Indonesien: Massives Korallensterben nach Bleiche
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Experte warnt erneut vor globalem Riffsterben
Djarkata/München (pte/18.08.2010/06:00) - Die Wildlife Conservation Society (WCS) http://www.wcs.org hat neueste Daten über die dramatische Erwärmung der Oberflächentemperatur in den Gewässern um Indonesien veröffentlicht. Diese hat zu einer massiven Korallenbleiche und anschließend zum Absterben vieler Riffe geführt, berichtet das Online-Wissenschaftsportal Science Daily. In der Provinz Aceh - im nördlichen Teil Sumatras - sind 60 Prozent aller Korallen von der Bleiche betroffen.
"Was wir im Moment im Indopazifik sehen, ist aller Voraussicht nach die bisher großflächigste und ausgeprägteste Korallenbleiche, die wir kennen", meint der Experte Christian Wild, Leiter der Coral Reef Ecology Arbeitsgruppe am GeoBio-Center München http://www.palmuc.de/core, im Gespräch mit pressetext. "Es ist sogar denkbar, dass auch die Karibik und andere atlantische Korallenriffe bald zusätzlich betroffen sind, also sozusagen eine globale Korallenbleiche stattfindet."
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Damavand im Schatten des Klimawandels
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Umweltschützer im Iran kämpfen an zwei Fronten
Teheran (pte/14.08.2010/06:05) - Mit einem ungewöhnlichen Kälteeinbruch, Neuschnee und frostigen Temperaturen begann der Monat August auf dem höchsten Gipfel Persiens, dem Damavand. Sturm, Eis und Kälte sind auf dem Fünftausender 70 Kilometer nordöstlich von Teheran zwar keine Seltenheit, mit Durchschnittstemperaturen von über 0 Grad im jährlichen Mittel verliert der mächtigste Schichtvulkan Asiens aber allmählich seine ohnehin schmächtigen Gletscherfelder. Nur noch 20 Meter Dicke messen die fünf verbliebenen Eiszungen an der Nord- und Ostflanke des Berges, berichtet der iranische Geologe M.S. Mussawi von der Technischen Universität Teheran gegenüber pressetext.
Russland brennt: Klimawandel mit schuld
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Stationäre Luftmassengrenzen sorgen für Extrem-Wetter auf beiden Seiten
Wien/Exeter (pte/11.08.2010/06:00) - Das Meteorologische Amt in Exeter (UK Met Office) http://www.metoffice.gov.uk gibt der globalen Erwärmung zumindest eine Teilschuld an der verheerenden Extremhitze in Moskau. Tatsächlich lagen die durchschnittlichen Temperaturen im Juli mit 26,1 Grad um sieben Grad über dem langjährigen Durchschnitt. "Am 29. Juli erreichten die Temperaturen in der russischen Hauptstadt mit 38,2 Grad den absoluten Rekord seit Aufzeichnungen der Wetterwerte", so Bernhard Pospichal vom Institut für Meteorologie an der Wiener Universität für Bodenkultur http://www.boku.ac.at im pressetext-Interview.
Die Brände im Umkreis von mehreren 100 Kilometern sind eine Folge der hohen Temperaturen und der langanhaltenden Trockenzeit. "Torf ist ein guter Brennstoff und die trockengelegten Moore werden aller Wahrscheinlichkeit noch weiter brennen, da diese Hitze tief im Boden ist. Ob die hohen Temperaturen bereits auf allfälligen Klimawandel hinweisen, will der Forscher so nicht bestätigen. "Der diesjährige Winter war extrem kalt. Im Januar lag die Durchschnittstemperatur in Moskau sieben Grad unter dem langjährigen Mittel."
Autos sind stärkere Klimakiller als Flieger
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Schiffe reduzieren Erwärmungseffekt des Güterverkehrs
Laxenburg (pte/05.08.2010/17:10) - Langfristig schaden Autos dem Weltklima mehr als Flugzeuge. Hingegen reduzieren Schiffe den negativen Effekt des gesamten Güterverkehrs. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Forschern des Internationalen Instituts für Angewandte Systemanalyse (IIASA) http://www.iiasa.ac.at in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Environmental Science and Technology. Der Pkw-Verkehr wirkt sich so stark aus, weil weltweit so viel gefahren wird und die Autos relativ ineffizient genutzt werden, erklärt Studienleiter Jens Borken-Kleefeld im pressetext-Gespräch.
