Energiewende ausgebremst
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Energieversorger diktieren der Politik ihre Bedingungen
Berlin (ots) - Der WWF äußert massive Kritik der in der vergangenen Nacht von der Bundesregierung getroffenen Entscheidung zur Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke. Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland: "Das Ergebnis der vergangenen Nacht ist schlecht für den Klimaschutz, schlecht für die Energiewende und schlecht für die demokratische Kultur unseres Landes. Diese Vereinbarung blockiert den Ausbau der erneuerbaren Energien und behindert den Wettbewerb. Gut ist die Laufzeitverlängerung allein für die vier großen Energieversorger, die die Bundesregierung am Nasenring durch die politische Arena gezogen haben."
Brasilien erlebt extreme Waldbrand-Saison
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Gefahr für positive Entwicklung im Regenwaldschutz
Brasilia/Frankfurt (pte/03.09.2010/12:10) - Brasilien erlebt derzeit eine Saison mit besonders vielen Waldbränden. Deren Zahl hat sich von Jänner bis August im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt, berichtet die brasilianische Luft- und Raumfahrtbehörde INPE http://www.inpe.br. Dahinter stehen vor allem Brandrodungen von Waldflächen für die Landwirtschaft. "Das Jahr war sehr trocken, was die Grundbesitzer nutzen, um Wälder zu roden oder bereits gerodete Flächen zu säubern. Viele Brände geraten dabei außer Kontrolle", erklärt Robert Maldonaldo, Amazonasexperte beim WWF Deutschland http://www.wwf.de, gegenüber pressetext.
Klimawandel: Durchschnittstemperaturen steigen, mehr heiße Tage
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Allgemeiner Erwärmungstrend zwingt zur frühzeitigen Anpassung an extreme Wetterereignisse
Deutscher Wetterdienst und Umweltbundesamt sehen die Prognosen der Klimaforschung durch die Entwicklung der Wetterdaten bestätigt. Extremwetterereignisse wie Starkniederschläge oder Hitzeperioden haben in den letzten Jahrzehnten messbar zugenommen. Aller Voraussicht nach wird ihre Anzahl und Intensität weiter ansteigen. „Die aktuellen Überschwemmungen in Pakistan, die lang anhaltenden Hitzewellen in Russland und Japan und das Hochwasser in Sachsen entsprechen den Erwartungen der Klimaforschung über die Zunahme von Extremwetterereignissen. Sie alle verdeutlichen, wie wichtig es ist, uns auf die Folgen vorzubereiten“, sagt Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes. Zwar lässt sich keines der extremen Wettereignisse allein dem globalen Klimawandel zuordnen. Gleichwohl bestätigt sich der Trend einer Zunahme solcher Wetterextreme.
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Klimawandel: Spanien trifft es EU-weit am schlimmsten
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Tage heißer, Nächte bringen keine Abkühlung mehr
Salamanca/Zürich (pte/01.09.2010/06:10) - Spanien spürt den Klimawandel schon heute stärker als das restliche Europa. Das berichten Klimatologen der Universität Salamanca http://www.usal.es im "Journal Climatic Change". Die Forscher beziehen sich nicht auf den extremen spanischen Hitzesommer dieses Jahres, sondern auf Daten seit 1950. "Im südwestlichen Mittelmeerraum gab es seither die größten Temperaturveränderungen Europas, was jeweils die Tages- und Nachttemperatur betrifft", erklärt Studienleiterin Concepcion Rodriguez Puebla im pressetext-Interview.
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Baby-Boomer lässt der Klimawandel kalt
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Experte: "Klimaschutz bisher nur auf Junge ausgerichtet"
York (pte/30.08.2010/06:10) - Klimawandel ist ein Problem, das besonders alten Menschen zu schaffen macht. Gleichzeitig gehört die Baby Boomer-Generation, die bald in die ältere Gesellschaftsgruppe vorrückt, zu den größten Mitverursachern des Klimawandels. Zu diesem Schluss kommt eine schwedisch-britische Forschergruppe in einem Bericht. "Die Überalterung der Gesellschaft wird den Klimawandel zusätzlich verschärfen", so der Berichtsautor Gary Haq von der Universität York http://www.york.ac.uk im pressetext-Interview.
