so Simon Stuart, Chef der IUCN-Species Survival Commission. (Ende)
Edelstahlproduktion: Millionen Tonnen CO2-Ersparnis durch verstärkten Einsatz von Schrott möglich
- Details
- Kategorie: Umwelt
Kostenersparnis in Milliardenhöhe
Düsseldorf (ots) - Die CO2-Emissionen bei der Herstellung von Edelstahl könnten mittelfristig um bis zu 37 Mio. Tonnen jährlich oder 50% gesenkt werden, wenn künftig noch stärker als bisher hochwertiger Edelstahlschrott anstatt von Primärrohstoffen für die Produktion eingesetzt wird. Zu diesem Ergebnis kommt das Fraunhofer-Institut UMSICHT aus Oberhausen, das im Auftrag der deutsch-niederländischen Rohstoffhandelsgruppe Oryx Stainless wissenschaftlich untersuchte, wie viel an umweltschädlichem CO2 eingespart werden kann, wenn neuer Edelstahl überwiegend aus hochwertigen Sekundärrohstoffblends und nicht aus Primärrohstoffen erzeugt wird.
Studie im UBA-Auftrag evaluiert Pfandpflicht
- Details
- Kategorie: Umwelt
Pfand macht’s möglich: weniger Umweltverschmutzung, mehr Recycling
Wer seine Getränkeflaschen zurückgibt, tut etwas für die Umwelt. Das gilt vor allem für Mehrweg - aber auch für Einwegflaschen und -dosen. Das zeigt eine Studie der bifa Umweltinstitut GmbH im Auftrag des Umweltbundesamtes. Demnach führt die Pfandpflicht auf Einwegverpackungen zu weniger Müll auf Straßen und Plätzen. Außerdem lassen sich die Einwegbehälter aus Plastik oder Aluminium besser verwerten, da jetzt mehr und sortenrein gesammelt werden. Trotz dieser positiven Effekte gilt aber auch weiterhin: Mehrwegflaschen aus PET sind umweltfreundlicher als Einwegflaschen und -dosen. UBA-Präsident Jochen Flasbarth: „Nach wie vor ist Mehrweg die richtige Entscheidung für die Umwelt. Mit der Pfandpflicht für Einwegbehältnisse konnten zudem auch Umweltverbesserungen erreicht werden.“
Weitere Beiträge ...
- Greenpeace: Kein Patent auf Schinken und Schnitzel!
- Studie bestätigt: Ozeane werden immer saurer
- Visionäres Wohnen: Wie aus Sperrmüll Designerstücke werden
- Exxon Valdez: Alaska weiter von Ölpest betroffen
- Bio und Fairtrade - die Ära des verantwortungsvollen Verbrauchers bricht an
- Palmöl aus Urwaldzerstörung in Kitkat
- Das stille Sterben der Kulturpflanzen
- Sorge um die Umwelt kennt keine Ländergrenzen
- Forscher bestimmen die zehn seltensten Tiere
- Fischerei tötet Millionen Meeresschildkröten
- Biotopverbund zur Erhaltung der biologischen Vielfalt
- Brasilianisches Viehzuchtunternehmen vom Global Compact ausschließen
- Erdbeeren machen TV-Koch Horst Lichter Sorgen
- US-Geografen bestimmen elf Zukunftsfragen
- Doha-Konferenz: Elefanten weiter streng geschützt
- Zeichnen für einen sterbenden Fluss
- Aquarienbesitzer räumen Meere leer
- Bild des Öko-Konsumenten ist überholt
- Das Recht des ökologischen Landbaus
- 'Internationales Jahr der Biodiversität' wird zur Farce