"Wir haben in unserer Studie, die gemeinsam mit norwegischen Forschern erstellt wurde, die Gesamtwirkungen des Verkehrs auf das Klima erfasst", so Borken-Kleefeld. Dazu gehören nicht nur langfristige, sondern auch kurzfristige Perspektiven. Daher wurden nicht nur Auswirkungen von CO2, sondern auch von Luftschadstoffen, Partikeln und Wolken miteinbezogen. "Dies hat für die Klimaerwärmung durch den Flugverkehr den größten Effekt: Die Flugzeuge fliegen in 10.000 Metern in einer sehr kalten Umgebung und tragen stark zur Wolkenbildung bei." Umgekehrt nimmt dieser negative Effekt nach zehn Jahren ab.
Wie die globale Erwärmung unter zwei Grad bleibt
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CO2-Emissionen müssen bis 2050 um 50 Prozent reduziert werden
Hamburg (pte/27.07.2010/13:55) - Wie viele Emissionen dürfen die Menschen noch in die Atmosphäre pusten, damit das von der EU angestrebte zwei-Grad-Ziel nicht überschritten wird. Dieser Frage ist das Forscherteam um Erich Roeckner vom Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M) http://www.mpimet.mpg.de nachgegangen. Sie kommen zum Schluss, dass gemessen am heutigen Wert, die CO2-Emmissionen bis 2050 um 50 Prozent reduziert werden müssen.
"Das Ergebnis zeigt deutlich, dass wir signifikante und baldige Maßnahmen treffen müssen, um die Emissionen von Treibhausgasen zu vermindern. Nur so kann die globale Erwärmung in diesem Jahrhundert bei nicht mehr als zwei Grad oberhalb des vorindustriellen Niveaus stabilisiert werden", erklärt der Forscher im pressetext-Gespräch.
Städtischer Klimaschutz: Eitelkeiten dominieren
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Umwelt-Aktivitäten von Europas Citys untereinander kaum vergleichbar
Wien (pte/22.07.2010/06:00) - Die nordischen Städte Oslo, Stockholm und Kopenhagen schneiden in Sachen Klimaschutz europaweit am besten ab. Zu den Top-Städten gehören auch Wien, Berlin und Frankfurt. Das hat die aktuelle Studie "City typology as the basis for policy" von KPMG gezeigt. "Doch die einzelnen Aktivitäten der Citys sind untereinander kaum vergleichbar", meint Peter Ertl, Geschäftsführer von KPMG http://www.kpmg.at gegenüber pressetext. "Denn die Städte richten sich es so, wie sie wollen, wenn es um Klimaschutz geht."
Ökosteuerpläne der Regierung: Konjunkturkiller für energieintensive Industrien
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Berlin (ots) - Die WirtschaftsVereinigung Metalle setzt auf den ordnungspolitischen Kompass der Bundesregierung und der sie tragenden Regierungsfraktionen.
Die von der Bundesregierung im Eilverfahren und ohne fachlichen Dialog avisierten höheren Energiesteuern würden den Zweck des Ökosteuergesetzes ins Gegenteil verkehren und gefährden durch die Besteuerung der Produktion den Verbleib stromkostenempfindlicher Unternehmen in Deutschland. Es sei nicht nachvollziehbar, so die WirtschaftsVereinigung Metalle, dass sich die Bundesregierung in Brüssel mit einem Notifizierungsverfahren zur Kompensation von CO2-Kosten im Strompreis aus Wettbewerbsgründen engagiere und nun fast zeitgleich im selben Segment nationale neue Belastungen draufsattle.
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Indischer Ozean: Meeresspiegel steigt massiv an
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Forscher: Zumindest zum Teil vom Menschen mitverursacht
Boulder/Kiel (pte/17.07.2010/13:15) - Ein Forscherteam der University of Colorado in Boulder hat nachgewiesen, dass in Teilen des Indischen Ozeans der Meeresspiegel signifikant ansteigt. Betroffen davon sind die Küsten in der Bengalenbucht, der Arabischen See, Sri Lanka, Sumatra und Java. Laut den Forschern um die Geophysikerin Weiqing Han ist der Mensch zumindest teilweise dafür verantwortlich.
"Die Studie im Fachmagazin Nature Geoscience bietet einige sehr interessante Aspekte, die auch vielen Wissenschaftlern nicht bekannt sind", meint Claus Böning stellvertretender Leiter des Forschungsbereichs "Ozeanzirkulation und Klimadynamik" am IFM-Geomar http://www.ifm-geomar.de im pressetext-Interview. Die Hauptursache für den Meeresspiegelanstieg ist weder die thermische Ausdehnung, noch die Gletscherschmelze, sondern die Änderung der windgetriebenen Meeresströmungen.
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