Egal, was wir tun: Der Meeresspiegel steigt
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30 bis 70 Zentimeter-Anstieg bis 2100 ist schon vorprogrammiert
Kopenhagen/Washington DC (pte/25.08.2010/13:50) - Drei internationale Klimaforscher kommen zum Schluss, dass der Meeresspiegel weltweit bis 2100 um 30 bis 70 Zentimeter ansteigen wird. Selbst die aggressivsten Methoden wie große Geo-Engineering-Projekte, die einem solchen Anstieg entgegenwirken sollen, werden darauf keinen Einfluss haben, berichten die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins PNAS.
"Steigende Meeresspiegel durch die globale Erwärmung werden mindestens 150 Mio. Menschen, die in Küstenregionen leben, das Leben schwer machen, schreibt Studienleiterin Svetlana Jevrejeva vom National Oceanographic Centre. "Selbst, wenn wir sofort alle Treibhausgasemissionen herunterfahren, wird es zu einem Anstieg kommen", ergänzt Studien-Co-Autor Aslak Grinstein vom Centre for Ice and Climate http://www.glaciology.net am Niels Bohr Institute der Universität von Kopenhagen gegenüber pressetext. "Dabei spielt die Klima-Trägheit eine entscheidende Rolle."
Welterschöpfungstag: Menschen leben auf Pump
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Natürliche Ressourcen werden jedes Jahr schneller verbraucht
Berlin/Frankfurt am Main (pte/23.08.2010/17:00) - Seit dem Wochenende lebt die Menschheit, was den Verbrauch an ökologischen Ressourcen angeht, wieder auf Pump. Dies ergeben Berechnungen des Ökologischen Fußabdrucks vom Global Footprint Networks, an dem auch der WWF http://wwf.de beteiligt ist. Der diesjährige "Welterschöpfungstag" war der 21. August. Damit rückt er im Kalender weiterhin stetig nach vorn. 2009 fiel er noch auf den 25. September.
"Den Rest des Jahres leben wir auf Kredit und verbrauchen die Reserven der Erde", so Christoph Heinrich, Geschäftsleiter Naturschutz des WWF Deutschland. Die vorhandenen Ressourcen der Erde verbrauche die wachsende Weltbevölkerung immer schneller. "Bis Ende 2010 werden wir voraussichtlich 150 Prozent unserer Ressourcen aufgebraucht haben", so Heinrich weiter. "Die Erde würde eineinhalb Jahre brauchen, um sich von diesem Raubbau zu erholen."
Macht und Geld statt Rettung des Klimas
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Indios kämpfen gegen Zerstörung - Die Welt schaut weg
München (pte/23.08.2010/15:30) - Es ist bereits fünf nach zwölf für den Klimaschutz, für die Rettung des Amazonas und anderer Gebiete. Das Überleben der Menschheit hängt vom Erhalt der tropischen Ökosysteme wie dem Amazonasbecken ab. So lagert zum Beispiel ein Drittel aller Süßwasservorkommen im tropischen Waldökosystem des Amazonas. Dennoch wird der Klimawandel jedes Jahr durch Abholzung von über zwei Mio. Hektar Amazonaswald beschleunigt.
Eine weitere Bedrohung stellen die Ölbohrlizenzen dar, die Staaten wie Ecuador, Peru und Brasilien an die großen Ölkonzerne vergeben haben. Ergebnis sind katastrophale Zerstörungen und Verseuchungen der Gebiete, die dem aktuellen Unglück im Golf von Mexiko in nichts nachstehen. Ölpipelines - zum Teil durch Banken wie der deutschen West LB finanziert - lecken immer wieder durch Erdbeben. Um Entsorgungskosten zu sparen, bleiben hochgiftige Stoffe auf dem Land und in den Gewässern zurück.
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